Auf nach Sioux Falls

Wieder einmal ist der Wetterbericht schuld, daß wir einen Fahrtag eingelegt haben. Im Norden sollte es das beste Wetter der Gegend geben. Also sind wir nicht wie geplant langsam nach Südwesten gefahren, sondern völlig übermütig nach Norden!

Laut Wetterbericht sollte es in der Nord-Gegend knappe 30°C bekommen, währenddessen es im Süden kalt und überflutet war. Mt. Rushmore steht bei Astrid schon lange auf der ‘Abschußliste’, also nichts wie hin. Yellowstone ging sich auch eigentlich aus, aber da sind die Straßen immer noch wegen Schnee gesperrt. Also wohl eher nicht.

Die Nacht im Gästezimmer war super, die Höhe amerikanischer Betten muß man halt aushalten, das Frühstück war exzellent. Es blieb nur mehr goodbye sagen und der Fahrtag begann. Laut Wetterradar war der strahlende Sonnenschein nur 50mi im Westen, aber die ersten Meilen waren noch ein wenig wolkig. Beim Fahren egal. Wir hatten btw. in Champaign das billigste Tanken der Runde: 1.89$/Gal (für E85). Das ist doch ganz ok.

In Peoria war es immer noch wolkig, die Stadt (am Samstag braucht man die Umfahrung nicht) ist aber nett.

Die Landschaft hat sich auch auf der Fahrt wieder verändert; am Anfang noch sehr grün und ein wenig bewaldet, wird sehr bald wesentlich trockener.

In Iowa nehmen sie es mit den Regeln sehr ernst. Nicht rauchen in der Öffentlichkeit ist genauso gemeint. Wer da auf einer Raststation rauchen will, darf das im geschlossenen Auto tun. Und nur dort. BRAVO!

Mir wurde von Einheimischen gesagt, in Iowa würde zwar 70mi/h als Limit gepostet, aber das nimmt keiner ernst und wer so langsam fährt, ist ein Hindernis. Ich habe mir das natürlich zu Herzen genommen und kam so eine Stunde früher am Ziel an, als TomTom und Google Maps vorhergesagt haben.  Die I74 geht in die I80 über; beide sind aber auch an einem Samstag voll und mit den US Fahrern extrem anstrengend. Sie schneiden einfach ohne blinken raus und stehen dann quasi neben dem anderen Auto im Blockierungsgang ewig rum. Das macht mich wenig happy. Zum Glück hat TomTom den Abschneider über die I380 auf die I90 genommen und da ist man dann fast alleine auf der Interstate. Nur verwechseln mich scheinbar einige mit Highway Patrol. Ich komme mit angemessenem Tempo von hinten, und Leute bremsen beim Überholen auf unter Limit ab und blockieren den Weg. Nur weil mein Auto flott und fast schwarz ist??? Seid keine Memmen!!!

Auf der I380 findet sich ein Tschechien / Slovakei Museum. Wer da wohl eingewandert ist??? Man findet auch Stadtnamen wie Bettendorf…

Auf der ruhigen I90 werden die Städtenamen noch eigenartiger. Blue Earth, Welcome, … Tanken sollte man sich auf der Strecke einteilen, denn da kommt länger nix.

In South Dakota haben sie scheinbar ein 80mi/h Limit; das wäre cool. Aber nach nur ein paar Meilen war ich schon am Campingplatz, ich konnte das Limit daher nicht richtig genießen. Wie versprochen war es auch um 19 Uhr noch mit 24 Grad ziemlich warm, der Himmel wolkenlos und ich happy: Ich hatte den Fahrtag geschafft und das Wetter war wie versprochen. Der Campingplatz liegt zwar neben der Interstate, aber tiefer und die Zeltplätze sind endlich am weitest entfernten Punkt hinter den Hütten mit tiefem Gras. Da hört man fast nix von der Interstate.

Unser Platz ist gleich neben dem Kinderspielplatz. Oder sollte ich lieber sagen Spielplatz für alle?

Die Wiese ist dicht und das mag auch das eine oder andere Tier.

Der Abend verlief ruhig und super friedlich. Dort kann man gerne bleiben. Für den nächsten Tag war der Falls Park geplant.

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