St. Louis

In St. Louis gibt es viel zu tun, wir hatten aber nur einen Tag Zeit. Also sind wir zu Grant’s Farm gefahren um die Clydesdales Führung zu machen (Danke an die Familie Zagler!!!), haben uns Grant’s Farm selbst angesehen, die Busch Brauerei und das Gateway Arch. Alles andere muß warten, bis wir wiederkommen.

Der Tag begann wieder einmal früh, denn die gebuchte Führung bei den Clydesdales begann schon um 10 Uhr. Die Führungen finden leider NICHT jeden Tag statt und man muß einige Tage im vorhinein buchen, sonst hat man Pech gehabt. Wir waren jedenfalls nach kurzer Fahrt mehr als nur pünktlich dort und wir konnten uns die öffentlichen Ställe ansehen.

Die Führung beginnt mit der Gratisausgabe von Trinkwasser und Erklärungen im Briefing Room. Dort sieht man auch gleich die Größenverhältnisse. Astrid stand vor einem durchschnittlichen Geschirr. Das wird btw. für jedes Pferd individuell hergestellt und kostet so viel wie ein Mittelklassewagen.

Man kommt dann auf die Koppeln, wo verschiedene Pferde ihre Ruhe genießen. Die Pferdeausbildung beginnt in Grant’s Farm, nachdem sie einjährig von der Zuchtfarm kommen. Jedes Pferd erhält hier seine Grundausbildung und dann wird entschieden, ob es zur Kutschenausbildung kommt oder verkauft wird.

Theoretisch gibt es noch die dritte Variante, man wird ein Pferd für die Fernsehspots. Diese Pferde lernen spezielle Tricks, die sich in Menschenmengen nicht so gut machen. Diese Pferde bleiben immer Show Pferde und leben auf Grant’s Farm.

Dieses hier mochte mich auf Anhieb. Ich kam in die Nähe und wurde von oben bis unten abgeschnüffelt. Und weil ich so gut Kraulen konnte, blieb er da.

Pferde, die ihre Karriere als Kutschenpferde beendet haben, verbringen ihre Pension ebenfalls auf Grant’s Farm. Wir durften noch ein Pferd striegeln (naja, so nannten sie es zumindest) und dann gab es das große Fotos als Abschluß, bevor wir noch Gratisbier mitnehmen durften.

Wenn man schon dort ist und für das Parken bezahlt hat, kann man auch zum Vergnügungsparkteil von Grant’s Farm gehen. Die Geschichte dazu habe ich schon im letzten Jahr berichtet, also bitte dort nachlesen. Man fährt jedenfalls mit der Tram durch den Tierparkbereich und sieht die berühmte Hütte des Ulysses Grant.

Im Jahrmarktsbereich gibt es das ganze Jahr über Gratisbier zum Kosten, Oktoberfeststimmung und ein wenig Unterhaltung für die Kleinen; wie das alte Ringelspiel.

Man kann auch erwachsene Ziegen mit Futter (zu kaufen) füttern oder Babyziegen mit Milch (ebenfalls zu kaufen).

Meerschweinchen und Hühner gibt es dazwischen genauso wie Papageien.

Oder gerettete Weißkopfadler und Zebras.

Und Kamele, die man füttern kann. Los wirf endlich rein!

Die Elefantenvorführung haben wir wieder ausgelassen, die haben es dort doch sehr eng.

Im Zentrum des Oktoberfests kann man günstige Sachen Essen, damit man vom Gratisbier nicht völlig besoffen wird. Dazu spielt Humptata-Musik ohne Ende. Am Rand dazu kann man noch die alten Ställe sehen, wo Tiere zum Glück nur über den Tag gezeigt werden.

Wenn man schon in St. Louis ist, dann sollte man sich auch die Busch Brauerei ansehen. Überraschend immer noch mit gratis Parken und gratis Führung.

Der Platz für die Clydesdales ist dort mitten in der Stadt beschränkt, aber scheinbar fühlen sich zumindest manche Pferde sehr wohl.

Hier werden die hübschen Fotos mit den Pferden gemacht, die Prunkkutschen dürfen nicht fehlen.

Die Führung durch die Brauerei ist wie gesagt gratis, aber auch nicht mehr so gar arg viel wert. Nach der früheren Einführung ist jetzt Schluß. Dafür gibt es jede Menge neuer Führungen, die natürlich schon etwas kosten. So sieht man die Kühllager, eine Tafel mit ‘how to brew a beer’ und die hübschen alten Gebäude.

Im Gastgarten bekommt man jetzt sein Gratisbier, man kann aber auch von außen in den Gastgarten kommen und für Bier und Essen zahlen. Stundenweise kann man sich auch mit einem Clydesdale sogar gratis fotographieren lassen.

Interessant ist, daß sie besonders stolz auf die Auszeichnung von Wien sind.

Zuletzt ging es zum Gateway Arch. Das war aber leider eine Enttäuschung, denn dort ist nichts mehr wie es war. Alles wird gerade renoviert, sodaß man nirgends parken oder gehen kann. Offenbar ist auch nichts mehr in der Hand des NP Services, denn für den NP Paß darf man nur noch die Ausstellung im Keller gratis sehen, die aktuell wegen Umbau geschlossen ist. Für die Fahrt rauf zahlt man. Für alles andere auch. Selbst der Parkplatz, so man ihn überhaupt findet, denn Schilder haben sie dort keine, wäre teuer, wenn sie nur einen Mann in die Box gesetzt hätten. Also zum aktuellen Stand kann ich nur sagen: Finger weg!

Hier ein Bild des seltsamen Aufzuges, der einen hinauf bringt. Astrid war der so garnicht geheuer. Das lag vielleicht auch darin, daß die nun privaten Aufseher so einen Dialekt sprechen, daß ihn kein einziger der dortigen US Bürger verstanden hat und es auch eher so aussah, als wären die Jobs für unterpriviligierte Menschen geschaffen worden. Ob die wissen, was man da beachten muß?

Die Aussicht von oben ist zum Glück gleich hübsch, die privaten Erklärer unfreundlich und sinnlos.

Zurück am Boden der Tatsachen sieht man das einzige nicht gesperrte Ausstellungsstück.

Das ist btw der Parkplatz, der NOCH gratis ist. Ganz toll.

Nach dem War-wohl-nix-außer-Kosten Arch sind wir auf unseren gemütlichen Campingplatz zurückgefahren, wo die unfreundliche Dame am Empfang es zwar immer noch nicht geschafft hatte die Rechnung mit KOA Punkten anstelle von Barem abzuwickeln, aber es fand sich wenigstens wer, der es konnte.

Damit blieb uns nur mehr die Nacht zur Erholung zu nutzen, bevor es am nächsten Tag auf Meilenjagd ging.

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