Eine eher kurze Fahrt aber ein seeehr langer Tag.
Nach einer wie immer gemütlichen Nacht am Campingplatz in Cedar City (der Platz ist echt nett und wettertechnisch ist es dort immer viel besser als in der kühlen Umgebung) ging es los. Ich konnte Astrid nicht für den Fire Canyon SP begeistern also sind wir zum Hintereingang des Zion NPs gefahren. Es stand auch noch Las Vegas auf dem Programm.
Nach kurzer Fahrt wollten wir Frühstück mit Aussicht genießen. Das Wetter war super, aber der Vormittag ist definitiv nicht die beste Zeit für Fotos in der Gegend. Alle Aussichten haben volles Gegenlicht:

Der Weg zum Frühstück ist nicht lange, die Stichstraße geht nur ein wenig den Berg rauf, wo man zugegebenermaßen eine nette Aussicht hat.

Das Frühstück war super sonnig aber kühl. Da wir oben nicht wandern wollten, war die Aussicht aber auch nicht tagesfüllend, also mal schauen, was es beim langsamen Runterfahren alles zu bewundern gab. Leider sind es nur sehr wenige Haltepunkte und auch wirklich nette Aussichten genießen dauert nicht sehr lange.

Ein paar Blumen zeigen sich trotz Trockenheit.

Wenn es schon im Frühling so trocken ist, da will ich nicht darüber nachdenken, wie das dann im Spätsommer aussehen wird. So kann man es aber lassen!

Mit einem Abschiedsblick haben wir uns auf die Autobahn geworfen.

Dort mußten wir feststellen, daß wir echt früh in Las Vegas sein würden. Daher haben wir uns für einen Schlenker auf die Rückseite des Zion NPs entschlossen. Ich hatte die Kolob Terrace Road schon 2015 probiert, aber da haben uns Bauarbeiten am Rauffahren gehindert. Also, wenn man schon Zeit und Gelegenheit hat, nichts wie rauf mit uns.
Ich wußte schon vom letzten Versuch, daß es kaum Haltemöglichkeiten auf der Strecke gibt. Um aber trotzdem eine entsprechende Fotodokumentation zu bekommen, haben wir unsere Action-Cam vorne auf die Motorhaube geklatscht und konnten so die ganze Strecke aufzeichnen. Sieht beim Fahren halt etwas gewöhnungsbedürftig aus.

Die Straße schlängelt sich den Berg rauf und je höher man kommt, desto hübscher wird die Aussicht.

Oben wird es deutlich flacher und man sieht typische Sommerferiendinge wie Fischseen mit Hütten und Co. Trotzdem kann ich die Aussicht echt empfehlen.

Das letzte Stück der Straße (ist eine Abzweigung von der Hauptstraße) ist mal wieder Schotter und daher sah unser Auto auch entsprechend aus. Man beachte auch die Kamera auf der Haube.

Dort ist nicht viel los und die Eichhörnchen sind aufdringlich.

Wenn man eine Profibeifahrerin hat, bekommt man auch auf der Kurvenstraße hübsche Fotos.

Für blühende Kakteen bremse ich aber auch und werfe mich an den Straßenrand.

Wer sich jetzt fragt, wie das mit der Action-Cam auf der Motorhaube geworden ist: Eh nicht schlecht, trotzdem bräuchte ich noch eine Aufhängung, die die Erschütterungen besser dämpft. Hier eine kleine Probe der Bergfahrt:
Der restliche Weg nach Las Vegas war nicht spannend, das Einchecken ins Hotel dafür aber um so mehr, da die Rita-Suites offenbar eine der modernen Managementideen verfolgt und die unfreundlichsten Leute anstellt. Oder waren es einfach nur die billigsten Leute?
Wir haben unser Auto jedenfalls wieder zentral geparkt und haben uns auf den Strip geworfen. Da wo früher die Schlachten der Sirenen stattgefunden haben, ist jetzt alles starr und man kann es vom Senior Frog aus sehen, wie da ein paar Leute rumhüpfen. Wohl auch billiger.

Das Venice sieht auch im Frühlingslicht hübsch aus. Ich mag die Resort-Casinos halt.

Der Strip ist nur begrenzt lang und wer will schon noch an die Enden was dranbauen, wo keiner hinhatscht? Also haben sie im Zentrum eine Quergasse völlig aus dem Boden gestampft. Als Fußgängerzone. Die schaut echt hübsch aus und ist eine echte Bereicherung. Auch ein in-n-out ist dort zu finden. Platz halt keiner.

Nur so als Vergleich zwischen altem Resort-Casino und den neuen Fashion-Casinos. Wer will da das Fashion?

Selbst die alten Resorts New York New York und Excalibur sind doch fesch dagegen.

Astrid wollte wieder etwas in Las Vegas unternehmen. Das ‘normale’ Abendbuffet ist jetzt auch nicht mehr so günstig wie früher, alternative Essensoptionen sind selten und auch nicht billig. Also wollte sie eine Dinnershow versuchen, die wir wieder über die Last-Minute-Standln zum halben Preis bekommen haben. Im Excalibur gibt es die ‘Tafelritter-Runde’. Na haben wir uns das angesehen. Fotos darf man leider nicht machen, aber so ein paar Shots können einem Tolpatsch wie mir beim Halten der Kamera schon passieren.

Das Essen ist schon sehr einfach, wenn man sich von den hübschen Namen nicht blenden läßt. Drachenblut ist Tomatensuppe. Die Wachtel war ein Mikrohuhn. Eh nicht schlecht gemacht, aber natürlich bei dem Preis und der Menschenanzahl Massenware. Beim Essen kommen die verschiedenen Clans zu einem Tournier und es gibt genug ACTION, inkl. echt lauter Explosionen (hier habe ich um mein Gehör gebangt). Die armen Pferde, die dort angeblinkt und angeballert werden.
Nach dem Essen war es dann doch völlig dunkel geworden (das dauert zu der Jahreszeit echt lange) und wir konnten die berühmt-berüchtigten Beleuchtungen am Heimweg genießen. Die Lumix macht da auch das Fotographieren zum echten Spaß!

Das gute Gerät macht die Nachtaufnahmen nicht nur freihand möglich, nein, da gehen auch noch HDR Aufnahmen! Da hätte ich noch ewig Fotos machen können, aber der Tag war echt lange und wir wollten dann doch einmal ins Bett fallen.

Der kurze Autoweg zu den Rita-Suites war schnell geschafft, unser großes Apartment hat uns empfangen. Naja, was man dort halt unter Empfang versteht. ![]()