Irgendwann mußte es ja einmal so weit sein: Ich mußte quasi das Paradies verlassen und damit Miami. Uns wäre noch einiges an Dingen eingefallen, aber ich muß nach LA zurück. Da hilft nix. Zusammenfassend muß gesagt werden: ICH KOMME SICHER WIEDER!
So schönes Wetter hatten wir auch noch nie, das schlimmste waren ein paar Wolken und eine nießende Wolke. Gewitter haben wir nur an den ersten zwei Abenden weit entfernt gesehen. Es war so warm wie noch nie (28°C Tiefstwert, 35°C Höcstwert). Was will man mehr? Nächstes mal soll es wieder auf die Keys gehen. Ich habe einen Statepark mit recht günstigen Campingmöglichkeiten (für die Gegend halt) gefunden. Da will ich unbedingt hin.
Aber nun zum Auszug aus dem Paradies: Da wir unverschämt mehr Zeit in Miami verbracht haben als eigentlich geplant, mußte der Rückzug auch eher flott geschehen. Wenn man eine noch nie gefahrene Direktroute nimmt, kann man Perry, ganz oben im Norden Floridas an einem Tag erreichen. Bei der Streckenführung war ich einmal mehr nicht mit TomTom einer Meinung. Er liebt Interstates und mag keine Highways (nur auf Langstrecken, bei Kurzstrecken gurkt man auf den kleinsten Feldwegen rum). Nur die Interstates sind nicht so leer wie er sich das vorstellt (obwohl er es mit IQ Routes 2 wissen sollte). Daher neige ich eher zu Highways, die wenigstens nicht zugestaut sind.
Wie die Route zeigt, habe ich mich durchgesetzt:
Bisher wollte ich nie die Florida Turnpike fahren, denn wer zahlt schon gerne für eine Autobahn, wenn es viele gratis gibt. Nun wollte ich aber heute viele Meilen schaffen und das geht mit der Turnpike aufgrund der Lage gut. Überraschenderweise sind die Mautgebühren eher moderat. Für 160mi (quer durch Florida) sind es $10.50. Nur irgendwie kam es wieder nicht dazu.
Miami ist verkehrstechnisch mühsam. Kaum besser als LA. Da ‘mein’ Campingplatz aber fast in Homestead liegt und das von der Küste abgewandt mitten im Farmersland, ist die 997 (ein normaler Highway) nur wenige Blocks entfernt. Auf dem läßt es sich gut fahren, man sieht die Stadt nicht einmal. Das folgende Foto wurde in der Höhe von Miami Downtown aufgenommen. Sieht das nach Großstadt aus?
Und wenn man schon da ist, kann man auch gleich auf den Highway 27 fahren, denn die I95 macht einen Schlenkerer nach Osten und ist auch immer voll. Tja und schon kommt man fast nur mit Highways auf die I75. Ich habe dann, um Ocala zu umfahren, doch noch 18mi Turnpike bezahlt (für ganze $1.25) und bin nach wenigen Meilen I75 wieder auf den Highway 27 zurück, auf dem auch mein Campingplatz in Perry liegt.
Bei Ocala hätte mich fast der Schlag getroffen: Hügel!!! Für Florida muß das ein Hochgebirge sein, mein armes Auto war es doch garnicht mehr gewöhnt:
Sonst verging der Tag mit Fahren, Fahren und ein wenig Einkaufen. Bei Walmart, im Florida Citrus Center (die haben dieses Jahr geniale Tangerinen!) und beim Mäcki, wo es einen doppelten Hamburger um 70 €-Cent (=1$) gibt.
Morgen geht sich der Besuch eines Naturreservates aus, ob das Wetter mitspielt ist jedoch noch nicht gesichert, zwischen hier und Texas hängt wieder ein übles Tief. Überflutungswarnungen sind schon herausgegeben worden.