Da wir erst am Beginn des verrückten langen Wochenendes in der Nähe von Salt Lake City sein müssen, hatten wir noch eine Nacht Zeit. Also sind wir den ganzen Tag in den Bryce Canyon NP gefahren und haben wieder in einem warmen Plätzchen übernachtet. Es traf Richfield, UT. Die geplante Route konnten wir nicht so ganz einhalten, aber das war nicht so schlimm.
Zunächst ging es im Prinzip die gleiche Strecke wieder zurück, wie wir am Vortag von Cedar Breaks hinuntergefahren sind. Also viiiele Höhenmeter hinauf. Zum Glück nicht mit dem Fahrrad. ![]()

Am Hochplateau geht es ein wenig dahin und es gibt auch da hübsche Aussichtspunkte, um ins weite Tal zu sehen.

Vom Campingplatz zum Bryce Canyon NP sind es gerade mal 75mi. Doch davor kommt man durch den nicht weniger beachtenswerten Red Canyon, mit seinem eigenen Visitor Center. Die gelben Blumen passen super zu den roten Felsen (warum sollte der Canyon sonst so heißen).

Mit den gelben Blumen sieht sogar unser ungeliebtes Auto gut aus.

Einige Felszipfel haben auch Namen von Figuren, die sie darstellen sollen. Wenn man viel Phantasie hat…

Besonders gerne werden die winzigen Tunnel fotographiert. Warum auch immer, aber wenn es alle tun, muß ich auch mitmachen. ![]()

Unser kleines Problem an dem Tag: Entgegen der Wettervorhersage hing in den Bergen eine große böse Wolke. Rote Felsen und Wolken macht aber i.A. dunkle unbrauchbare Fotos. Das gute an der Lage war: Die Sonne kam eh schon heraus, die Wolke verzog sich. Aber das brauchte noch ein wenig Zeit. Also gingen wir die Sache langsam an und bewunderten die Felsformationen ausgiebig. Und die Sonne folgte uns brav.
Im Bryce Canyon NP sind wir gleich bis ans Ende, dem Rainbow Point, durchgefahren. Nur einen Stopp haben wir uns an der Natural Bridge gegönnt.

Am Rainbow Point sieht man die lange Kette an Felsformationen auf einmal. Bei klarem Wetter wie wir es hatten, unglaublich schön. Die wenigen noch verbliebenen Wolken machten einen super Kontrast. Fast wie im Bilderbuch.

Man kann dort natürlich geniale Panoramafotos machen, aber gerade die feinen Details der Felsen gehen dann ziemlich verloren. Darum immer in die Tiefe schauen und Details ansehen.

Nach so viel Stress des Sehens mußten wir noch am Rainbow Point picknicken. In der Sonne sehr angenehm. Es war dort nicht so unbändig warm, die Höhe ist doch zu bemerken. Dabei haben wir auch die so sehr angepriesenen Shuttels gesehen. Wobei, das ist unpräzise, das Shuttle haben wir gesehen. Sie versuchen die Automassen loszubekommen und versuchen einem einzureden, man soll mit einem Bus-Shuttle fahren, denn dann müßte man sich nicht um das Fahren kümmern und hätte mehr Spaß. Das kann schon sein, man braucht aber sicher auch viiiiiel Zeit, denn auf der gesamten Runde samt Picknick haben wir ein einziges Shuttle gesehen.
Bei der Rückfahrt in Richtung Visitor Center haben wir an den verschiedenen Aussichtspunkten Halt gemacht und die Aussicht genossen.

Auch hier haben so manche Formationen geistreiche oder phantasievolle Namen. So wie Thor’s Hammer.

Auf keinen Fall sollte man den Bryce Point versäumen. Da muß man zwar ein paar Meter zu Fuß gehen, aber hey, man ist ja in einem Naturpark und in keinem Autopark. Wenn man vom Endaussichtspunkt noch ein wenig dem Sandweg folgt, hat man eine unglaubliche Aussicht auf das Becken.

Natürlich auch im Panoramaformat.

Und nicht auf die Details vergessen.

Einen Punkt haben wir dann noch geschafft, dann mußten wir unserem langsamen Anfang Tribut zollen und in Richtung Campingplatz aufbrechen. Es waren schon noch einige Meilen zu fahren.

Geplant war eine ‘romantische’ Strecke, aber mein lieber TomTom meinte, daß die romantische Strecke auch eine viel zeitintensivere Strecke wäre. Und da es ohnehin schon spät war, sind wir die schnelle Route über den Highway 89 gefahren.

Auch nett, aber eben weniger romantisch. Irgendwann schaffe ich aber sicher noch die alternative Route.

Am Campingplatz erwarteten uns kuschlige gute 30°C und es war ein sehr angenehmer Abend. Auf Gras läßt es sich gut schlafen.