Das weite, goldgelbe Abendlicht taucht das offene Gewässer und die historische Bahnbrücke der Florida Keys in ein warmerleuchtetes Panorama, während die strahlende Sonne eine glitzernde Lichtspur auf die sanfte Wasserwelle wirft

Bahia Honda SP, Tag 1

Heute gibt es keine Landkarte, obwohl ich ein paar Meilen gefahren bin. Innerhalb des SPs kommt man zu Fuß nicht weit oder es dauert entsprechend lange. Da ich kein Fahrrad dabei habe (wo auch?) bin ich zu den verschiedenen Punkten mit dem Töfftöff getuckert. Zunächst ging es an den Strand auf der Campingplatzseite. In der Früh waren noch ein paar Wolken dabei:

Heller Sandstrand mit angrenzendem türkisfarbenem, seichtem Wasser, an dessen Ufer zartweiße Schaumkronen branden, während über dem weiten Meer dramatische, dunkle Quellwolken aufziehen

Auf den Dünen blühen die üblichen Verdächtigen:

Eine violette Blüte mit sternförmiger Zeichnung im hellen Schlund thront zentral zwischen saftig grünen Laubblättern im dichten Unterholz Zarte weiße Blüten der Spinnenlilie mit fadenförmigen Kronblättern und gelben Staubblättern ragen vor einem dichten, sattgrünen Blätterdach im Hintergrund hervor

Eidechsen hüpfen überall herum, besonders gerne auf Holzzäunen:

Eine graue Eidechse ruht auf einem verwitterten Baumstrunk mit tiefen Rissen, während im unscharfen Vordergrund saftig grüne Halme emporragen

Weiter ging es bei der Marina. Da habe ich mich erkundigt, wie es mit den Schnorcheltouren aussieht. Der Typ war so gesprächig wie eine Wand uns so enthusiastisch wie ein toter Fisch. Ich konnte ihm aus der Nase ziehen, daß sie wegen des Schlechtwetters über eine Woche keine Tour hatten, aber an dem Tag die erste wieder stattfinden wird. Er wüßte daher auch keine Details zur Sichtweite oder ähnlichem. Ich könnte aber am nächsten Tag nachfragen, dann wüßten sie mehr (weil sie ja an dem Tag fahren). Also blieb es bei einem Foto der Marina. Das Boot ist btw das ‘Schnorcheltourboot’:

Ein blau-weißes Ausflugsboot liegt an einem Steg am Ufer eines klaren Gewässers. Im Hintergrund steht ein holzverkleidetes Bootshaus mit flachem Dach, umgeben von satten Grünanlagen unter einem hellblauen Himmel mit dichten Wolkenformationen

Am gleichen Ende des SPs liegt auch das Nature Center mit dem Nature Trail. Das Center sollte von 10 bis 16 Uhr  offen haben. Nur war es einfach ganz zugesperrt. Auch eine Lösung. Sind wir den Trail eben ohne Besuch des Center gegangen. Dabei hat man auch nette Ausblicke auf die alte Bahia Honda Bridge (links), die neue ist auf der rechten Seite des Bildes zu sehen:

Die historische Old Seven Mile Bridge verläuft im sonnigen Florida Keys über türkisblaues Meer, flankiert von einem naturbelassenen Sandstrand mit üppigen Palmen und sattem Grün im Vordergrund unter einem hellen Wolkenhimmel

Die Brücke ist übrigens auch etwas Besonderes. Man könnte sagen der Beginn des Tourismus der Keys oder einfach der Spleen eines reichen Mannes; je nachdem wie man es sehen will. Mr Flagler bildete sich ein, eine Eisenbahn muß von Miami bis nach Key West gehen. Er meinte, so könnte man am schnellsten die Menschen von Key West evakuieren, wenn ein Sturm die Insel platt machen will. Von 1905 bis 1912 habe sie daran gebaut. Viele Brücken zwischen den Inseln waren notwendig. Die Bahia Honda Bridge war eine der mühsamsten, denn wie schon der Name sagt, (Bahia Honda = tiefe Bucht) ist das Wasser über 10m tief. Blöd für die Pylonen. Zudem kommt es zu heftigen Strömungen wenn Flut und Ebbe sich abwechseln. Zum Teil konnten sie nur in 45 Minuten Schichten arbeiten. Das mit der Eisenbahn war nie so ein richtiger Erfolg, aber sie war halt da. Bis zum großen Hurrikan (Labor Day Hurrikan). Da hätte die Eisenbahn zeigen können, was sie kann. Nur dummerweise war da gerade kein Zug in Key West. Sie mußten erst einen runterfahren. Das hat gedauert. Der Sturm war schon ziemlich heftig, wie sie Key West verlassen haben und es kam wie es kommen mußte, der Zug verschwand im Wasser und viele Menschen starben. Das war das Ende der Eisenbahn, denn keiner wollte mehr Geld für die Reparatur der Strecke investieren. Also haben sie die Eisenbahn 1935 gleich wieder eingestellt und haben die Brücken auf eine Autostraße geändert. Blöd, daß man auf eine Eisenbahntrasse nicht zwei Spuren bekommt. Daher haben sie AUF die Brücke (oben drüber) die Fahrbahn gebaut. Beim letzten Bild sieht man noch die Eisenbahnbögen (ja eckige Bögen) von Pylon zu Pylon und oben drüber die Fahrbahn. Hier noch einmal aus der Nähe:

Die historische Old Seven Mile Bridge in Florida erstreckt sich als massive Stahlfachwerkkonstruktion auf Betonpfeilern über das türkisblaue Wasser des Atlantiks unter strahlend blauem Himmel mit leichten Wolken

Auf der Atlantikseite gibt es eine kleine Insel mit Baum, mitten im Wasser:

Blick durch das schattige Geäst von Bäumen und grüne Pflanzen im Vordergrund auf flaches, azurblaues Wasser, in dem eine schmale, kleine Landzunge mit spärlichem Bewuchs im Hintergrund liegt

Habe ich übrigens schon erwähnt, daß es echt warm ist? Sind nur um die 30°C, aber bei 100% Luftfeuchtigkeit. Ich habe daher für die kleine Runde mehr Wasser rausgeschwitzt, als mein durstiges Auto Benzin gebraucht hätte. Bei einer Schattenpause bin ich auf diese Eidechse gestoßen:

Eine braune Eidechse sitzt auf einem grauen Holzriegel, während im Hintergrund trockenes Geäst und Rinde das schattige Waldboden-Ambiente prägen

Man kann natürlich auf die Brücke auch raufhatschen. Trotz ungebremster Sonne habe ich das auf mich genommen, oben geht wenigstens ein hauch Wind, unten ist es absolut windstill. Damit keiner auf die verfallende Brücke krabbelt, haben sie einfach ein Segment rausgenommen:

Das historische Old Bahia Honda Bridge-Segment verrosteter Stahlträger ragt aus dem türkisblauen Meer der Florida Keys, während im Hintergrund die neue Betonbrücke unter wolkenverziertem Himmel verläuft

Von oben hat man auch einen sehr hübschen Blick zurück auf den SP (Marina und anschließender Strand).

Das türkisblaue Meer am Bahia Honda State Park in Florida erstreckt sich bis zum Horizont, während im Vordergrund eine steinerne Kaimauer und grüne Palmen am flachen Sandstrand aufragen

Zum Auskühlen haben wir uns nach der Runde bei der Marina in den Schatten gesetzt und die Meeresluft genossen (ein kleines Eis war auch dabei Smiley ). Kaum sitzt man dort, schon wird man von Vögeln angebettelt:

Eine grau-weiß gefiederte junge Möwe mit dunklem Schnabel und langen Stelzenbeinen steht auf einem sandigen Gehsteig im lichten Grün Ein weißer Amerikanischer Ibis schreitet über eine Wiese mit saftigem Gras und hellem Schotter, wobei sein langer, gebogener roter Schnabel markant nach unten ragt

Auf dem Weg zurück zum Campingplatz haben wir noch einen Sprung bei den Cabins und den entlegenen Zeltplätzen vorbei gemacht. Im Prinzip nette Gegend, aber gleich hinter mir ist die US 1:

Flache, auf Stelzen stehende Holzhütten in hellgrauer Fassade reihen sich entlang des blauen Gewässers auf, während im Vordergrund quaderförmige Betonblöcke ins klare Wasser ragen und im Hintergrund grüne Uferstreifen unter einem hellen Wolkenhimmel liegen Das dunkelblaue Gewässer zeigt im vorderen Bereich einen klaren Grund mit grünlichen Wasserpflanzen, während im Hintergrund das bewaldete Ufer unter einem hellblauen Himmel mit leichten Wolken liegt

Vor dem Campingplatz ist ein längerer Küstenstreifen nur für Vögel reserviert. Das wissen die wohl auch, denn dort tummeln sie sich in größeren Mengen herum:

Ein weißer Silberreiher watet durch das gekräuselte, graue Wasser eines Flusses, wobei sich seine langen, dunklen Beine im Flussbett spiegeln und im Vordergrund grüne Uferpflanzen aufragen Zwei braune Pelikane fliegen knapp über das ruhige, blau-türkise Meer, wobei einer im Hintergrund elegant gleitet und der andere im Vordergrund gerade ins flache Küstenwasser eintaucht Zwei braune Braunpelikane schwimmen in leicht bewegtem, graublauem Wasser, während im Hintergrund sanfte Wellen auf dem See schlagen

Wir sind nach einem Kurzbesuch beim Zelt (zum Umziehen) zum Atlantikstrand gefahren. Nach einem Bad (das Wasser ist wärmer als in jedem bisherigen Pool) ging es mit Schnorchel und Flossen los, man muß sich ja wieder eingewöhnen. Die dortige beschwimmbare Fläche (mit Bojen markiert) ist sandig oder leicht bewachsen. Die Fische sind dementsprechend. Beginnen wir mit etwas barschartigem. Die Tarnung mit den Tupfen und Streifen ist nicht schlecht:

Ein schwarz-weiß gestreifter Fisch schwimmt über einen Meeresboden mit graubraunen Korallen und schlanken, dunklen Röhrenschwämmen im trüben Wasser

Allgemeine Sand- und ‘Grundel’fische:

Ein silbergrauer Fisch mit gelbem Rückenbereich schwimmt über einem dichten, von Algen bewachsenen Meeresboden mit feinem Seegras im trüben Wasser Ein graugrüner Fisch schwimmt im trüben Wasser knapp über einem dichten Unterwasserwald aus langen, schmalen Seegrasblättern am sandigen Meeresboden

Die Sicht war nicht schlecht, aber sicher auch nichts Besonderes. Wie letztes Jahr nach dem Unwetter. Man muß daher nahe ran an die Fische und besonders auf die Sonne im Rücken achten. Leichter sind da unbewegliche Dinge wie schwämme oder Muscheln (die Muschel ist ca. 40cm lang!):

Eine braune, fingerförmig verzweigte Hornkoralle ragt von einem sandigen Meeresboden auf, der mit Algen bewachsen ist, während im trüben Hintergrund weitere marine Gewächse im bläulichen Wasser schimmern Eine große, sandfarbene Königsschnecke liegt auf hellem Meeresboden, umgeben von spärlichem Seegras und kleinen Korallenstöcken in trübem Wasser

Die Fische sind ganz und garnicht scheu. Sie schwimmen also nicht panikartig weg. Manche sind aber vorsichtig und wollen nur von vorne gesehen werden, andere halten einen Mindestabstand ein.

Ein hellgrauer Sandboden mit abgestorbenen Korallenresten und dunklen Schwämmen, auf dem ein grau-grün gemusterter Lippfisch nahe einer gelben Koralle ruht Ein graublau schimmernder Fisch mit feinen Linien zieht vor einem kargen Meeresboden aus Algen und totem Korallengestein seine Bahnen

Selten ziehen ganze Schulen an Fischen vorbei:

Mehrere silbergraue Fische schwimmen über einem abwechslungsreichen Meeresboden mit gelben Schwämmen, bräunlichen Algen und hellem Sand, während im trüben Hintergrund weitere Meeresbewohner und spärliche Unterwasserflora verschwimmen

Schwer sind Korallen und mehrere Fische auf ein Foto zu bekommen. Im folgenden Bild sind es immerhin zwei Fische (Vorsicht, gut getarnt):

Unterwasseraufnahme eines Korallenriffs mit sandigem Meeresboden, umgeben von schlanken Röhrenschwämmen und bräunlichen Algen, während zwei Fische durch das klare Wasser schwimmen

Zum Abschluß noch einen Vorsichtigen:

Ein grüngelblicher Lippfisch mit rötlicher Zeichnung schwimmt im klaren Wasser vor einer dichten Unterwasserlandschaft aus dunkelvioletten Hornkorallen und braunen Algen am Meeresgrund

Nach der üblichen Strandanhimmelung (also sitzen und aufs Meer schauen) ging es zum Nachtmahl (Gumbo mit Huhn – obwohl aus South Carolina unglaublich scharf!) auf den Campingplatz. Die Tagesaktivitäten endeten beim Sonnenuntergang auf der Golfseite:

Das weite, goldgelbe Abendlicht taucht das offene Gewässer und die historische Bahnbrücke der Florida Keys in ein warmerleuchtetes Panorama, während die strahlende Sonne eine glitzernde Lichtspur auf die sanfte Wasserwelle wirft Die untergehende Sonne taucht den Himmel in ein warmes Orange, während sich die markante Stahlfachwerkkonstruktion der historischen Bahia Honda Rail Bridge im ruhigen Wasser der Florida Keys spiegelt

Am nächsten Tag sollte es auf große Schnorcheltour gehen!

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