Immer bin ich auf der I10 heimgefahren, nie habe ich es nach Tombstone geschafft. Die weiße Fläche auf meiner Karte haben wir nun erkundet.
In der Früh ging der Tierangriff weiter. Die Katze, die uns adoptiert hatte, war wieder da. Kaum haben wir das Zelt aufgemacht, schon saß sie auf meinem Bauch. Und wie wir aus dem Zelt draußen waren, saß sie davor wie unser Haushund.

Es war echt warm, aber der Pool war leider noch zu. Sonst wäre ein Sprung in der Früh nicht schlecht gewesen. Wir hatten schon in der Früh über 90°F.

Zur Katze haben sich dann die zwei frei laufenden Ziegen dazugesellt. Die kleine suchte Sachen unter unserem Auto, die riesige wollte direkt von uns gefüttert werden.

Das Einpacken ins Auto war auch nicht so ganz einfach, denn ‘unsere’ Katze wollte da mitmachen.

Die Fahrt nach Tombstone wurde nur von Einkäufen unterbrochen. Z.B. das Eis im Eiskasten vergeht bei den Temperaturen wie im Flug. Zwischenzeitlich brachten wir es auf 103°F (=39.4°C). Aus dem Süden zeigten sich dann aber recht plötzlich Schleierwolken, sodaß die Temperatur langsam wieder auf die 90°F (32°C) gefallen ist.
Tombstone ist eine kleine Stadt, die noch heute versucht Geld aus einer historischen Gegebenheit zu schlagen. Die Earp Brüder haben sich mit Doc Holliday eine berühmte Schießerei geliefert. Und so will man am Old West Town Geschäft mitnaschen. Wir sind zum O.K. Corral gefahren, um diese historische Schießerei nachgestellt zu sehen. Zum Glück sind die Eintrittspreise ok. Die Schauspieler sind bemüht, sie sprechen lustigen Dialekt und die Zuschauer werden zum Buhen und Yeahen aufgefordert, daß es ein Kasperltheater sein könnte.

Man sieht auch noch alte Kutschen und sonstige Utensilien aus der alten Zeit.

Vor der Türe gibt es mehrere Gelegenheiten einer Stadtrundfahrt mit einer Originalkutsche. Na klar, daß Astrid da mitmachen wollte. Und schon ging es los.

Man hört die Geschichten der Stadt, wo wer gelebt hat und an welcher Kugel er gestorben ist.

Die Stadt selbst sieht nicht besonders alt oder toll aus, sodaß die Rundfahrt mehr von den Geschichten als von den Sehenswürdigkeiten lebt. Nett blühen die Kakteen!

Die andere Kutsche ist deutlich größer.

Die Hauptstraße haben sie für den Autoverkehr gesperrt und dort sind die ganzen alten Häuser. Zu Spitzenzeiten soll es in der Stadt 115 Salons gegeben haben. Was für ein Gesaufe. Kein Wunder, daß sie da schießwütig waren.

Eine Moustachery darf auch nicht fehlen, wie schon der Film sagt.

Sonst sind die Häuser eh ganz nett.

Die alte Zeitung wird heute noch als Museum weitergeführt. Man sieht die alten Maschinen und wer die Gunshow gesehen hat, bekommt einen Nachdruck geschenkt.

Wie bekommt man schießwütige Mädels??? Da fällt der Waffenindustrie schon etwas ein.

Zusammengefaßt kann man sich Tombstone sicher ansehen, wenn man in der Gegend ist, extra hinfahren zahlt sich aber meiner Meinung nach nicht aus.
Am weiteren Weg nach Silver City zog es immer mehr zu. Es wurde spannend, ob das mit einer nassen Nacht enden würde.

Wir kamen aber trocken an und die Nacht wurde ebenfalls sehr gemütlich. Nur warum die Wolken da waren, das sollte man wohl noch klären.