Das war ein intensiver Tag, denn neben der doch nicht ganz so kurzen Fahrstrecke haben wir noch ein Flugzeugmuseum und einen NP geschafft. Was will man mehr?
Der Tag begann wunderbar sonnig in Black Canyon City. Zum Frühstück gab es eine der besten Wassermelonen, die ich je gegessen hatte. Und ganz ehrlich, sieht sie nicht schon wunderbar aus?

Der weitere weg führte uns quer durch Phoenix, wo wir unterwegs eines dieser genialen Mango-Smoothies von BurgerKing mitgenommen haben. Bei der warmen Umgebung ist das Eisgetränk wunderbar. Die Fahrt auf der Interstate bis nach Tucson ist jetzt weder berauschend neu noch berauschend spannend, sodaß ich mich wie immer gelangweilt habe und Astrid eingeschlafen ist. Es war daher auch nicht verwunderlich, daß ihr die Fahrt extrem kurz vorkam und ich erleichtert war, beim Pima Flugzeugmuseum in Tucson angekommen zu sein. Durch die Kältewelle war es dort total angenehm, nicht die übliche (und für mich nicht so schlechte) Gluthölle. An dem Tag mochte man gerne stundenlang im Freigelände umhergehen. Begonnen hat es aber mit einem unglaublich blühenden Strauch im Eingangsbereich:

Die Halle haben sie auch ein wenig umgeräumt; gleich hinter der Zahlstelle sind die Gebrüder Wright verewigt:

Viele andere Exponate habe ich schon gesehen, sind aber in der Halle unverändert hübsch anzusehen:

Nett ist auch das Exponat des Einmannhubschrauberrucksackes. Man sieht das Ausstellungsstück, liest, daß es problemlos geklappt hat und fragt sich, warum man nicht heute überall solche Rucksäcke sieht. Wäre doch cool, wenn jeder herumfliegen könnte. Und dann liest man weiter: Die Tests haben nur an Seilen zur Stabilisierung stattgefunden. Warum? Na stellen wir uns vor, der Pilot stolpert beim Landen. Dann krachen die sich immer noch drehenden Rotoren in den Boden. Das gibt viel Kleinholz und die Gegend ist sicher nicht neu; der Pilot mit absoluter Sicherhit auch nicht. Also wenn man da stolpert, ist es ganz schnell das letzte mal gewesen. Und da ist den Leuten bis heute keine Lösung dafür eingefallen…

Die Weltkriegsschlachtschiffe der Lüfte sind auch heute noch echt imposant. Nix mit kleinen Flugzeugen:

Im Außenbereich sind – zumindest für mich neu – hübsch bemalte aber schon ziemlich desolate Flugzeuge. Aber das ist doch echt kreativ:

Der Frühling brachte auch im Freigelände die Bienen zu den Blüten:

Diese winzigen Staaten in Europa kann man nicht alle kennen und schon garnicht wissen wie man die schreibt. Zumindest nicht in einem Museum:

Die echten Riesen der Propellermaschinen stehen auch im Freien. Ich möchte gar nicht wissen wie laut die beim Starten waren:

Der Spaceteil des Museums ist und bleibt mickrig. Einzig das Bild eines Modelles eines X-planes macht mit der neuen Kamera ein wenig Spaß:

Nachdem alle Hallen abgegangen waren, sind wir wieder zum Auto und weiter in die Wüste zu einem meiner Lieblings Kurz-NPs: Der Saguaro NP. Auf einem asphaltierten Rundweg kann man Autowandern und sieht einen sehr hübschen Querschnitt durch die Wüstenwelt rings um Tucson. Dieses Jahr mit deutlich mehr Blüten als sonst. Ich muß daher um Verzeihung bitten, wenn ich den Blüten den Vorrang einräume:

Der (einspurige) Autowanderweg zieht sich z.B. so durch die Wüstenlandschaft:

Für die, die es noch nicht wissen: Saguaros sehen so aus:

Und sie blühen wirklich im großen Stil:

Natürlich laufen auch dort überall Eidechsen herum. Und ich hinterher:

An mehreren kleinen Parkplätzen kann man sein Auto stehen lassen und zu Fuß die Landschaft erkunden. Bei dem Wetter hat es mich schon gereizt rumzulaufen, man wurde nicht gleich gekocht. Und ganz ehrlich: Da hätte ich es noch viiiiel länger ausgehalten:

Irgendjemand hat behauptet, ich würde lustig aussehen, wenn ich mich an Kakteen ranpirsche. Also ganz ehrlich, ist das so seltsam?

Der Campingplatz in Benson war wie immer nett. Und wenn man der einzige Camper in der Gegend ist, um so netter. Das war wieder ein ruhiger Abend.