Das Desert Museum, Minigolfen und das alles ohne Sträuße

Gleich um die Ecke vom Campingplatz ist eine Straußenfarm, die bietet Spaß und Action für die ganze Familie. ‘Das wird sicher interessant’, dachten wir, denn sowas hatten wir noch nicht. Interessant wurde es, nur wie…


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Beim Verlängern des Campingplatzes hat die nette Dame der Rezeption gefragt, wo wir denn hinwollen. Als sie die Straußenfarm hörte, bat sie mich, Broschüren mitzubringen, denn die wären ihnen ausgegangen. Das wollte ich doch gerne tun.

Wir sind die paar Minuten mit dem Auto gefahren, haben die richtige Abfahrt erwischt und waren alsbald vor den Toren der Farm. Weiter kamen wir nicht, denn vor Thanksgiving haben sie Dienstag bis Donnerstag geschlossen. Blöd, es war Mittwoch. Was nun? Sind wir eben kurzentschlossen zum Desert Museum in Tucson gefahren. Das haben wir schon vor Ewigkeiten einmal gesehen und wir hatten es in sehr positiver Erinnerung. Warum also nicht noch einmal ansehen?

Der kürzeste Weg dorthin führt über den Tucson Mountain Park, der wunderbare Wüstenlandschaft als Naherholungsgebiet zur Verfügung stellt. Dort mußte ich natürlich einige male stehenbleiben und Fotos machen.

Der Park ist eigentlich schon ein botanischer Garten.

Das Desert Museum ist eine Kombination von botanischem (Wüsten)garten und Zoo. Und ist angeblich weltbekannt. Am Anfang kommt man in einen Reptilienbereich, wo die armen Tiere in winzigen Boxen gehalten werden.

Schlangen, Frösche, Spinnen und andere Insekten sind bunt gemischt.

In einer künstlichen Höhle wird man über die örtlichen Mineralien informiert.

Andere Tiere sind auch in sehr kleinen, unpassenden Gehegen zu sehen. Ich möchte mir garnicht vorstellen, wie es dort ist, wenn es mal 120°F hat. Die Tiere sind es scheinbar gewöhnt und dösen durch den Tag. Der Berglöwe ist aber nur schwer zu sehen. Dazu schaue man durch das Papageiengehege hindurch in eine dunkle Höhle. Dort liegt der Berglöwe und schläft. Man war ich über das 1000er Tele froh. Wegen der Dunkelheit und der Gitterstäbe natürlich Belichtung und Fokus manuell.

Sehr süß ist die Präriehundkolonie. Da kommt man ziemlich nah ran an die putzigen Kerlchen.

Außer Fressen bleibt da nicht viel zu tun. Da sitzt man halt wie ein Sack rum.

Der botanische Bereich ist mau. Alles hat man schon woanders schöner, größer und weniger staubig gesehen.

Ein weiterer Zoobereich mit Katzen und anderem Getier liegt auch in winzigen Ausmaßen in der Gluthölle.

Ein neu einzugewöhnender Fuchs will auch nicht dort bleiben. Die bösartige Bestie bleibt nur nach langem Kraulen dort.

Am besten geht es den Halsbandpekaris, die einen großen Teil des botanischen Wüstenbereichs als Gehege haben. Sie suchen aber auch den Schatten…

Der botanische Bereich ist dann super, wenn man noch nie einen Wüstengarten gesehen hat.

Sollte man aber schon Huntington oder den Boyce Thompson SP gesehen haben, ist es im Desert Museum nur schwach.

Eidechsen findet man aber auch dort. Smiley

Zusammenfassend: Ein durchschnittlicher Wüstengarten mit einigen Tieren in viel zu kleinen altmodischen Betongehegen (die man aber trotzdem nur selten auch sieht) zu einem doch höheren Preis. Sollte man sich also nur ansehen, wenn man gerade dort ist und zu keinem anderen Garten kommen kann. Boyce Thompson ist aber nur wenige Meilen nördlich…

Weiter ging es nach Tucson, um den Tag mit ein wenig Minigolf aufzupeppen. Dazu muß man weiter durch den Tucson Mountain Park fahren. Was für eine angenehme Erholung nach dem botanischen Garten.

Man muß auch über den Gates Pass fahren, der zwar kurz aber sehr steil hinaufgeht. Der Paß hat den Namen vom Herrn Gates (also nix mit einem Gate), der eine Abkürzung zu seiner Miene gesucht hat. Er hat gleich eine Straße bauen lassen und Geld damit verdient. Und zu guter Letzt wurde er Chef des örtlichen Gefängnisses, das er angeblich vorbildlich leitete (was das damals auch immer bedeutet hat). So kann man also vom Mienenbesitzer zum Entdecker und Beamten werden.

Das Familycenter war mit Hilfe von Frau TomTom leicht zu finden und es machte Spaß mal wieder zu (mini)golfen.

Die Minigolfanlagen im Westen erreichen natürlich nie die Kreativität der Floridaanlagen, aber man muß sich begnügen mit dem was man bekommt.

Der Heimweg aus Tucson war schon bekannt und wurde in den kommenden Tagen auch nicht spannender. Smiley Die nette Dame an der Rezeption mußte ich enttäuschen. Ihr war es unangenehm, daß sie die Schließtage nicht wußte, meinte aber, das käme davon, wenn man ihr keine Broschüren geben würde. Smiley

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