Fort Mantanza, Beach & St. Augustine

Zunächst führte mich mein Weg wieder ein wenig in den Norden. Dort haben die Spanier St. Augustine gehalten und natürlich versucht, diese Stadt so gut wie möglich zu verteidigen. Die ganze Küste hat eine lange und dünne vorgelagerte Insel. Dahinter führt der Intercostal Waterway entlang. Verschiedene Verbindungen des Waterways zum Meer waren natürlich strategisch sehr bedeutsam. St. Augustine hat einen eigenen Meereszugang direkt bei der Stadt. Dieser Eingang war durch das St. Marco Fort abgesichert. Um aber im Notfall einen zweiten Versorgungsweg zu haben, wurde auch der südlich gelegene Eingang mit einem kleinen Fort abgesichert. Es brauchte auch nicht groß sein, da nur kleine Schiffe dort passieren konnten ohne Aufzulaufen. Nach langer Vorgeschichte, hier das Fort:

Das historische Fort Matanzas in Florida ragt aus hellen Quadersteinen und mit hölzerner Stiege am Ufer empor, während auf dem Dach eine britische Fahne weht und im ruhigen Wasser davor Büsche und Sträucher im Hintergrund stehen

Dieses Fort ist ein NM und hat eine Besonderheit: Es kann GRATIS besichtigt werden, selbst die Fähre dorthin ist gratis. Der einzige Ranger muß dort in spanischer Soldatenuniform rumlaufen:

Zwei ältere Personen betrachten interessiert eine schwarze Kanone auf einer hölzernen Stiege, während daneben ein Soldat in historischer blauer Uniform mit rotem Gehrock steht

Die historische Flagge ziert noch heute das Fort:

Weiße Fahne mit rotem Burgunderkreuz weht an einem hölzernen Mast auf einer massiven Wehrmauer aus grauem Coquina-Gestein, im Hintergrund erstrecken sich grüne Marschen und Wasserflächen unter blassblauem Himmel

Früher war der Einlaß nur 1/2 Meile entfernt, heute ist es doch mehr. Trotzdem ist der Rundblick vom Dach des Forts nicht schlecht. Die Kanonen des Forts konnten jedes Schiff problemlos erreichen und stoppen. Trotzdem hat das Fort in seiner ganzen Bestandsgeschichte nur einen einzigen Schuß als Warnung abgefeuert. Die 7 dort stationierten Soldaten hattten ein recht gemütlichhes Leben. Aus den Logbüchern weiß man, daß kein Soldat auf dem Fort verletzt wurde, nur einige Arm- und Beinbrüche aus Selbstverschulden sind aufgezeichnet:

Das weitläufige Panorama vom Castillo de San Marcos National Monument in St. Augustine zeigt im Vordergrund eine massive Steinbrüstung mit grauen Steinquadern, während im Hintergrund eine weite Sumpflandschaft mit schimmernden Wasserläufen und sattem Grün bis zum blauen Himmel am Horizont reicht

Heute gibt es an manchen Samstagen immer noch pro Führung einen echten Kanonenschuß. Ich habe das leider gerade verpaßt:

Schwarze Kanone auf einer hölzernen Lafette steht auf einer breiten Stiege hinter einer historischen Steinmauer mit Blick auf ein breites Gewässer

Groß ist das Fort wirklich nicht, aber es war sichtlich groß genug. Der Ranger hat es mit einem Polizeiauto an einer Interstate verglichen: Alleine die Anwesenheit genügt oft schon.

Das Fort Matanzas aus grauen Steinquadern erhebt sich auf einer grünen Wiese unter blauem Himmel, flankiert von einer wehenden Flagge am hölzernen Mast auf dem Wehrmantel

Auf der Festlandseite kann man noch einen netten Boardwalk durch die Küstenvegetation nehmen. Insektenspray nicht vergessen!

Ein hölzerner Steg führt durch einen dichten Wald mit knorrigen Bäumen, dunklem Geäst und sattgrünen Palmettos im Unterholz unter hellem Tageslicht

Pelikane sind in der Gegend häufig zu sehen. So einfach in freier Wildbahn:

Eine Formation von Pelikanen zieht am hellblauen Himmel mit weissen Wolken über einen ruhigen Flusslauf hinweg, während im Vordergrund helle Sanddünen und saftig grünes Ufergehölz das Bild prägen

Und natürlich wieder Eidechsen an jedem Pfosten:

Ein graubrauner Anolis klettert senkrecht an einer hellen Wand nach oben, während im dunklen Hintergrund weiche Lichtpunkte verschwimmen

Der Strand ist auch gleich Teil des NMs und darf daher nicht bebaut werden. Trotzdem darf man – wie in der Gegend üblich – mit dem Auto auf den Strand fahren. Nur kostet das nicht $5 pro Auto wie in Daytona Beach, es ist gratis (und sehr verlockend):

Ein weitläufiger Sandstrand unter blauem Himmel, gesäumt von bewachsenen Dünen mit hohem Gras im Vordergrund, während in der Ferne ein helles Auto und ein bunter Sonnenschirm am Meeresufer stehen

Und weil es verlockend war, hab ich’s doch auch gleich ausprobiert. Es gibt zwar eine Tafel, daß es nur für 4WD recommended ist, aber verboten ist dort nix. Also bin ich mit meinem Straßenboliden ‚runtergehüpft‘. Der Sand ist erstaunlich hart. Darum ist btw. Daytona Beach zum Autorennsport gekommen. Der harte Strand wurde damals gerne für Rennen (vorwiegend Hochgeschwindigkeitstests) verwendet, denn wo fand man Anfang des 20. Jhdts. schon lange ebene Straßen. Heute ist überall ein strenges 10mi/h Limit geposted.

Ein roter PKW parkt am breiten, hellen Sandstrand von Daytona Beach, im Hintergrund glitzern die sanften Wellen des Atlantischen Ozeans unter einem strahlend blauen Himmel

Das Wasser ist schön warm und recht klar (trotz Wellen). Sieht sehr verlockend aus:

Sanfte Schaumkronen auf klaren Wellen rollen an einen sandigen Strand, während im Hintergrund ein tiefblauer Himmel den Horizont rahmt

Überraschend viele Wasservögel tummeln sich am Strand. Vorallem die verschiedensten Rennvögel:

Ein grauer Wasservogel watet im seichten Uferbereich am sandigen Strand, während im Hintergrund dunkelblaue Wellen mit weißen Schaumkronen brechen

Auf dem nächsten Bild sieht man gleich zwei verschiedene Arten von Rennvögeln:

Drei grau-weiße Schnepfenvögel suchen auf dem feuchten Sand am Gehsteig der Brandung nach Nahrung, während im Hintergrund weiße Schaumkronen auf den blauen Wellen rollen

Nach dem kurzen Abstecher auf den Strand, ging es die restlichen Meilen nach Norden, nach St. Augustine. Gleich bei der Einfahrt kam die böse Überraschung: Die Löwenbrücke ist weg. Nicht geklaut, aber vollständig abgerissen. Keine Ahnung ob die nach einer Renovierung wieder auftaucht, oder ob die hässliche Ersattzbrücke bleibt. Das Zentrum mit dem Hauptplatz ist zum Glück unverändert. Man kann dort immer noch günstig für $1.50 die Stunde am Straßenrand parken. Diese Kirche steht auch noch dort:

Die creamfarbene Cathedral Basilica of St. Augustine in Florida ragt mit ihrem mächtigen Glockenturm in den blauen Himmel, während auf dem Asphalt im Vordergrund ein dunkler Geländewagen parkt

Dann geht man die Hauptfußgängerzone entlang und erfreut sich an dem diesesmal herrlichen Wetter. Letztes Jahr war hier viel überflutet und die Regenwolken waren nicht weit. Aber dieses Jahr war hier nichts zu befürchten:

Das Castillo de San Marcos in St. Augustine zeigt sich mit weiss verputzten Mauern, schindeldachgedeckten Holzbauten und Palmen im sonnigen Innenhof, während im Vordergrund eine US-amerikanische Flagge weht

Das alte Holzhaus ist immer noch da. Kein Hurricane konnte dem etwas anhaben:

Ein eingeschossiges historisches Holzhaus mit grauen Schindeln an der Fassade, einem holzgedeckten Dach mit zwei Dachgauben und geschlossenen Fensterläden steht an einem sandigen Gehsteig vor dichtem Grün und strahlend blauem Himmel

Und natürlich das älteste Holzschulhaus der USA. Ich wollte auch dieses Jahr keinen Eintritt zahlen um es von innen zu sehen. So baufällig wie es aber von außen aussieht, fällt es ohnehin bald auseinander.

Das Oldest Wooden School House in St. Augustine, Florida, ist ein historisches Blockhaus mit hölzernem Schindeldach und einem Rauchfang. Davor wehen Fahnen an einem Mast auf dem Gehsteig

St . Marco ist immer noch da. Hier habe ich btw vor einem Jahr meinen Jahrespaß für das NPS gekauft. Und da der Anfangsmonat nicht zählt, brauche ich dieses Jahr keinen neuen Paß kaufen. So zahlt es sich sicher aus:

Das Castillo de San Marcos in St. Augustine erhebt sich als massive graue Steinwehr hinter einer weitläufigen grünen Wiese mit Palmen unter blassblauem Himmel

Das alte Hotel gegenüber dem Flagger College ist schön renoviert:

Das historische Hotel Alcazar in St. Augustine mit seiner ockerfarbenen Fassade, roten Rauchfängen und markanten Türmen rahmt einen geschwungenen Brunnen auf dem gepflegten Vorplatz mit Palmen ein

Zurück nach Daytona Beach ging es wieder über die Interstate. Dieses Stück Interstate kenne ich jetzt sehr gut, denn als kleiner Hinweis vorweg: Der Strand beim Fort ist der schönste, den ich in der Gegend finden konnte…

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