Da sich tags zuvor der Wakulla Spings SP nicht mehr ausging, er aber immer einen Besuch wert ist und Astrid ihn erst einmal letztes Jahr gesehen hat, sind wir noch einmal dorthin zurückgepilgert. Wenn es doch dort auch gleich einen Campingplatz gäbe, aber so muß man 50 Minuten pro Richtung opfern. Was soll’s der SP ist es sicher wert.
Der Morgen war strahlend sonnig, nichts mehr von den Wolken des Vortages zu sehen. Nach einem gemütlichen Frühstück ging es zurück zum Wakulla Springs SP. Das 12 Uhr Boot hätten wir gerade erwischt, aber leider war das schon ausgebucht. Also eine Stunde im Schatten erholen und die Gegend ansehen; die ist dort echt hübsch.

Die paar Wolken waren btw. das einzige, das die Sonne getrübt hat. Daher gingen die Temperaturen auf gute 30°C rauf. Sehr angenehm und es ließ einiges für die kommenden Tage erhoffen. Die Wetternachrichten aus Österreich sind ja sehr bescheiden, aber auch wenn man in den Westen und in die Mitte der USA schaut, ist es nicht besonders hübsch dort. Darum schätzen wir das aktuelle Wetter um so mehr.
Wakulla Springs ist die größte Quelle der USA und immerhin die 4. größte der Welt. Da sprudelt schon ganz schön viel Wasser pro Tag raus. Früher war es völlig klar, sodaß man bis auf den Boden sehen konnte; es gab auch Glasbodenfahrten. Heute ist es durch Überdüngung ein wenig algig und man sieht den zugegebenermaßen sehr tiefen Grund der Quelle nicht mehr. Aber am Fluß sieht es einfach extrem klar aus.

Bim Warten wurden wir von einem Eichhörnchen sehr direkt um Futter gebeten, aber leider hatten wir nichts mit. Süß ist der Kleine aber trotzdem. BTW, heute sind alle Bilder von der HS50 (erkennbar am D am Anfang des Namens) von Astrid, die ihren Job echt super gemacht hat.

Kaum faul rumgesessen, schon ging es los. Mit dem leisen Elektroboot geht es zunächst flußabwärts.

Man sieht viele Anhingas, die ihre Flügel trocknen oder einfach faul rumsitzen.

Auch Schildkröten tankten Energie in der Sonne.

Die Sonne, das Wasser und die Pflanzen sehen dort echt traumhaft aus. Beim Runterfahren hat der Ranger für kurze Zeit die Elektromotoren abgedreht und man konnte auch noch hören, wie es dort ist.

Fische springen aus dem Wasser, große Fische schwimmen auch im Wasser. Alles ist klar und man sieht in der Tiefe jeden Fisch.

Es ist Frühling und Brutzeit, auch in Florida. Hier wird gerade ein Nest gebaut.

Alligatoren schlüpfen meistens erst im Mai und Juni, aber wir haben schon einen ganz jungen gefunden. Mama paßte aus dem Gebüsch auf ihn auf und knurrte das Boot an.

Andere Alligatoren wärmten sich auf, um fit für die nächtliche Jagd zu sein. Daher wurde vom Ranger auch empfohlen bei Dunkelheit nirgends in Süßwasser in Florida schwimmen zu gehen. Alligatoren sind überall. Und wenn man einen sieht, kann man davon ausgehen, daß noch mindestens 10 weitere unentdeckt wo liegen.

Wenn das Boot zu störend war, schwammen sie halt gemächlich davon.

Wenn man genau schaut, sieht man jede Menge Vögel durch die Uferwiesen staken.

Die Anhingamännchen sind jetzt auch in Brautkleidung mit Farbe rund um die Augen.

Mit der Fahrt durch die Drehorte zweier Tarzanfilme und weiterer Jungle-Movies ging die Tour nach einer Stunde zu Ende. Wir hätten nichts dagegen gehabt, gleich noch einmal loszufahren.

Es blieb uns aber nichts mehr übrig als uns auf den Weg nach Jacksonville zu machen, wo wir zur Vermeidung des kommenden Osterwochenendes für zwei Nächte untertauchen.