Wakulla Springs SP

Heute habe ich mein geplantes Ziel doch noch erreicht. Zumindest irgendwie. Ich wollte doch nach Washington und das habe ich heute erreicht. Zwar nicht nach Washington DC. sondern nur Washington County (FL), aber besser als gar kein Washington, oder? 🙂

Neben dem Erreichen des ‘Zieles’ gab es noch ein echtes Highlight, der Wakulla Springs SP. Der liegt etwas sĂŒdlich von Tallahassee, der Hauptstadt von Florida:


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Gleich in der FrĂŒh in Pensacola wurde ich von einem Tier angebettelt, das es auf fast jedem Campingplatz gibt, ein Squirrel:

Nach dem FrĂŒhstĂŒck ging es wieder zurĂŒck auf die Interstate, denn der Weg entlang des Pfannenstiels von Florida ist lange und extrem fad: Ein wenig hĂŒgelig, links und rechts Wald. Und das Ă€ndert sich praktisch nie. Wie froh war ich, als ich die Interstate verlassen konnte und die wenigen Meilen sĂŒdlich mit TomToms Hilfe geschafft waren.

An der KĂŒste Floridas gibt es viele Quellen, die nach wenigen Meilen Fluß ins Meer fĂŒhren. Diese Quellen können sehr viele Tiere beherbergen und sind daher quasi als kleine Tierparadiese zu sehen. Wakulla Springs ist dabei eine der besten Quellen und kann mit einer Bootstour besichtigt werden. Ich kam nur 5 Minuten vor der stĂŒndlichen Bootstour an und konnte somit ganz ohne Wartezeit direkt zur Tour aufbrechen.

Der kurze Fluß ist völlig fĂŒr den privaten Zutritt gesperrt. Daher sind die Tiere völlig geschĂŒtzt und auch nicht so extrem vorsichtig. Gut fĂŒr die Besucher. Der Fluß ist links und rechts (und zum Teil auch mitten drinnen) von solchen BĂ€umen eingesĂ€umt:

Viele behaupten auf einer Flußfahrt in Wakulla Springs kann man mehr Tiere sehen als bei einem Besuch der Everglades. Ganz falsch ist das nicht, diese Tierdichte ist kaum zu schlagen. Daher hat auch der erste Alligator nicht lange auf sich warten lassen:

Wenn es im Rest der Welt kĂ€lter wird, kommen die Manatees nach Florida und ĂŒberwintern dort. Ich habe noch nie Manatees in freier Wildbahn gesehen, nur in einem anderen Statepark, der sich um die verletzten Tiere kĂŒmmert. An dem Tag hat sich das aber geĂ€ndert, ĂŒberall waren Manatees zu sehen:

Die Tour geht ein StĂŒck den Fluß in Richtung Meer und danach wieder zurĂŒck an den Ausgangspunkt. Alleine die Fahrt ohne Tierbeobachtungen wĂ€re die Flußfahrt schon wert:

Anhingas sind eigentlich Fische mit FlĂŒgeln, denn sie tauchen lange und gut. Dazu können sie kein Fett in den FlĂŒgeln brauchen und werden so richtig naß. Trocknen und Putzen ist danach angesagt:

Manchmal wachsen BĂ€ume direkt im Wasser. Sieht seltsam aus, ist dort aber normal:

Weitere Alligatorensichtungen lockerten die Fahrt auf. Der BootsfĂŒhrer tuckerte zu allen Alligatoren hin damit man sie gut sehen konnte. Den Alligatoren war das ziemlich egal:

Ibisse, Reiher aller Art und sonstige Vögel gibt es dort zu Hauf. Man kann sich kaum entscheiden, wen man da fotographieren soll:

Wenn es einen perfekten Liegestamm gibt, dann muß es wohl der sein. Denn warum sonst sollten so viele Schildkröten auf einem Stamm sitzen?

Selten aber doch sieht man einen Vogel nicht nur auf der Lauer sondern auch mit seiner Beute:

Kaum ist der Krebs weg, schon geht die Suche nach dem nÀchsten weiter:

Auch auf der RĂŒckfahrt gab es genug Alligatoren zu sehen:

Und Vögel auf der Jagd:

Ganz stolz sind die Leute vom Statepark, daß große Teile der Original-Tarzan-Filme mit Johnny WeißmĂŒller im Statepark gedreht wurden. Hier eine der HauptdrehplĂ€tze, wo Tarzen herumgeschwommen ist:

In Tarzan’s Dickicht fand sich dann auch noch eine braune Baumschlange, die sich malerisch auf einem Ast gerĂ€kelt hat:

Die wenigen Meilen zu unserem Campingplatz in Perry waren schnell zurĂŒckgelegt. Dort kann man extrem gĂŒnstig ĂŒbernachten, aber wir hatten es noch besser. Da er auf dem Platz gerade mit ein paar Ameisen im Clinch war, hat er uns angeboten fĂŒr den Preis eines Zeltes in einer HĂŒtte zu ĂŒbernachten. Da haben wir natĂŒrlich zugeschlagen. Damit sind $21 fĂŒr eine Nacht in der HĂŒtte wohl der absolute Preisrekord.

Am nĂ€chsten Tag ging es zu einem erholsamen Strandbesuch nachdem wir einmal TomTom ĂŒberstimmt hatten und ganz anders gefahren sind als er wollte.

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