San Antonio Botanical Garden

Nach so viel Fahren wieder ein Tag der Erholung mit kurzem Anweg und ohne Notwendigkeit des Zeltab/aufbaus. Einfach ein gemütlicher Tag im San Antonio Botanical Garden:


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Der Weg dorthin ist in wenigen Meilen geschafft. Wenn nicht ein Auto auf der Autobahn auf dem Dach gelegen hätte (und die vielen Rettungsleute haben nichts Gutes vermuten lassen), wäre die Anfahrt nicht einmal erwähnenswert gewesen. Wir konnten den Unfall aber gerade noch auf der Autobahnbegleitstraße (das ist in Texas recht üblich) umfahren und sind somit nicht im Stau gestanden.

Die letzten Meter bis zum botanischen Garten waren noch spannend, denn obwohl dieses mal der TomTom richtig gelegen hat, sah es bisweilen ganz und garnicht danach aus; ganz kleine und einsame Straßen waren zu fahren. Die URL des botanischen Gartens ist übrigens aus englischer Sicht logisch, im deutschsprachigen Raum hätte man sie sich wohl nicht ausgesucht: www.sabot.org

Der Garten wirkt am Plan einmal mehr eher klein, aber vor Ort kann man ganz schön herumhatschen. Der Garten ist wieder in verschiedene Bereiche aufgeteilt, konzentriert sich aber vorwiegend auf die verschiedenen Bereiche Texas. Bei der Größe von Texas reicht das auch:

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Man betritt den Garten durch ein altehrwürdiges Haus, in dem man auch sehr elegant Essen kann. Gleich hinter dem Haus wird man fast von den Blumen gefressen:

Im Herbst hat der botanische Garten die Big Bug Ausstellung. Insekten werden dabei in überdimensionaler Größe in den verschiedenen Bereichen des Gartens platziert. Das wertet meiner Meinung nach den Garten immens auf:

Der formelle Rosengarten ist zwar schon recht verblüht, macht aber auch in dem Zustand noch einiges her:

Einige Rosen sind dennoch in sehr gutem Zustand:

Im verwunschenen Garten gleich nebenan lungert nicht nur ein weiterer Riesenkäfer, sondern auch hübsches Blattwerk mit Schatten:

Überraschend war die Anzahl der Schmetterlinge. Schon am Vortag wimmelte es überall von Schmetterlingen, sodaß mein Auto ziemlich übersäht von Selbstmördern war. Hier im Garten schwebten ganze Wolken von Schmetterlingen herum, es war ein einziges Geflattere:

Die Schmetterlinge sind garnicht klein. Aber wirklich hübsch:

Diese blauen Blumen sind auch bei den Schmetterlingen sehr beliebt. War garnicht so einfach ein Foto ohne Schmetterlinge zu machen:

Am Plan in Richtung links-oben gehend kommt man am zentralen Aussichtshügel vorbei. Dort tummeln sich die Riesenameisen:

Einige historische Häuser aus ganz Texas wurden in den botanischen Garten gerettet und in restauriertem Zustand aufgestellt:

Rund um einen See mit einer Entenmafia, die gnadenlos jeden Anhält der sich in die Gegend wagt, führt ein netter Weg durch texanischen Wald. Zu so einem Wald gehört natürlich auch ein echtes Blockhaus:

Im See tummeln sich nicht nur die Enten und eine Riesenlibellenskulptur, sondern auch Wasserschildkröten:

Im anliegenden Bereich geht es um die Wüsten von Texas. Kakteen und andere Trockenpflanzen sind dort auf einem großen sehr schön angelegten Hang zu finden. Scheinbar hat es in Texas wirklich brav geregnet, denn so grün ist die Wüste wohl selten:

In dieser Gegend ist auch ein Kindergemüsegarten enthalten, in dem Kinder an Wochenenden unter Aufsicht Gemüse pflanzen und ernten können. So sollen Kinder einen besseren Einblick in die Gemüseproduktion erhalten. Die Getränkeautomaten sind dort ebenfalls sensationell: Eine 20oz Flasche Getränk ist um 1$ zu haben. So billig habe ich es sonst noch nicht gefunden. Das war auch ein Grund ein wenig im Schatten zu rasten und die Aussicht zu genießen:

Am Plan auf der rechten Seite sind die Glashäuser zu finden. Dorthin sind wir zum Abschluß des Gartenbesuches gegangen. Das seltsame an den Glashäusern ist die Art sie zu betreten: Alle Eingänge liegen vertieft, nur die Glaskuppeln schauen aus dem grünen Hügel raus.

Einmal in der Vertiefung sind die Glashäuser ringsum angeordnet. In der Vertiefung gibt es auch noch einen See, Blumen und wieder sehr viele Schmetterlinge:

Am Weg zum Ausgang durchquert man einen Garten für Blinde, auf dem verschiedene Pflanzen zu erfühlen und zu erriechen sind. Die Pflanzen sind in Hochbeete gesetzt, sodaß man sie ohne Bücken leicht erreichen kann. Ein Relief des Bereiches macht die Anordnung tastbar. Einige Pflanzen sind aber auch hübsch anzusehen:

Der Japanische Garten darf auch nicht fehlen. Dieser leidet aber wie einige anderen Bereiche an der Verordnung, daß alle nur der Erbauung dienenden Wasseranlagen trocken zu legen sind: Auswirkungen der Dürre. Einen hübschen Einblick bekommt man aber auch ohne Wasser (wenn man lange sucht):

Der Weg zurück zum Campingplatz führte uns noch über einen Walmart, den wir schon Tags zuvor aus dem Internet herausgesucht hatten. Billiges Tanken und Essenseinkauf waren dort angesagt. Zum Snacken haben wir dort Chicken Popcorn probiert: Wirklich sehr empfehlenswert!

Am nächsten Tag ging es dann weit. Sehr weit!

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