Die Wettervorhersage hat heute völlig versagt, wir haben unser lokales Programm rund um Carlsbad aber trotzdem voll durchgezogen. Als Österreicher findet man 18 Grad jetzt nicht wirklich kalt, als Hiesiger ist es tiefer Winter.
Kaum vertraust Du einem Wetterdienst schon bist Du im Argen. Die Vorhersage für den Tag war, sonnig bei 82°F. Jetzt machen wir mal den Vergleich gestern Abend und heute.

Sieht jetzt nicht so sonnig aus??? Na dann fragen wir mal einen anderen Wetterdienst, was er zum aktuellen Wetter zu sagen hat:

Auch nicht? Naja, um es kurz zu machen die Sonnenstunden waren an dem Tag 0 (und auch alle Nachkommastellen 0) und statt 82 hatten wir wohl eher 62°F. Jetzt hättten wir heute in die Carlsbad Caverns flüchten können, denn da ist es egal wie das Wetter draußen ist. Aber Astrid hat sich schon so sehr auf den Zoo und den Wasserfall gefreut, daß wir nach langem hin und her doch einfach das geplante Programm durchgezogen haben. Da es auch noch windig war, sind wir halt auf lange Hosen und Jacke umgestiegen. Kaum eine Woche über 30 Grad, schon friert man bei 18 Grad wie ein Schneider.
Also ging es zum Walmart, um Frühstück zu besorgen (es war durch das Rumsuchen eher Brunchtime). Gefrühstückt wurde am nahen Pico Fluß. Jetzt nicht so schön wie bei Sonne, aber trotzdem ganz ok.

Von dort fuhren wir rauf zum Living Desert Zoo. Der wurde ganz offenbar seit meinem letzten Besuch total erneuert. Ist jetzt wirklich ein voll toller Zoo mit botanischem Garten. Alle Wege rollstuhlgerecht und sehr hübsche Gehege. Beim letzten mal wurden wir auch von der Sonne gegrillt. Das Problem hatten wir an dem Tag nun nicht. Dafür war alles grün und viele Blumen und Kakteen blühten.

Zwischen den Gehegen sind ganze Kakteenlandschaften nachgebildet. Das Vogelgehege ist wie in den USA schon fast üblich walk through. So kamen wir dem Roadrunner wirklich nahe. Echt sehenswert.

Und weiter mit Blumen und Blühendem und knackgrünen Kakteen. Sehr ungewöhnlich für die wüste Gegend.

Auch die anderen Gewächse sehen sehr taufrisch aus.

Die meisten Tiere in dem Zoo sind verletzt aufgefunden worden und können nicht mehr in die Freiheit entlassen werden. So auch dieser Bald Eagle.

Sonst erklärt man sich die schlafenden oder versteckten Tiere mit der Hitze. An dem Tag war es aber sehr kühl. Trotzdem waren viele versteckt (wegen der Kälte?) oder nur minder begeistert über Besucher.

Die Schlange sieht aus wie aus Stein. Man kann das sicher testen, wenn man den Finger hinhält. Freiwillige vor.

Die Gans nistet direkt neben einem Gehweg. Irgendwie hatte ich kein Mitleid, daß sie sich mit ihren Küken von Besuchern gestört gefühlt hat. Es gibt auch abgeschiedenere Orte…

Ur süß ist die Schwarzschwanz Prärie Hund City. Da hat es nur so gewuselt, auch von Babies. Wassermelone war der absolute Hit bei ihnen.

Am unteren Ende haben sie nun einen sehr großen Teich, weil wie sie schreiben, auch in der Wüste fließen Flüsse wie der Rio Grande.

Die Bärendame Maggie ist extrem verspielt. Sie darf daher auch immer wieder malen. Die ‘Kunstwerke’ sind im Shop zu erwerben. Wer Bärenkunst will, hier wird man fündig.

TomTom hat uns auf kleinen Wegen an der Stadt vorbei zum Sitting Bull Fall gebracht. Man fährt über eine Stunde auf kleinsten Straßen durch die Gegend. Kurz vor den Fällen durchquert man ein trockenes Flußbett mehrmals. Wir haben uns gefragt was passiert, wenn ein Gewitter losbricht während man bei den Fällen ist. Auf der Straße steht immer, do not enter when flooded. Aber wenn ich dort hinten gefangen bin, was tue ich dann?

Die Fälle sind immer noch so schön wie beim letzten mal. Nur der Zugang ist jetzt voll rollstuhlgerecht ausgebaut.

Wenn es warm ist, darf man dort überall baden und mit dem Wasser in den folgenden Becken spielen. Das muß der absolute Renner bei Kindern sein.

Wir haben dort die Fernsteuerfunktion der Kamera getestet. Blöd ist, daß das WLAN Signal eher schwach ist und man das Handy kaum hinter dem Rücken verstecken kann, weil sonst das Signal zu schwach ist. Man sieht sich wenigstens am Handy ob man im Bild ist. Das ist schon cool. Wir grüßen jedenfalls vom Sitting Bull Fall.

Die kleinen Straßen vom/zum Fall sind alle open range. Das darf man dort wirklich glauben, wir hatten mehrere lebende Straßensperren, denen es sowas von egal war, daß wir mit dem Auto auch nicht so ganz klein und auf sie losgefahren sind.

Wer will auch so einem Tier widersprechen?

Zuhause beim Zelt angekommen konnten wir in Ruhe grillen, bevor der erste Nieselregen ein wenig anstrengend wurde. Beim Schlafengehen sahen wir es immer noch über den Bergen blitzen. Mal sehen wie der nächste Tag werden würde…