Ein grosser, dunkelgrauer bis schwarzer Kaiserfisch mit markanten, weiss geränderten Lippen schwimmt vor einer hellen, felsigen Korallenlandschaft im klaren Meerwasser

John Pennekamp SP 1

Wenn man uns schon nicht nach Bahia Honda läßt, dann wollten wir wenigstens auf Key Largo im Meer sein. Also ging es los.

Gleich in der Früh nach einem kurzen Frühstück düsten wir auf den South Dixy Hwy und blieben doch bei Krispy Kreme stehen. Nach einigen Doughnuts frisch aus dem ‘Ofen’ ging es aber wirklich los in den John Pennekamp SP. Nach dem üblichen Eintritt (hier pro Person) ging es auf den ‘Strand’, wo Astrid sehr enttäuscht war. Nicht so nett einsam und ruhig wie auf Bahia Honda. Kurze Überlegung, ob wir doch runter fahren sollten, aber das wären 2 Stunden pro Richtung gewesen. Also nicht.

Gingen wir halt auf den noch am strandähnlichsten Platz und versuchten dort wie geplant zu schnorcheln. Die anschließenden Mangroven sollten ganz andere Fische zeigen.

Gepflegter Sandstrand unter schräg im kräftigen Wind wehenden Palmen, im Hintergrund parkende Autos entlang des grünen Ufers und ein tiefblauer Himmel

Astrid machte sich fertig (nach einem schwierigen Einstieg, da es dort sehr steinig ist).

Schwimmerin mit Taucherbrille und Schnorchel im dunklen, welligen Wasser eines Sees, im flachen Hintergrund ein bewaldetes Ufer unter blauem Himmel mit leichten Wolken

Und schon waren wir enttäuscht. Man sah unter Wasser praktisch nichts, alles ganz grün. Da schwemmte es wohl Zeugs aus den Mangroven her. An einer Stelle wurde es heller und man sah wenigstens Fische.

Zwei grünlich-gelbe Fische schwimmen über einen kiesigen Gewässergrund, der dicht mit braunen Algen und aufrecht stehenden, grünen Wasserpflanzen bewachsen ist Unterwasseraufnahme von mehreren farbenprächtigen Papageifischen, die über einem bewachsenen, sandigen Grund nach Nahrung suchen, während feines Sonnenlicht durch das klare Wasser fällt Ein olivgrüner Hecht schwebt regungslos über dichtem, hellem Unterwasserbewuchs im flachen Gewässer, während feine Algen den sandigen Grund bedecken

Sehr weit darf man leider auch nicht schwimmen, aber genau an der Grenze haben sie ein ‘Demo-Wrack’ hingebaut, sodaß man über Anker und ein paar alte Kanonen schwimmt. Das mögen auch die Fische.

Ein blau-gelb gestreifter Riffbarsch schwimmt über dem grünlichen, algenbedeckten Grund eines Flusses oder Sees vor einer querliegenden, von Wasserpflanzen bewachsenen Astgabel Unterwasseransicht eines mit Algen bewachsenen, metallenen Rohrs im trüben Gewässer, neben dem ein gestreifter Fisch im sandigen Grund schwimmt

Alle bisherigen Wasserfotos sind übrigens mit der neuen Action-Cam gemacht worden. Echt garnicht so übel. Man bedenke auch die schlechte Wassersicht.

Jedenfalls waren wir enttäuscht und es sah nach einem Nachmittag am steinigen Strand aus. Astrid meinte, ich sollte mich wegen der Schnorcheltour schlau machen und das tat ich in meiner Verzweiflung. Die Damen rieten gleich mal ab: Wellen über 2ft und nur durchschnittliche Sicht. Nur für erfahrene Schnorchler und sehr gute Schwimmer überhaupt zugelassen. Nach kurzer Beratung wurde ich dazu überredet mitzufahren, Astrid verzichtete wegen ihrer Seekrankheitsanfälligkeit und wollte sich einfach einen ruhigen Nachmittag machen. Also war ich schnell auf der 1:30 Tour und lies Astrid im Schatten zurück.

Eine Frau in einem neongelben Oberteil sitzt im Schatten eines dichten Küstenwaldes auf einer rosaroten Unterlage auf hellem Sand, während im Vordergrund eine geöffnete Kühltasche und Schuhe liegen

Beim Rausfahren hat das Boot schon ganz schön geschaukelt, aber beim Riff war es total ruhig. Wir hatten Ebbe und das Riff hielt alle Wellen ab. Der Captain und der Dive-Master(in) waren total entspannt und meinten nur, wir sollen halt vor dem Boot schnorcheln, weil nur da das Riff ist und man lieber von der Strömung zum Boot getragen wird als dagegen anzukämpfen. Man soll auch nicht auf die andere Riffseite schwimmen, denn die fortschreitende Ebbe würde eine Rückkehr unmöglich machen. Und noch viel Spaß. Also sonst keine Einschränkungen wo man schnorcheln darf wie sonst. Das lies ich mir nicht zwei mal sagen.

Das Wasser war überraschend warm, die Sicht hervorragend!!!

Unterwasseraufnahme einer grauen Korallenrifflandschaft mit feinem Sandboden, auf dem dichte Büschel gelbbrauner Steinkorallen und dunkle, fächerförmige Gorgonien thronen, während ein einzelner silberner Fisch knapp oberhalb des Meeresbodens schwimmt Eine ockerfarbene Säulenkoralle ragt aus einem steinernen Riff empor, während im kristallklaren Wasser violette Fächerkorallen im Hintergrund stehen und ein gelber Doktorfisch am Meeresboden schwimmt Ein dunkelgrauer Kaiserfisch mit leuchtend gelb gemusterten Flanken schwimmt vor einem bewachsenen Korallenriff mit einer violetten Fächerkoralle im Hintergrund

Nach nur wenigen Metern ging das Riff los, die Wassertiefe war eher gering, man hätte wohl überall stehen können (wenn man gedurft hätte). Das war eines meiner besten Schnorchelgänge ever!!! Und Astrid, die das auch einmal sehen wollte, saß ahnungslos am Strand… Ich fotographierte mir mit Action-Cam und Lumix (zum Teil parallel in zwei Händen) die Finger wund, später kamen auch noch jede Menge Videos dazu.

Mehrere grünlich-gelbe Fische mit dunkler Fleckung schwimmen unter violetten Hornkorallen nahe einem felsigen Meeresboden im klaren Wasser Ein grauer Papageifisch mit dunklem Schuppenmuster schwimmt diagonal vor einer hellen, steinigen Korallenwand in klarem Wasser Eine große, ockerfarbene Hirnkoralle thront auf hellem Gestein, umgeben von braunen Meeresfächern, während im klaren Wasser kleine Fische vorbeischwimmen

Ich düste nach links und nach rechts, lies mich in Schluchten durch die Korallen treiben und war so happy wie schon extrem lange nicht. Ich konnte absolut nicht verstehen, was an den Bedingungen schlecht sein sollten. Sowas hatte ich bisher noch kaum.

Ein großer, dunkelgrauer Kaiserfisch schwimmt über hellem Sand und abgestorbenem Korallenriff, begleitet von einem kleineren, helleren Fisch im Hintergrund Zwei hellblaue Doktorfische schwimmen knapp über dem hellen Sandboden und den grünen Seegrasbüscheln im glasklaren flachen Wasser Ein silberner Fisch schwimmt vor violetten und ockerfarbenen Fächerorallen sowie filigranen Röhrenschwämmen in einer hellen Unterwasserlandschaft

Die Zeit verging wie im Flug, und ich ärgerte mich schon bald, nicht die extended Tour mit einer Stunde länger im Wasser gebucht zu haben. Später am Boot haben das mehrere geäußert und die Leute haben gefragt, warum die Angaben so falsch waren…

Ein kobaltblauer Doktorfisch schwimmt im klaren Wasser über einem felsigen Meeresboden mit hellen Steinkorallen, umgeben von dunklen Fächerkorallen und violetten Schwämmen im Hintergrund Ein violetter Doktorfisch schwimmt über hellem Korallensand, umgeben von kleineren Fischen, während im Vordergrund violette und gelbe Korallenstrukturen ins Blickfeld ragen Ein grosser, dunkelgrauer bis schwarzer Kaiserfisch mit markanten, weiss geränderten Lippen schwimmt vor einer hellen, felsigen Korallenlandschaft im klaren Meerwasser

Die Lumix tat sich bei so viel Licht und Kontrast fast schwer. Einige Aufnahmen sind nicht so toll geworden, weil der gleißend helle Sand zu viel für die Kamera war. Ein völlig neues Problem, das ich mit der Kamera noch nicht hatte. Wäre interessant, wie sich aktuelle Modelle so tun. Wobei, vielleicht braucht es keine so teurer Wasserkamera mehr, vielleicht können auch die besseren Action-Cams mithalten? Das muß man wohl im Auge behalten.

Ein bläulich-violetter Doktorfisch schwimmt vor einer hellen, strukturierten Rifflandschaft mit kalkweißen Korallen und sandigem Meeresgrund Ein farbenprächtiges Korallenriff mit dunkelroten, fächerförmigen Hornkorallen im Vordergrund und mehreren schwarz-gelb gestreiften Sergeant-Major-Fischen im klaren blauen Wasser Ein graugrüner Schnapper schwimmt im klaren Wasser vor einer felsigen Riffwand mit braunen Gorgonien und gelben Steinkorallen über hellem Sand

Ich wurde zunehmend übermütig und traute mich an Übersichtsfotos und –videos. Bei den Videos hat die Action-Cam die Lumix um Meilen geschlagen: Viel ruhigere Videos und besserer Fokus (ist ja fix) und bessere Belichtung. Das stimmt bedenklich bei dem Preisunterschied.

Ein grauer Papageifisch mit großen Schuppen und gelber Schwanzflosse liegt regungslos auf einem hellen Korallenriff in klarem Meereswasser Ein artenreiches Korallenriff unter blauem Wasser mit einer großen, fächerförmigen lila Gorgonie, gelben Fingerkorallen im Vordergrund, bemoosten Steinen am Meeresgrund und einem kleinen, gelben Fisch unten Ein farbenprächtiges Korallenriff erstreckt sich im klaren Flachwasser, wobei violette Fächerkorallen und dunkelbraune, fingerförmige Röhrenkorallen den sandigen Meeresboden dicht besiedeln

Das Wasser war auch entgegen der Befürchtungen ganz und garnicht kalt (und das sage ich Lulu). Sie haben 78°F vorhergesagt und ab 77°F empfehlen sie einen Taucheranzug. Entweder bin ich ein Inuit geworden (glaube ich nicht) oder das Wasser war wesentlich wärmer. Wollten Sie die Leute lieber verschrecken???

Ein farbenprächtiges Korallenriff mit dunkelvioletten Hornkorallen und gelblichen Fächerkorallen in klarem Wasser, über dem knapp unter der Wasseroberfläche ein einzelner gelb-schwarz gestreifter Fisch schwimmt Unterwasseransicht eines Korallenriffs mit grau-gelblichen Fischen, die zwischen bewachsenen Gesteinsbrocken und hellen Röhrenkorallen schwimmen Ein silbergrauer Barrakuda schwebt über dem hellen Sandboden vor einer kargen Unterwasserlandschaft mit vereinzelten Steinen und Bewuchs

Es kam wie es kommen mußte, mitten im größten Spaß wurden wir zurückgepfiffen; es war Zeit wieder reinzufahen. So schön ist es dort am Riff. Die Wasserfarbe ist absolut echt, nix geschummelt, falls das wer glaubt.

Hellblaues, glitzerndes Meer erstreckt sich bis zum Horizont unter einem weiten, hellblauen Himmel mit feinen Wolkenfetzen, während in der flachen Lagune das Riff durchschimmert Der Blick vom Heck eines Motorbootes auf die schäumende weiße Kielspur im leuchtend türkisen Wasser, während im flachen Meer am Horizont unter blauem Himmel kleine Wolken thronen

Noch schnell durch den Mangrovenkanal und schon waren wir wieder zurück.

Eine Fahrt mit dem Boot durch tiefblaues Wasser führt an dichten, grünen Mangrovenwäldern vorbei, während im Hintergrund ein weiter, hellblauer Himmel mit vereinzelten Wolken leuchtet

Ich mußte Astrid von dem riesigen Erlebnis berichten und sie meinte, dann will sie das auch sehen, auch wenn es ihr mulmig werden sollte. Wir haben uns daher für den kommenden Tag für die letzte Tour eingetragen (da ist fast Ebbetiefpunkt und somit die wenigsten Wellen) und sind gleich nachher zu CVS gepilgert und haben motion-sickness Tabletten gekauft. Mal sehen was der nächste Tag den Erwartungen gerecht werden konnte. Es wäre immerhin erster Hochzeitstag.

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