Es war strahlend sonnig und wir kamen gestern nicht mehr in den Pool. Also mußten wir ihm gleich nach dem Frühstück unseren Antrittsbesuch abstatten.
Wir haben die Temperatur nicht gemessen, sie unterscheidet sich aber nicht wirklich von den Keys, also schätze ich mal auf rund 30°C. Damit kann ich leben, wenngleich ich beim Reingehen schon noch ein wenig rumzicke; man darf nicht vergessen, daß die Luft noch wärmer ist und in der Sonne es noch um einiges wärmer ist. Das Wasser ist also verhältnismäßig kalt. ![]()

Danach stand Shoppen am Programm. Man muß ja etwas zu essen haben und Eis braucht man hier immer; das verkrümelt sich trotz super Isolierung überraschend schnell. Vielleicht sollte man auch nicht seine Getränke mit Eis vermischen? Ist aber bei der Außentemperatur eine echt gute Sache.
Da blieb am Nachmittag unerwartet wenig Zeit. Wir schwankten zwischen mehreren Optionen und sind dann doch zur Villa Vizcaya gefahren, obwohl wir dazu wieder in die Stadt mußten. Die Erinnerung an den Besuch 2008 war einfach zu hübsch und nach 6 Jahren kann man sowas schon wieder ansehen. Ich erspare mir daher auch an dieser Stelle die allgemeine Geschichte, diese bitte einfach 2008 nachlesen.
Der Eingang – gleich nach der Brennstelle – ist immer noch mit den hübschen Springbrunnen, die über kleine Kanäle verbunden sind, gesäumt.

Man kommt direkt zum Haupthaus, aber im Prinzip zum hinteren Dienstboteneingang. Früher kam man von vorne mit dem Boot. Wer ging schon freiwillig durch den Sumpf.

Und von vorne schaut das gleich ganz anders aus.

Die Sicht vom Haus auf’s Meer macht schon was her.

Der Garten wurde ganz nach europäischem Vorbild pompös ausgestattet. Heute ist ja nur mehr wenig davon über, aber man kann erahnen, wie es zu des Erbauers Zeiten ausgesehen hat. Heute haben sie immerhin noch einen Orchideengarten.

An Statuen mangelt es auch nicht, die wurden auch in großen Mengen vom Erbauer in der ganzen Welt eingekauft.

An dieser Stelle kam man früher mit dem Boot an und konnte sich ein Bild vom Haus machen, wo man eingeladen war.

Die Barke aus Stein in der Mitte ist doch sicher hübscher als eine langweilige Kaimauer. Und wenn man Geld hat, dann baut man eben etwas Schöneres. Damit es ein wenig nach Venedig aussieht, stehen auch überall die entsprechenden Holzpfosten rum.

Am Hafen kann man entlangflanieren und sieht die Barke von überall. Ich habe zu dem Zeitpunkt mal wieder versucht die Fotos ohne Bräute hinzubekommen. Das ist echt nicht leicht, weil die schwirren quasi überall herum.

Die Gärten sind sehr akribisch gestaltet und auch da haben sie viel rumgemauert. Scheinbar war es wichtig, viele stille Ecken zu haben. Was die damals alles getrieben haben? ![]()

Die hellen Wolken, der dunkle Schatten und die weißen Steine sind eine Herausforderung für Kamera und Fotograph. Da muß man hie und da probieren, oder gleich Fotoserien mit verschiedenen Belichtungen machen. Zum Glück geht das mit meiner HS50 ganz gut.

Auf dieser Reise kam bisher noch keine Eidechse vor. Nein, ich bin ihnen nicht überdrüssig geworden, es waren nur keine da. Hier in Miami ist das aber kein Problem, an jeder Ecke finden sich kleine oder größere Eidechsen, selbst große Leguane sind normal, wie wir in den nächsten Tagen noch sehen werden.

Noch einmal zu den stillen Ecken: Sie haben dort extra zwei Grotten gebaut.

Durch das riesige Gelände haben sie früher künstliche Kanäle geschaufelt, um sich von Gondoliere herumfahren zu lassen. Man müssen die damaligen Angestellten sich etwas gedacht haben. Jedenfalls findet sich auch heute noch auf der Rückseite des Hauptgartens eine Anlegestelle mit den entsprechenden italienischen Pfosten.

Und habe ich erwähnt, die stillen Ecken waren wichtig? Hier noch mehr bei der Anlegestelle.

Vom zentral gelegenen Hügel hat man eine wunderbare Sicht auf das Haupthaus. Eine Art kleine Gloriette war auch dabei.

Nur drei Jahre Bauzeit, aber 1000 Arbeiter. Das die sich nicht gegenseitig auf die Füße gestiegen sind? Was muß das damals für ein Gehämmere gewesen sein? Bei so viel Mauern, Brunnen, Teichen, ….

Hübsch hatten sie es aber mit Sicherheit. Der Erbauer und wahrscheinlich seine Gäste hatten einen Klamsch, aber hübsch haben sie es sich herrichten lassen.

Das war alleine der Ausblick beim Frühstück.

Bevor sie uns ganz mit Bräuten, Tischen und Stühlen eingebaut haben, sind wir wieder geflüchtet und kamen noch rechtzeitig auf den Parkplatz um zu sehen, wie eine (irgendwie an einer Hochzeit beteiligte ? ) Frau sich mit dem Securitymann angelegt hat, weil sie auf die schnelle gegen alle Einbahnen fahren wollte (ist doch echt viel kürzer) und er das so garnicht wollte. Der arme Mann hat mir leid getan, denn jede rationale Argumentation hat sie einfach ignoriert. Keine Ahnung wie es ausgegangen ist, wir sind einfach nach Hause gefahren und haben einen gemütlichen Grillabend verbracht.