Wie immer gibt es die Tage in LA, wo man sich mit Freunden trifft, es gemeinsame Dinner gibt und man hier und da helfend eingreift. Man könnte sie ‘für den Urlaub verlorene Tage’ nennen, aber ich nenne sie tage zuhause in meinem Strandhaus (das Zitat meines Freundes anpassend). Es macht Spaß sich mit Leuten zu treffen, über dies und das zu reden und immer wieder einen kleinen Blick mehr ins US Leben werfen zu können.
Dieses mal ging es z.B. um starke Leute wie Strache oder hier Trump. Die werden immer dann populär, wenn es dringende Probleme gibt. Die sind aktuell in den USA und in Europa ziemlich ähnlich und drehen sich um illegale Einwanderung. Bei uns nennt man es Flüchtlingsproblem, hier illegal immigrants. Und da können sich die starken Leute aufpudeln und ihre einfachen Lösungen für das Problem präsentieren. Sie müssen sie ja nicht umsetzen, daher klingen die Vorschläge gut. Einfach alle ausweisen und zurückschicken, woher sie kamen. So ist irgendwie überall die gleiche Idee. Ich gebe zu, wenn man hier liest, einen Typen haben sie schon 5 mal ausgewiesen und er kam immer wieder, kam dann ins Gefängnis, wurde nicht mehr ausgewiesen (weil es ihnen in manchen Gegenden egal ist) und hat einen Tag später jemanden erschossen, dann kommt das nicht gut an. Oder hier häufen sich die Fälle, wo Illegale mit gestohlenen Autos ohne Versicherung und Führerschein schwere Unfälle bauen und keiner will den Opfern helfen.
Es gibt auch Umweltthemen. Hier in Kalifornien haben sie einen speziellen Sommerbenzin, der nur in Kalifornien hergestellt werden kann. Der soll die Ozonwerte verbessern. Da er aber nur in den drei Raffinerien Kaliforniens hergestellt wird, ist er entsprechend teuer. Und eine der Raffinerien ist jetzt abgefackelt. Schon wird, entgegen den Weltpreisen, der Benzin teurer. Sie wollen aber einen Schritt weiter gehen. Sie limitieren die Meilen, die ein Auto pro Monat fahren darf. Als Umweltschutz. Das wird gerade im kalifornischen Parlament besprochen. Ob jemand das Auto braucht, um in die Arbeit zu fahren, ob er das Auto alleine nutzt oder mit anderen teilt, egal. Das ist fast so gut wie die wiener Parkplatz Lösung, man darf nur mehr in seinem Bezirk parken, dafür zahlt man und was die Pendler machen ist egal, denn P+R Garagen werden nicht gebaut. Hier verbessern sie die öffentlichen Verkehrsmittel auch nicht. Denn bei den täglichen Staus in LA, würden viele freiwillig auf U-Bahnen umsteigen, wenn es ginge.
Natürlich muß man auch Sachen einkaufen, die Sachen aus den Kisten sichten und ins Auto packen und ähnlich unangenehme Sachen machen. Aber hey, dafür muß man sich die kommenden Wochen nicht darum kümmern!
Und schlußendlich muß man die kommenden Tage der Route planen. Jetzt weiß man wie das Wetter werden wird und ob man sich seinen ursprünglichen Plan gleich in die Haare schmieren kann. Und aktuell schaut es nicht so schlecht aus. Mein Problem ist nur die Zeit. Kommendes Wochenende ist Sommerende (labor day). Da werden alle wie narrisch nach draußen stürmen und das Sommerende im Freien, am besten auf Campingplätzen, feiern. Und ich bin mitten drin. Nur wo soll ich das lange Wochenende überleben? Dazu kommt noch, daß das Wetter aktuell im Norden ziemlich warm ist, nach dem kommenden Wochenende aber kippt und regnerisch wird. Also muß ich wohl in den sauren Apfel beißen und an labor day im Yellowstone Park sein….
Jedenfalls geht es am Montag ab nach Las Vegas!