Die ganze Nacht lang blies der Wind was er konnte und auch wie die Sonne strahlend über der Insel schien, hörte er nicht auf. Es war daher nicht schwer zu erraten, daß auch am letzten Tag die Schnorcheltour abgesagt wurde: Zu viel Wind.
Wir machten uns daher daran alles einzupacken und sind dann auf den Nordstrand gefahren. Dort waren wir sehr alleine. Wunderbar.

Weit draußen am Wasser ging ein Regen runter. Aber wie in den Tropen üblich: Was dort passiert ist mir egal, über uns war der Himmel dunkelblau.

Zu Mittag sind wir an den großen Nordstrand gewechselt, da dort auch die Duschen sind. Wir haben ein österreichisches Pärchen gehört. Sie hatte die geniale Idee, Möven füttern zu gehen. Ich habe mal geschwiegen, daß das in einem Statepark teuer werden kann. Sieht aber schon actionreich aus.

Am Strand rannten recht kleine Strandläufer umher, die die neuen Seegrasberge sehr genau untersuchten.

Scheinbar liegen die echt guten Sachen unter dem Sand begraben, denn das Seegras wird zum Teil mit aller Kraft zur Seite geschoben und der Sand wird mit dem Schnabel zerpflügt, daß der Sand fliegt.

Am Nachmittag blies der Wind immer noch heftig, die Wolken über dem Meer waren auch weg. Will man da nicht trotzdem länger bleiben?

Nach dem zweiten Tag am Strand habe ich mächtig Farbe angenommen. Noch ein kleines wenig mehr Farbe und ich muß mich auf der Heimfahrt vor dem Ku-Klux-Klan fürchten.
Ich habe noch einen kleinen Besuch bei den anderen Zeltplätzen auf der Bayside gemacht. Bei Weitem nicht so hübsch wie Sandspur, aber sicher auch zum Aushalten. Hier noch eine kleine Ansicht zwischen den Brücken, links der RV Campingplatz.

Kurz vor der 7-Miles Bridge sahen wir den Kite-Surfern zu. Einer sprang locker 7-10m hoch. Wenn er da blöd aufklatscht…

Am Festland angekommen sind wir noch einmal zum Krispy Kreme gegangen. Wieder gab es keine ungefüllten Doughnuts, wieder haben sie extra welche für mich gemacht. Was für ein Service.

Nach dem Walmart und dem Publix war es schon ziemlich spät. Also haben wir wieder ein neues Restaurant getestet: Pollo Tropical. Nicht ‘schon wieder ein Hühnchenrestaurant’ sondern gegrilltes Fleisch (optional auch vom Schwein oder Rind) mit tropischen Dingen wie Guavesoße, Yuka oder ähnlichem. Die Mengen schafft man aber wohl nur zu zweit: Wir haben uns vorsorglich ein Trio (tropische Wings, tropische Ribs und 1/4 Mojo Huhn) geteilt. Das ganze auf Bohnenreis und gelbem Gemüsereis. Da haben wir eine neue Sucht entdeckt.

Bei Dunkelheit kamen wir zum Campingplatz, aber es war schon alles für uns hergerichtet, weil wir ja vorsorglich reserviert hatten. Es kam sogar der nette Einweiser vorbei und hat geschaut, ob eh alles paßt. Was will man mehr.