Die Strecke ist i.a. wenig variabel, da in fahrbarer Distanz wenig andere Campingmöglichkeiten vorhanden sind. Bei Schönwetter wollen wir einmal die Küstenstraße probieren, aber Schönwetter war wie häufig in der Gegend nicht angesagt. Daher ging es mit einem Zwischenstopp in New Orleans nach Scott:
Nach dem sonnigen späten Nachmittag konnten wir einen sehr schönen trockenen Abend im Freien verbringen. In der Nacht sind dann aber einige ziemlich heftige Gewitter drüber gezogen. Zum Glück gab es aber zum Frühstück wieder Sonne. Das Zelt konnte so flott trocknen:
Die weitere Fahrt war irgendwie eine Kneippkur. Es war zwar nicht warm und kalt, aber es war sonnig und extrem naß. Nach sonnigen Abschnitten folgten weltuntergangsartige Gewitter. Die Gewitter wurden aber je weiter wir in den Westen kamen immer seltener, sodaß wir uns entschlossen haben den Umweg nach New Orleans zu wagen. Wir kamen auch bei strahlendem Sonnenschein durch die Stadt, aber ein unvorstellbarer, gigantischer Navigationsfehler des kartenführenden Beifahrers führte zu einem 1.5 stündigen Umweg (und dem dauerhaften Entzug der Kartenleseberechtigung). Da hatten uns auch wieder die Wolken gefunden; das Sonnenloch war offensichtlich begrenzt. Wie wir daher vom Parkplatz weggegangen sind, hat es schon ziemlich rumgewolkt. Rumwolken heißt aber in New Orleans nicht frieren, ganz im Gegenteil, bei 30 Grad und mehr wird es dann ziemlich schwül.
An der Riverfront ist wie immer die Oldtimerstraßenbahn unterwegs:
Der River fließt trotz Überflutungswarnungen (die Kaltfront war doch auch sehr naß) recht normal:
Die zentrale Kirche ist auch kaum zu übersehen:
Seit der Renovierung wegen des Papstbesuches ist die Kirche innen sehr hübsch. Das konnte auch der Hurrikane, der New Orleans ziemlich zerstört hat, nicht ändern:
Jedes der Fenster zeigt ein völlig anderes Motiv in Glas. Wirklich sehr schön:
Immer wieder hat die Sonne dann doch noch durch die Wolken gelugt, sodaß die Fotos ein Glückspiel waren. Die Kameras waren ebenso sehr gefordert, denn Sonne, helle und dunkle Wolken machen das Belichten nicht leicht:
Generell scheint es in New Orleans aufwärts zu gehen. Man sieht wieder sehr viele Touristen, die Lokale sind gut besucht und auch Straßenkünstler sind wieder in größerer Anzahl zu sehen. Die Wolken konnten die Touristen nicht schrecken und es war daher im Zentrum sehr belebt. Man mußte schon ein wenig rumlaufen um die Häuser ohne Menschenmassen fotographieren zu können. Gegen Autos konnte man sich ohnehin kaum wehren:
Nur selten sieht man die alten Häusern mit den berühmten Eisenbalkonen ohne Menschenmassen und Autos:
Die Straßenschilder sind oft auf Kacheln gemalt:
Die Lilie ist in Louisiana überall als Symbol zu sehen, in New Orleans ist das Symbol aber kaum wegzudenken:
Wieder etwas mehr im Zentrum schwärmen die Leute überall aus:
Hier findet man auch die Straßenkünstler. Den auf der Leiter stehenden Arbeiter habe ich schon 2007 gesehen und fotographiert:
Zwei Gruppen haben Louisianastyle Musik gemacht und waren gar nicht so schlecht. Ich habe davon auch Videos; die kommen aber erst auf die Homepage:
Die Preise sind jedoch ziemlich heftig und ich kann mir nicht vorstellen, daß New Orleans so wieder zum großen Tourismusmagnet wird. Am Hauptplatz findet man z.B. einen Tabasco Shop. Da kosten die Standard Tabasco Flaschen flockige $7. Bei Safeway kosten die $3.50, bei Target und Walmart $2.50. Das kann doch nicht ernst sein.
Trotzdem ist ein kurzer Rundgang im French Quarter immer zu empfehlen, die Gebäude sind nett und sehenswert (der Parkplatz ist teuer aber für ein bis zwei Stunden bezahlbar):
Weiter ging es dann relativ trocken nach Scott, wo ich schon öfter einen Pausentag für Avery Islands und Tabasco eingelegt habe. Dieses Jahr ging es aber gleich weiter nach San Antonio.