Das Tennessee Aquarium, Chattanooga, TN

Im Prinzip war es nahezu ein kompletter Besuchstag ohne viel Fahren, in der Früh waren wir westlich der Stadt, am Abend südlich:


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Nach nicht einmal einer halben Stunde Fahrt standen wir am Parkplatz des Aquariums. $9 für’s Parken ist absolut nicht geschenkt, aber wir haben das mehr ausgenutzt als wir gedacht hätten. Das Aquarium soll man in 2½ Stunden schaffen. Das wäre gerade mal bis maximal 13 Uhr. Wir haben aber eine etwas außergewöhnliche Art, die nicht in den geschätzten Zeitrahmen paßt.

Die Aquariumtickets haben wir schon am Campingplatz gekauft (eigentlich Gutscheine dafür), denn dann bekommt man sie um $1 billiger; besser als nix. Wenn man mit den Tickets einen IMAX-Film dazu nimmt, gibt es den um nur $6. Also habe ich den auch noch genommen. Und wie sich so zeigen wird, das alles dauert.

Das Aquarium liegt direkt am Fluß und man kann dort neben den beiden Aquarienhäusern IMAX-Filme schauen und eine Bootstour am Fluß buchen. Weil noch etwas Platz in der Gegend ist, bauen sie gerade das Geschichtszentrum auch noch dazu. Das ganze wird künstlerisch mit Brücken verbunden. Das Haus mit den vielen Glaszipfeln am Dach ist das River Journey Haus, der Glaszipfel rechts ist das kleinere Ocean Journey Haus, und rechts im Schatten bauen sie am Geschichtszentrum:

Irgendein Künstler hat auch die Springbrunnen aus einem aufgebrochenen Boden erdacht:

Wir haben mit der Ocean Journey begonnen. Man sieht von der Glaskuppel sehr schön auf den River Journey hinüber. Man sieht auch aus der Perspektive, wie nahe die Gebäude am Fluß stehen:

Die Glaszipfel sehen nicht nur ungewöhnlich aus, sie haben auch einen praktischen Grund: Man kann sie als Glashäuser verwenden. Im Ocean Journey gibt es ein riesiges Fischangrabschbecken, wo man Rochen, Haie und anderes Getier mit zwei Fingern (das bläuen sie einem ein) antapschen darf:

Ein kleines Schmetterlingshaus paßt auch noch auf das Dach:

Ein Stockwerk tiefer tummeln sich Pinguine. Der hier macht sich wohl gerade über die Menschen lustig:

Gleich danach kommt man zur Hauptattraktion des Ocean Jouneys: Ein riesiges Becken, das man aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven betrachten kann:

In verschiedenen kleineren Becken kommt man auch zu anderen Tieren. Riesenkrabben, Nadelfische oder Oktopusse:

Noch einmal das Riesenbecken von einem weiter unten gelegenen Beobachtungspunkt. Man kann so erahnen wie hoch das Becken ist. Wenn da das Wasser rausfließt…

Sehr hübsch ist die Quallenausstellung. Angreifen will ich da keine, aber anzusehen sind sie nett:

Und zuletzt noch Einblicke von ganz unten ins Riesenbecken:

Neu im River Journey Gebäude sind Vogelvorführungen im Keller. Verschiedene Vögel werden da hergezeigt und können auch in dem Raum herumfliegen. Diese Minieule zählt zu den aggressivsten Eulentieren; klein aber oho. Ach ja, sie haben auch gleich mit einem Mythos aufgeräumt: Alle Geschichten sprechen von der weisen Eule. Fehlanzeige, es gibt kaum dümmere Vögel. Dafür jagen sie halt gut:

Die Seepferdchenausstellung ist immer noch ein Hit, die Drachen (Fetzenfische) sind auch Seepferde:

Dann aber ganz nach oben ins Glashaus: Ein Wasserfall plätschert, Vögel zwitschern, Forellen hüpfen in einem Teich:

Man folgt diesem Wasserlauf bis es immer dunkler und ruhiger wird. Zwischendurch verläßt man den Hauptwasserlauf (mit riesigen Becken) und kommt zu anderen Flüssen der Welt. Dort schwimmt auch dieser kleine Kerl:

In Terrarien tummeln sich Frösche aller Welt:

Zur Verdeutlichung der Anordnung, hier ein Bild von der Hauptwendel: Man sieht hier das Hauptbecken und andere große Becken, an den Kehren geht man in die Ebenen mit den Flüssen der Welt:

Alligatoren, Schlangen und Schildkröten haben wieder eine Glasüberdachung (und damit mehr Licht):

Bei den Schildkröten gab es auch eine Livevorführung des Begriffes: Einem auf’s Dach steigen:

Damit die beckenlosen Enden nicht so fad sind, gibt es dort eine Wasseranimation:

Diese Langhalsschildkröte ist übrigens abgetaucht:

Sehr nett sind die Becken, wo reale Umgebungen simuliert werden. Z.B. ein See mit Boot und Steg, oder Bäumen im Wasser:

Recht tief unten kommt man zu dem hübschen Kerl (oder ist es gar ein Weibchen?)

Auf der Homepage wird es ein nettes Zusammenfassungsvideo geben, denn die neuen Videomöglichkeiten meiner Kamera mußten ja auch getestet werden.

Tja, und nun zur Zeit. Die 2½ Stunden für das ganze Aquarium haben wir alleine für die kleine Ocean Journey Runde gebraucht. Ich habe es daher gerade noch rechtzeitig um 16:30 zum IMAX geschafft:

Um 16:30 war die letzte Vorstellung von Tornado Alley. Wenn schon ein IMAX 3D, dann einer mit ÄKTION! In dem Film geht es darum, daß ein Wahnsinniger (nicht beleidigend, aber was anderes fällt mir dazu nicht ein) unbedingt durch einen Tornado fahren will und parallel dazu ein wissenschaftliches Projekt möglichst viele Daten in Tornados messen will. Der Film ist ganz ok, nur darf man sich nicht zu viel Action erwarten. Reines Tornadomaterial sind wohl nicht mehr als 2 bis 3 Minuten, das fetzige Bild von den Aushängen kommt nicht vor. Wie es sich für so einen Film gehört, sind die Wissenschafter erfolgreich (und rechnen jetzt die nächsten Jahren an ihren Modellen) und der Wahnsinnige hat es überlebt, durch einen Tornado gefahren zu sein. Er hat sich dazu einen Van zu einem  Rad-Panzer umgebaut. Echt viel Mühe.

Wie ich so aus dem IMAX komme, bemerke ich einen Anhänger in der Seitenstraße. Und tatsächlich, da steht der Original-Panzer auf einem Anhänger als Werbung. Im folgenden Bild die Frontansicht (ja, das ist nicht sofort erkennbar): links und rechts kann er die Schrägwand runterlassen und das Auto mit den Harpunenspitzen im Boden verankern. Alle Scheiben sind kugelfest, die Stahlplatten entsprechend dick:

Auf der Heckansicht sieht man den Turm besser. Das ist kein Geschützturm, das ist der Kameraturm; irgendwie muß man ja die riesige IMAX 3D Kamera da unterbringen.

Nach dem Film ging es hurtig zu unserem Campingplatz, die sperren in der Gegend ziemlich früh ihre Offices zu.

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