Der Monkey Jungle

Da das Wetter über Nacht windig blieb und es in der Nacht auch ein paar mal geschauert hat, war es auch an dem Tag nichts mit dem Schnorcheln im Pennekamp SP. Als Alternative sind wir zum Monkey Jungle gefahren, wo Menschen in Käfigen und die Affen frei sind.

Also in Ruhe den Morgen genießen, Zelt abbauen (und sich dabei über das Zelt beschweren, näheres in einer Technikspielecke) und die wenigen Meilen zum Monkey Jungle fahren. Zuletzt war ich 2009 dort und habe mich über den Preis aufgeregt und mutgemaßt, daß der Zoo bald zumacht (Details zur Geschichte siehe 2009).

So kann man sich irren. Da Zoos nun einmal Astrids Lieblinge sind und das verkehrte Konzept (Mensch in Gittergängen, Affen ‘frei’) ungewöhnlich ist, sind wir dorthin gepilgert. Inzwischen ist der Preis trotz Coupons auf extrem freche 30$ gestiegen, wenn man im ‘Regenwaldbereich’ ohne Zaun an andere Affen heran will, kostet es gleich mal 90$. Und nein, der Zoo ist nicht wirklich größer geworden und ja, man ist wenn man es langsam angeht in einer Stunde durch.

Wir sind gleich zur Affenschwimmshow gegangen. Die Affen mögen Wasser und tauchen und schwimmen (im Gegensatz zu vielen ihrer Artverwandten) wie die wilden. Das wird demonstriert, indem man die wilden Affen mit Futter lockt. Eine ‘Wärterin’ erzählt dabei eher gelangweilt den Standardspruch woher die Affen kommen, wie sie immer noch wild in 6-7 Gruppen am Gelände leben und wie das so mit der Soziologie in den Gruppen ist. Dabei wirft sie Futter ins Wasser und hofft, es geht einer der Affen baden.

Interessant war die Antwort auf die Frage, ob sie die frei lebenden Affen medizinisch versorgen. Die Antwort war: Nein, nur im extremen Notfall, wenn es den Tod des Affen zur Folge haben könnte. Die Begründung: Affen die gefangen werden (zur Behandlung) gelten als Gruppenflüchtlinge und werden nicht mehr in die Gruppe zurückgelassen. Behandelte Affen sind daher quasi Aussätzige und das ist garnicht lustig.

Affendamen werden mit 5-7 Jahren geschlechtsreif und haben in ihrem Leben ca. 10 Junge. Immer nur eines auf ein mal. Die Affen werden 25 Jahre in freier Wildbahn, hier im Schutz auch über 30 Jahre. In den Fotos sind ein paar Junge zu sehen, die alle aus dem Vorjahr sind.

Das Problem mit dem Schwimmen und Sachen aus dem Wasser holen ist die Rangordnung. Wenn man als ‘normaler’ Affe da reinspringt, dann muß man den Fang an Ranghöhere abgeben. Also nicht so spannend. Und Ranghöhere wollten heute nicht baden gehen. Die absolute Delikatesse sind Eier. Aber auch die zwei geworfenen Eier blieben im Wasser. Alleine, ohne Affe. Daher keine Schwimmaktion an dem Tag.

Bei den Bildern sieht man bei voller Auflösung einen großen Unterschied zwischen der Fuji und der Lumix. Es hat wirklich einen Grund, die teure Lumix zu kaufen (die ersten 4 Bilder sind von Astrid und ihrer Fuji, alle anderen von meiner Lumix).

Der größte Spaß ist es natürlich die Affen zu füttern. Damit man aber nicht in Berührung kommt, das ist angeblich ur gefährlich, wirft man die gekauften (gratis ist da nix) Rosinen oder getrockneten Cranberries in Schälchen, die die Affen über eine Kette hochziehen können. Das können sie flott und sie sind trotz ihrer Größe erstaunlich kräftig.

In solchen Gängen geht der Mensch geschützt zu den Affen. Wie gesagt, sind angeblich ur gefährlich. Man könnte aber z.B. auch an manchen Stellen, wo sie das dünne Gitter nicht flächendeckend hingetan haben auch direkt durch den Zaun füttern und so die kleinen Hände der Affen spüren. Das stelle ich mir total herzig vor, aber es ist ja verboten. Angel

Sie haben auch andere Affenarten in sehr kleinen, sehr altmodischen Käfigen, die nicht einmal einen g’scheiten Boden haben, sondern nur leicht zu reinigende Gitter. Das sieht nicht so toll für die Affen aus. Die Spider-Monkeys darf man auch füttern (über Röhren) und da spiel es sich ziemlich ab.

Die Vögel sind in kleinen Gittergehegen untergebracht und auch das sieht wenig ansprechend aus.

Ein einsamer Iguana ist auch mit einer nicht genannten Schildkröte zu sehen.

Auch die Schüssel mit den Ketten sind sehr umkämpft. Nicht alle Gruppen dürfen aus territorialen Gründen zum Wasser, wo es bei den ‘Shows’ Obst und Gemüse gibt. Da ist der Kampf um die getrockneten Früchte um so härter. Blöd, wenn man noch jung und rangmäßig unten ist.

In einem anderen sehr kleinen Gehege hängt ein Faultier rum. Dort steht auch nicht füttern drauf, aber ich wüßte jetzt nicht, wie das Faultier bei dem Tempo bis ans Gitter kommen sollte.

Nach einer Stunde waren wir durch, nur den Talk über den Gorilla haben wir ausgelassen. Aber den kannte ich schon von letztem mal. Wir sind weiter ein paar Meilen in den Süden gefahren um ein twice the ice zu finden, aber dort wo laut online Auskunft einer sein sollte, war ein Zirkuszelt. Jetzt schon das zweite mal, daß die Angabe einfach nicht stimmt. Angry smile

Also noch zu unserem Lieblingsobststandel gefahren (alleine  für das geniale Obst und Gemüse könnte man dorthin ziehen) und nach einem Publixstopp für Eis ging es auf den Weg nach Orlando. Trotz der längsten rote Ampel Welle aller Zeiten (exakt eine Ampel bei grün erwischt) konnte ich 50 Minuten im Vergleich zu TomToms Schätzung gutmachen. Das liegt einerseits an der eher vorsichtigen Schätzung für Nicht-Interstates und andererseits an zeiteffizienter Fahrweise bzw. floridaüblichen relativen Auslegung der Geschwindigkeitslimits. Ich wurde noch von vielen überholt. Angel

In Orlando hatte es noch um 18:30 33°C. Damit konnte ich gut leben, während wir den Griller angeworfen haben.

Kommentar hinterlassen