Odile hat im Süden kräftig zugeschlagen und jede Menge Wasser hinterlassen, jetzt kommt etwas Frontartiges aus dem Norden und ich ziehe daher in den Süden. Ein Fahrtag brachte uns aus der unmittelbaren Gewitterzone (wenngleich auch nur an den Rand).
So ein Fahrtag macht nie Spaß, besonders weil er vorwiegend langweilig ist. Ach wie schön wäre es, wenn jemand anders an meiner Stelle fahren könnte und ich den Tag zum Aufholen meiner Berichte nutzen könnte? Aber was soll’s, was nicht ist, kann man schlecht herbeiwünschen.
Der Fahrtag hatte aber auch etwas Gutes: Von der trockenen, wüstigen Westseite kamen wir in die grüne Ostseite. Zu Beginn sah es sehr gerade und sehr öde aus.

Langsam kam mehr Gras in Sicht, es blieb aber lange und öde.

Um dabei nicht an Fadess zu sterben, muß man Pause einlegen. Pausen bei einem Walmart, bei einem Burgerking, einer Raststation (wenn man eine findet, denn die sind selten), … Die Raststation war schon deutlich grüner. Nur mal so im Vergleich zu der in Kalifornien. Und man kann ziemlich überrascht sein wie warm und feucht es draußen ist, wenn man ausnahmsweise mit Klimaanlage fährt, um nicht am Abend derisch anzukommen.

Und dann kamen sogar Büsche und Bäume. Die Wüste war verlassen. Dafür war auch die Scheibe voll von selbstmordgeilen Insekten.

10 Minuten vor der Sperrstunde des Campingplatzoffices kamen wir an. Der Platz ist nett und das Abendessen hat gerufen. Jambalaya Huhn. Yummy!
Obwohl den ganzen Abend hindurch Wetterleuchten im Norden zu sehen war, blieben wir trocken. Der Plan hat geklappt.