Das weite, karge Becken des Dinosaur National Monument zeigt sich von steilen Felswänden und grünen Nadelbäumen im Vordergrund eingerahmt unter klarem Himmel

Dinosaur NM – Colorado Teil

Nach einer wieder einmal seeeeehr frischen Nacht ging es zum zweiten Teil des Dinosaur NM und von da an begann der langsame Abstieg in den Süden:


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Ja, ja, die Nächte haben es im Herbst auf entsprechender Höhe in sich. Hat man am Tag um die 30°C so sinken die Temperaturen auf 5-10°C in der Nacht. Wenn man aber bei 8°C (nehmen wir mal die Mitte) auf einer Bank sitzt und was auf seinem Computer tippt, dann wird es ziemlich frisch. Aber was soll’s, ist halt so. Sollte jemand mit mir Mitleid haben, ich nehme gerne ein gesponsertes Wohnmobil. Smiley So ein kleines wäre doch nett, oder?

Der zweite Weg ins Dinosaur NM fängt in Colorado an, schleicht sich aber wieder heimlich nach Utah zurück; daher ist ‘Colorado Teil’ nun nicht 100% korrekt. Auch der auf der NPS Karte verwendete Name Canyon Area ist etwas mißverständlich, denn man fährt definitiv in keinen Canyon, ganz im Gegenteil, man fährt auf einen Bergkamm, wo man in Canyons runtersehen kann. Die ersten Meilen geht es aber eigentlich nur rauf:

Das Colorado National Monument mit seiner geschwungenen Asphaltstraße, der orangen-gelben Felswand aus Sandstein, grünen Sträuchern und tiefblauem Himmel Eine asphaltierte Straße mit gelben und weißen Bodenmarkierungen führt durch eine hügelige, karge Steppenlandschaft unter blauem Himmel Eine asphaltierte Straße mit doppelter gelber Mittel Linie und weißen Randlinien schlängelt sich durch eine weite, hügelige Steppenlandschaft unter blassblauem Himmel Eine schwarze Asphaltstraße mit gelber Mittelstrichmarkierung und weiße Randlinien führt durch eine hügelige, trockene Graslandschaft unter blauem Himmel. Am Fahrbahnrand schützt eine Leitschiene vor dem Abhang

Oben einmal angekommen geht es mehr oder minder eben dahin (das ist eine Autofahreraussage, als Radler wäre ich da vorsichtiger). Man hat jedenfalls mal einen netten Blick zurück ins Tal:

Das weite Colorado National Monument zeigt im Vordergrund ockerfarbene Felsbrocken und spärliche Sträucher, während sich in der kargen Hochebene ein flaches Tal unter klarem blauem Himmel erstreckt

Einige Meilen später kommen die ersten Aussichtspunkte. Da wird es erst spannend und hübsch (für die Ungeduldigen Fahrer: Man muß schon gute 20mi aushalten, bis es spannend wird):

Ein knorriger Wacholder wächst mit tiefen Wurzeln aus ockerfarbenem Gestein auf einem kahlen Plateau, umgeben von kargem Buschwerk unter tiefblauem Himmel Der weite Ausblick vom Dixie National Forest in Utah zeigt eine tiefe Schlucht mit rötlichen Felsen und hellen Sandsteinkanten, eingerahmt von dichten Nadelbäumen unter einem blauen Himmel Das Mesa Verde National Park-Gebiet zeigt eine weite Schlucht mit steilen, ockerfarbenen Felswänden, umgeben von dichtem Nadelwald und markanten, trockenen Baumstämmen im Vordergrund unter einem blauen Himmel

Gegen Ende der Straße könnte man mit einem Auto mit hoher Bodenfreiheit 13mi zum Fluß runter durch den Echo Canyon fahren. Soll echt toll sein, mit Höhle, steilen Wänden und allem was Spaß macht. Kleiner Haken an der Sache: Mein Impala hat so ziemlich 0 Bodenfreiheit, mein eigener Megane ist im Vergleich ein Geländewagen. Also habe ich bei der Straße gepaßt. So jedenfalls schlängelt sie sich runter:

Das Dinosaur National Monument zeigt eine weitläufige, hügelige Halbwüstenlandschaft mit spärlicher grüner Vegetation, einer geschwungenen Schotterstraße im Tal und einem hellen, gewaltigen Felsabbruch im fiesen Hintergrund unter blauem Himmel

In vielen Bereichen der USA liest man Warnschilder: Open Range. Kühe dürfen also ohne Zaun überall hin, auch auf die Straße. Bisher habe ich das einfach zur Kenntnis genommen, auf einem Teilstück des Scenic Drives (der private property ist) wurde ich jedoch deutlich darauf aufmerksam gemacht, wem hier die Gegend gehört: Eine Kuh säugte ihr Kalb mitten auf der Straße:

Eine schwarze Kuh und ihr Kalb stehen auf einer asphaltierten Freilandstraße mit gelber Bodenmarkierung, umgeben von trockenem Grasland und Sträuchern unter klarem Himmel

Nach etwas Warten war die Kuh leer und sie trollte sich, der kleine Stier war ziemlich angefressen (aber deswegen nicht satt).

Am Ende des scenic drives hofft man auf geniale Ausblicke, wird aber enttäuscht: Genau dort sieht man nämlich nix außer Wald. Man kann aber einen 1.6mi langen Wanderweg zu einem Aussichtspunkt machen. Vollmundig werden mehrere geniale Aussichten beworben. Also habe ich mir meine Trinkflasche und meine Kamera geschnappt und bin los. Zunächst geht es durch den Wald. Kurz darauf der erste Ausblick:

Das Colorado National Monument zeigt im Vordergrund dunkle, knorrige Astgabeln eines kahlen Baumes über sattem Nadelgrün, während im weiten Hintergrund steile Sandsteinhänge unter strahlend blauem Himmel liegen

Der seltsame Stein in der Flußkehre heißt übrigens Steamboat-Rock. Damit man das besser sehen kann, das ganze ein Stück näher:

Das beeindruckende Colorado National Monument zeigt eine karge Schluchtlandschaft mit ockerfarbenen Felsen, umrahmt von sattgrünen Nadelbäumen im Vordergrund, während unten ein Fluss durch das Tal fliesst

Der Weg ist einer der bösen. Man nimmt sich vor nur noch bis zum nächsten Eck zu gehen und dort bis zum nächsten Eck usw. Jedenfalls ist die Beschreibung der Aussichtspunkte nicht falsch: Wer den Wanderweg nicht gemacht hat (und 3.2mi Rundtour sind nun auch wieder nicht so lang), hat eigentlich das beste verpaßt.

Das mächtige Dinosaur National Monument im US-Bundesstaat Utah zeigt eine tiefe Schlucht mit steilen, rötlich-braunen Felswänden, durch die sich der grüne Green River windet. Im Vordergrund rahmen dichte grüne Nadelbäume und trockenes Astwerk den weiten Blick auf die kargen Hänge und die ferne Bergkette

Der Weg führt nach dem Wald einen Kamm entlang und man kann – wie bei so einem Kamm nicht unüblich – auf zwei Seiten runterschauen. Links hat man Ausblicke auf einen Fluß (siehe vorher) und rechts auf ein Gewirr mit Canyons (und dem Steamboat-Rock):

Das Dinosaur National Monument zeigt eine weitläufige, arid geprägte Schluchtenlandschaft mit ockerfarbenen Felswänden, durch die sich ein Fluss windet, eingerahmt von bewaldeten Hügeln im Vordergrund und dunstigen Bergen im Hintergrund

Noch einmal Fluß und Canyonlandschaft als Panorama:

Der Dinosaur National Monument in den USA zeigt eine gewaltige, schroffe Schluchtlandschaft mit ockerfarbenen Felswänden, durch die sich tief unten ein grünlicher Fluss windet, während im Vordergrund Buschwerk und Nadelbäume spriessen Das imposante Dinosaur National Monument zeigt im weiten Canyon den grün schimmernden Fluss in tiefem Tal, eingerahmt von schroffen Felswänden, dichten Nadelwäldern und kargen Hochenebenen unter hellem Himmel

Das Ziel der Echo-Canyon Straße kann man vom Wanderweg auch gut sehen:

Das weite, karge Becken des Dinosaur National Monument zeigt sich von steilen Felswänden und grünen Nadelbäumen im Vordergrund eingerahmt unter klarem Himmel Der weite, trockene Canyon des Bighorn Canyon National Recreation Area zieht sich unter strahlend blauem Himmel durch eine karge, hügelige Landschaft, eingerahmt von erdfarbenen Gesteinsschichten und im Vordergrund knorrigen, silbergrauen Bäumen auf steiniger Heide

Nach einem Picknick ging es dann in den Süden, wieder zum Ausgang des NPs:

Eine kurvige Asphaltstraße mit doppelter Bodenmarkierung und grauer Leitschiene führt durch eine weite, hügelige Steppenlandschaft unter klarem, hellblauem Himmel. Rechts erhebt sich eine massive, sonnenbeschienene Felswand, während im weiten Hintergrund flache Bergrücken den Horizont bilden

Mein lieber TomTom hat wieder einen Abschneider gefunden und schon ging es über Berg und Tal in Richtung Grand Junction, CO. Der letzte Berg ist ein wenig heftiger und man kommt auf gute 2500m Höhe. Beim wieder Runterfahren geht es auch recht steil zu:

Die gewundene Fahrbahn verläuft entlang einer steilen, hellen Felswand mit grauen Schichten, während links eine Leitplanke den Blick in das Tal freigibt und bewaldete Hänge den Horizont säumen

Das Schild ‘Frequent Deer Crossing’ ist auch dort ernst zu nehmen. Auf dem folgenden Schnappschuß sieht man auch warum (leider war unter den Bedingungen kein besseres Foto drinnen):

Ein Reh steht am Fahrbahnrand einer asphaltierten Straße und blickt aufmerksam aus dem Schatten dichtem Mischwalds mit saftig grünen Fichten und herbstlich gelben Laubbäumen hervor

Am Abend haben wir noch (zum tierischen Abschluß) Besuch einer Gottesanbeterin bekommen. Hautnah:

Eine braun-grüne Gottesanbeterin sitzt auf einem menschlichen Finger, wobei ihre Fangbeine nach vorne gerichtet sind und ihr Kopf direkt in die Kamera blickt

Der nächste Tag war dem Black Canyon NP gewidmet, aber wie so häufig, Pläne halten nicht wirklich lange.

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