Die gute Nachricht zuerst: Es hat auch in der Früh nicht geregnet. Die weniger gute: Es war bewölkt und die Wolken waren sehr dicht über dem Boden. Manche Handysender waren oben schon in den Wolken. Das waren keine so gute Voraussetzungen für St. Marks und wir sind daher gleich nach Pensacola gefahren. Das war auch die absolut richtige Entscheidung, wie sich am Nachmittag gezeigt hat:
In Pensacola angekommen haben wir das Zelt aufgestellt und sind danach in das National Naval Aviation Museum gefahren, das sich nur wenige Meilen neben dem Campingplatz befindet. Das Museum rühmt sich eines der weltgrößten zu sein und für war, es hat schon etwas. Der Anweg ist aber einmal mehr nicht ganz einfach, da sich das Museum mitten im Gelände der dortigen AFB befindet. Die nette Wachsoldatin am Eingang war aber nicht mühsam und hat recht unkompliziert den grünen Passierschein für Touristen ausgestellt.
Leider hat es in Pensacola zunächst auch noch ziemlich rumgewolkt, die Ausstellung ist aber indoor und daher waren uns die Wolken egal. Die Tram-Tour zu den Außenausstellungsstücken ging sich ohnehin nicht mehr aus, dazu waren wir zu spät dran.
Vor dem Eingang steht/fliegt ein Flugzeug. Das war unser einziges Außenexponat:
Das ganze Museum ist ‘nur’ eine (Gesamt)Halle, die jedoch aus verschiedenen (Einzel)Hallen besteht. Man wandert daher durch verschiedene Hallen, die an ihren Überschneidungsflächen großräumig verbunden sind. Der Blick in den Eingangsbereich ist noch recht normal:
Kaum ist man aber am IMAX Theater vorbeigegangen, betritt man die erste Ecke der großen Halle und ist erstaunt, wie viele Flugzeuge in so einen Raum passen. Man weiß garnicht wohin man zuerst schauen soll. Fangen wir einmal mit einem älteren Stück an:
Die Flugzeuge stehen am Boden und hängen in mehreren Ebenen darüber. Es ist daher nahezu unmöglich, nur ein Flugzeug zu fotographieren. Hier ein Jet vom Boden
und hier gleich eines, das darüber hinweg braust:
An Flugzeugen gibt es nahezu alles, was man sich vorstellen kann. Alte und neue Übungsflugzeuge, Hubschrauber
Wasserflugzeuge
aufgeschnittene Flugzeuge (um die Bedingungen der Besatzung zu zeigen)
ja sogar Zeppeline bzw Teile davon:
Pensacola ist auch die Heimat der Blue Angels. Zwei mal die Woche kann man gleich hinter dem Museum die Übungen der Blue Angels sehen (Um 8:30 in der Früh. Also nix für mich.). Daher ist es nicht allzu verwunderlich, daß die Blue Angels einen eigenen Ehrenraum haben. Den kann man auch für jegliches Fest mieten. Vor kurzem wurde dort sogar eine Hochzeit gefeiert. Wer will denn nicht die Hochzeit unter öltropfenden Flugzeugen feiern?
Da die Navi auch an der Raumfahrt beteiligt ist, darf eine Apollokapsel in dem Museum natürlich auch nicht fehlen:
Nett an der Kapsel ist die Sicht nach innen. Die ist noch gut erhalten:
Die Flugzeuge kann man vom Boden aus besichtigen oder aber auch vom 1. Stock. Man kann daher sehr viel Zeit in den Hallen verbringen und trotzdem immer wieder Neues sehen. Es ist einfach unglaublich voll. Wie sie z.B. das Monster in die Mitte einer Halle gebracht haben, ist mir völlig schleierhaft:
Eines steht fest, in das Museum werde ich wohl bald zurückkehren. Das beste habe ich doch auch bisher noch ganz vergessen zu erwähnen: Der Eintritt ist frei!
Da ich schon den heiligen grünen Zettel für die AFB hatte, bin ich auch noch schnell zu den anderen Sehenswürdigkeiten gefahren, die sich ebenfalls auf dem Gelände befinden. Das Fort Barrancas NM zeigt eines der Forts aus einer Serie, die die Ostküste beschützen sollte. Dieses Fort war gut gebaut und steht auch heute noch. Leider sind die Öffnungszeiten mit 4:45pm ziemlich begrenzt. Ich war daher beim Rundgang eher im Stress. Fangen wir also ganz schnell beim landeinwärts liegenden Eingang an. Wie man sieht hat sich auch die Sonne ein wenig Platz gemacht:
Die verschiedenen Flächen waren früher mit Kanonen gespickt. Heute ist nur mehr diese eine übrig:
Das Fort hatte einen Vorbau, der die erste Reihe der Kanonen beherbergte. Der Zugang dazu war unterirdisch über einen schmalen Gang. Zunächst der Blick zurück vom Vorbau auf das Fort:
Der unterirdische Gang ist im vorigen Bild rechts unten im Bogen noch ein wenig zu sehen. So sieht das ganze aus der Nähe aus:
Der obere Wall ist hohl. Von dort aus kann man durch Schießscharten den Feind niedermachen, oder auch nur seine Waren in kleinen Kellerabteilen lagern:
Mehr ging sich leider nicht aus, der Ranger wollte zusperren. Also bin ich noch zum Leuchtturm gefahren, der bei meiner Ankunft noch bis zur Hälfte in den Wolken steckte. Jetzt am Abend könnte man sich das nicht mehr vorstellen:
Am nächsten Tag ging es so richtig durch die Schlechtwetterfront, wobei auch da mein Besuchsziel mehr als nur begünstigt war: New Orleans.