Heute war es echt warm. Und was macht man, wenn es echt warm ist? Man geht ins Wasser. Genau das haben wir heute vorwiegend getan.
Die Nacht war noch ziemlich bewegt. Im wahrsten Sinn des Wortes. Zuerst kam eine ganze Armada an Waschbären und wollte unsere Sachen klauen, dann kam ein ziemlich großer Kautz und hat bei der uns nahen Lampe Jagd gemacht. Und zwischendurch hat er sein Revier mit schallenden Schuhuhs verteidigt. Auf dem Campingplatz ist auch außerhalb des Zoos einiges tierisch los.
In der Früh schien zur Abwechslung einmal NICHT die Sonne, es wolkte rum. Das bedeutet aber nicht, daß es kalt war; ganz im Gegenteil. Nach dem Zusammenpacken haben wir uns daher für eine Stunde in den Pool zurückgezogen, er war wieder für uns alleine da. Die Sonne hat dann doch zwischendurch vorbeigeschaut.

Um 11 mußten wir raus. Von da ging es zum üblichen Einkaufen, denn das Eis in der Kühlbox hält bei den Temperaturen eher nur einen Tag. Dabei finden sich immer irgendwelche Mitnahmeartikel wie T-Shirts (Halloween wird schon überall beworben) oder interessante Gewürze.
Die Fahrt nach Napels verlief ohne große Vorkommnisse, es ist hier i.A. sehr flach und sehr grün. Einzig der Wetterbericht hat nicht so ganz recht gehabt, es wolkte auch im Westen rum. Bei weitem nicht so stark wie es im Rückspiegel zu sehen war, aber es wolkte. Der Campingplatz lag offenbar genau an der Grenze, denn auf der einen Seite sah man ziemlich viele Wolken, auf der anderen blauen Himmel. Beim Zeltaufbau hatten wir Sonne. Das gab einen ziemlichen Schweißausbruch, denn 34°C, bei 100% Luftfeuchtigkeit und extrem stechender Sonne ohne Schatten ist einfach warm.

Da ich ohnehin schon klatschnaß war, sind wir in den warmen Pool gehüpft. Der hatte wohl auch um die 34°C und war für uns alleine da. Da brachte man uns eine Weile nicht heraus.

Nach der Abkühlphase haben wir uns noch aufgerafft und sind nach Marco Island gefahren, einer hier bekannten Badeinsel. Wir wollten uns den Strand ansehen. Aber wie soll ich es sagen, wir haben ihn nicht gefunden. Was wir gefunden haben, war eine sehr edel hergerichtete Insel mit vielen Hotels, die direkt aneinander grenzen. Mit ihren eigenen Stränden.

Manche Hotels könnten so in Las Vegas stehen, mit riesigen Einfahrten und Wasserspielen.

Die Insel ist auch von Kanälen durchsiebt, damit der reiche Hausbesitzer mit seinem Boot bis zu seinem Haus fahren kann. Ich habe da sogar Garagen für Boote gesehen. Aber nirgends einen Platz zum Parken um das auch zu fotographieren. Am Weg zurück, sieht man wenigstens einen Kanal als Beispiel. Kaum, habe ich übrigens meine Kamera weggepackt, sind in dem Kanal zwei Delphine rumgesprungen. Was wäre das für ein Foto geworden. Mein beherztes Zurücklaufen hat leider nix gebracht, bis ich die Kamera im Anschlag hatte, waren nur mehr die Wellen von ihnen zu sehen.

Am Campingplatz zurück, ‘bewaffnet’ mit einem delikaten Grillhuhn nach Jerk Art (unser erster Einkauf bei Publix) ging es wieder los mit den tierischen Begegnungen. Ein Kaninchen vor dem Klo, tausende Eidechsen die ich garnicht mehr zähle, ein Waschbär der sich bis an den Eßtisch heranschleicht an dem wir noch sitzen und ein Minifrosch auf der Glastüre des Office (in dem sich der Sonnenuntergang spiegelt).

Am kommenden Tag sollte am Nachmittag mit 75% ein Gewitter vorbeischauen. Wir hatten daher geplant, nach Miami auszuweichen.