Die Palos Verdes Runde

Das Wetter war von der Früh weg strahlend sonnig und sehr sehr warm. Was will man mehr? Man will die Gegend genießen. Da ich seit gestern weiß, wo und wann mein Freund noch dieses Jahr heiraten wird, ich aber leider jetzt und nicht zur Hochzeit in den USA bin (hätte ich es doch nur früher gewußt Enttäuschtes Smiley), wollte ich mir wenigstens die Chapel ansehen, wo das Ereignis stattfindet. Aber wenn ich schon nach Palos Verdes fahre, kann ich mir auch gleich die ganze Küste ansehen.

Die Straße windet sich entlang der Küste und wenn es so richtig hübsch wird, darf man leider nicht stehen bleiben. Daher sind Bilder von dem Teil einmal nicht dabei. Ein wenig später darf man dann stehenbleiben (sie haben sogar eigene Parkplätze dafür gebaut) und auch da ist die Aussicht hübsch. Anders aber eben auch hübsch. Über dem Wasser ist es noch dunstig. Bei der aktuellen Hitzewelle gibt es keinen Nebel des Grauens, aber dafür immer ein wenig Dunst.

Wir sind von der Hauptstraße abgebogen und ein wenig durch die dortigen Häuser gekurvt. Alles sehr nett, alles sehr exklusiv. Da könnte ich mir schon vorstellen zu wohnen. Beim Leuchtturm um die Ecke haben sie auf einer Halbinsel einen Golfplatz gebaut. Drumherum kann man auf einem Naturetrail entlang der Küste wandern. Sehr hübsch angelegt, sogar mit Picknicktischen und Wasserstellen.

Die Häuser dort haben wirklich freie Sicht auf das Meer. Schon wieder eine Stelle, wo ich lieber wohnen würde als am The Strand.

Am anderen Ende der Landzunge kann man auch baden gehen. Sieht ja nett aus, aber auf der Wiese mag ich nicht mehr picknicken. Ein wenig zu wüst.

Nach weiterer Fahrt entlang der Küste haben wir überraschend schnell die Kapelle entdeckt. Sehr interessant gebaut, der Turm ist freistehend, die Kapelle selbst durch das Glas sehr dezent, fast wie im Freien.

Die Aussicht auf’s Meer ist für eine Kapelle genial.

Der kleine umgebende Garten ist sicher für Empfänge geeignet. Sehr schön zum Leute treffen.

Echt unglaublich hübsch ist die Kapelle von innen. Das habe ich so noch nicht gesehen.

Von außen ist das Gebäude fast nicht zu erkennen. Es verschmilzt mit der Natur.

Wirklich schade, daß die Hochzeit erst zu Weihnachten stattfinden wird, wo ich in Wien frieren werde.

Wir sind der Küste weiter gefolgt und kamen so zur LA Waterfront mit dem Hafen. Das sieht mit den vielen Kränen und der kleinen Marina wunderbar aus, nur kann man nirgends zum Fotographieren stehenbleiben. Daher kann ich jedem empfehlen die Runde zu machen, nur Fotobeweis habe ich davon keinen Trauriges Smiley.

Unser nächster und letzter Halt war der schon mehrmals besuchte South Coast Botanical Garden. Dieses mal war es echt warm. Deutlich über 30 Grad schon an der Küste, kaum ist man davon weg, noch deutlich wärmer. Der Rundgang war daher eher etwas für Wärmeliebhaber, denn Schatten ist dort spärlich gesät. Der Eingangsbereich ist noch immer hübsch grün.

Allerlei Geblum ist dort zu sehen. Ob im Wasser oder von der Decke hängend.

Der Garten für Kinder ist immer noch hübsch hergerichtet, sie haben noch zusätzlich die Büsche gestyled.

Beim Kakteenbereich hat man sich an dem Tag schon sehr wüstig gefühlt. Schön warm und trocken.

Der Rosengarten ist trotz Trockenheit noch gut ‘erhalten’, nur sind schon viele Rosen verblüht, obwohl wir dieses mal so früh wie schon lange nicht da waren.

Der Außenrundgang war leider ein wenig ernüchternd. Die lange Trockenperiode hat überall ihre Spuren hinterlassen. Selbst trockenverträgliche Büsche sahen mitgenommen aus. Trotzdem fand sich immer wieder etwas Blühendes oder Grünes. Man muß nur länger danach suchen.

Palmen sind scheinbar ziemlich resistent.

Am Ausgang wieder hübsche Blumen, die einen daran erinnern, wie wichtig Wasser in einem Garten ist. Sonst kann man doch nur Kakteen und Palmen ziehen.

Um einige Kilo leichter (an geschwitztem Wasser) kamen wir zu einem kochenden (weil schwarzen) Auto zurück und sind zurückgefahren. Ein abwechslungsreicher Tag ging mit Fahrtvorbereitungen zu Ende.

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