Es war soweit, der Montag (also der eigentliche Feiertag) zum verlängerten Wochenende war da. Wir sahen schon, daß auf unserem Platz alle packten, also sollte es auch in Yellowstone langsam wieder erträglich werden. Daher selbst einpacken und nix wie los!
Unsere Privatgänse waren von der Idee aber ganz und garnicht angetan. Sie probierten es mit Liegestreik.

Die sonst für uns übliche Strecke über den Teton NP ging sich bei uns leider nicht aus. Wir sind daher die flotte Route über die Interstate und dann über einen voll ausgebauten Highway gefahren. Die Strecke läßt garnicht vermuten, daß es bei Teton so viele Berge gibt!

Am Campingplatz waren wir fast alleine. So wollten wir es haben. Es war aber ein wenig kühl, kühler als wir erhofft hatten. Dafür sonnig. Also schnell das Zelt aufbauen und dann gleich los.

Für den Nachmittag ging sich nicht mehr allzuviel aus. Wir sind über die Westeinfahrt rein, wo es gemächlich einem kleinen Flüsschen entlang geht.

Die erste Sonderstrecke entlang des Firehole Flusses haben wir gleich mitgenommen. Die Wasserfälle sind auch wirklich hübsch.

Auf der großen Ebene, wo die Straße der Geysire losgeht, waren überraschend viele Bisons zu sehen. Sonst läuft man jedem Einzeltier hinterher, aber hier stand eine ganze Herde.

Viele haben sich im Staub gewälzt, sodaß eine riesige Staubwolke über der Herde lag.

Die Zeit reichte nicht mehr zu den großen Geysir Becken zu gehen, daher haben wir die kleine Runde auf der Ebene gemacht. Als Einstieg sehr zu empfehlen. Weniger Menschen und mehr Natur.

Überall dampft und brodelt es, ich hatte sogar das Glück, daß ein Geysir gerade losging, wie ich ankam. Was will man mehr.

Yellowstone ist als NP einfach unschlagbar. Wir waren nur einen Nachmittag dort und haben viele Tiere, Wasserfälle und jede Menge Geysire gesehen. Wo sieht man so viel in so kurzer Zeit? Ja, wir waren dann eh noch länger dort, aber nur, weil es noch so viel mehr zu sehen gibt. Hier noch ein wenig mehr Kochendes…

Die kleinen unauffälligen Warnschilder sollte man aber ernst nehmen. Das Wasser kocht wirklich überall und man sollte sich gut überlegen, ob man den Weg verlassen will. Das sind keine Luftblasen…

Beim Rausfahren standen wir wieder ziemlich lange in einem Bison- und Elchstau. Jeder will gaffen, keiner fährt weiter, alle bleiben mitten auf der Straße stehen.

Bis auf die Wolken am Abend, die noch mehr Geysirfotos verhindert haben, war es ein super Einführungstag. Alleine die wenigen Fotos sollten jedem klar machen, an dem NP kommt man nicht vorbei!