Heute haben wir einen Schlenkerer nach Avery Island gemacht und Astrid hat heroisch gegen die Hitze gekämpft.
Das Wetter macht mal wieder Probleme. Einerseits ist es seit Tagen strahlend sonnig, was mich ja sehr freut, ABER es ist auch heißer als im Hochsommer. Wir haben also tagsüber so 100°F (knappe 38°C) bei nicht ganz trockener Luft und kommen so kommen wir auf einen heat index von 113°F (45°C). Astrid kämpft daher tapfer gegen das Umfallen.
Damit es noch ein wenig spannender wird, haben wir natürlich keinen Platz auf dem wunderschönen Campingplatz in New Orleans bekommen, denn dort sind alle RV-Flüchtlinge aus den Hurricane-Evakuierungsgebieten untergekommen. Sie haben kleine RVs auf die Zeltplätze gestellt. Also müssen wir wieder in einem Motel übernachten, was Astrid aufgrund der Temperaturen wenigstens glücklich macht.
In der Früh ging es jedenfalls in Baton Rouge los und wir haben uns für den Tag Tabasco vorgenommen. Also wieder auf die Interstate, ABER wir wollten auf einer spannenderen Route fahren; Interstate kann jeder fahren. Das erste Stück von Baton Rouge raus mußte aber doch die Autobahn herhalten.

Danach sind wir dem TomTom gefolgt. Und wie oft habe ich gehofft, daß das gute Dingt weiß, was es tut, denn die Gegend hat sehr schmale Straßen und ‘’ärmliche Umgebung kann es noch nicht beschreiben. Dort hat sich noch nicht wirklich jemand um die Leute gekümmert. Die Brücken über die Kanäle sind echt noch aus Holz mit Blechen zum Reifenschonen. Zur Sicherheit hat man bei den Brücken halt 5mi/h Begrenzung. Und weil man sich auf der Brücke nicht begegnen kann ein Stopp-Schild.

Die Zusatztafel am Stopp-Schild gibt einem dann aber zu denken: Ich soll dort nicht blöd rumballern??? Passiert das dort häufig?????

Der Hebemechanismus der Brücke erinnert an die Spinne in Wild Wild West.

Auf avery island angekommen waren wir positiv überrascht, daß sie die Einfahrtsgebühr erlassen haben. Wahrscheinlich fällt das nicht mehr auf, seitdem sie die Tour verkaufen. Wir haben dringend nach einem Schattenparkplatz gesucht, denn es war selbst für meine Verhältnisse echt warm. Astrid hat sich daher im Store abgekühlt, ich machte die ersten Außenaufnahmen von Store und Restaurant.

Die Tour ist wieder selbstgeführt, die Sample-Flaschen bekommt man in die Hand gedrückt. Im ersten Raum kann man die Geschichte nachlesen, es gibt genug Taferln. Lustig sind die verschiedenen Flaschen, vorallem die danebenstehenden Fakeflaschen von Nachbauten.

Astrid hat noch einmal gekühlte store-Luft geatmet, bis es nach draußen an der Fabrik vorbei zu den Gewächshäusern ging.

Die original Tabasco-Schoten sehen sehr nach Piripiri aus. Also tatsächlich nicht so schlimm. Inzwischen verwenden sie aber auch hochgezüchtete Habaneros und da geht auch bei den neuen Soßen deutlich mehr die Post ab.

Man erfährt etwas über die Faßproduktion (immerhin verbringt der Matsch bis zu drei Jahren in dem Faß) und sie zeigen eines der Lager.

Nach der Lagerung wird Essig beigemischt und noch mal lange gerührt. In solchen Rührstationen.

Astrid wollte unbedingt noch mal in die Tabasco-Fabrik um die Abfüll- und Verpackungsanlage in Betrieb zu sehen. Leider waren gerade 2 Lines mit Störung außer Betrieb. Oft hast a Pech.

Nette Fotos kann man an den riesigen Tabasco-Flaschen machen. Astrid wollte auch mich mal am Foto haben. Also gleich ein paar mal…

Weil Astrid es nicht so mit dem Frühstücken hatte, sind wir dem herrlichen Geruch in das Tabasco Restaurant gefolgt. Wir nahmen Chili Homestyle…

Danach ging es auf die Autowanderung durch den Garten. Ob man im Tabasco-Store Tickets mit oder ohne Garten kauft kontrolliert keiner. Man fährt da in den Garten rein und raus und keinen kümmert es. Bei dem warmen Wetter wollte wohl keiner die Klimaanlage verlassen. Der Garten ist aber auch bei dem Wetter extrem genial. Wir hatten sogar Alligatoren (halt im Schatten und nicht in der Sonne)

Ich würde da nicht schwimmen gehen, aber schön ist es dort.

Vögel sind mutiger (oder dümmer und werden gesnacked).

Oder ko-existieren Alligatoren und Vögel? Es gibt von beiden echt genug.

Da das eh kleine Alis sind, bin ich und später Astrid an sie rangegangen. Das 600er Tele half natürlich auch.

Astrid wäre dort gerne mit der Mavic geflogen, aber wer fragt schon vorher, ob es erlaubt ist. Bei dem Besucheransturm wäre es aber sicher nicht aufgefallen. Beim Chinateil bin ich alleine ausgestiegen und rumgelaufen, Astrid blieb im klimatisierten Auto sitzen.

Die Brutvögel waren wie um die Jahreszeit üblich schon alle ausgeflogen. Ich habe es bisher nur einmal gesehen, wie es da wuseln kann. Und wie laut die sind…

Am Weg nach draußen haben wir einige wohl wilde Rehe gefunden. Denen war es auch egal, daß wir rumgefahren sind.

Der restliche Weg führte über den schon bekannten Highway 90 nach New Orleans.

Unser TomTom fand das Motel auf Anhieb. Das Abendessen war aber wieder überraschend schwierig. Eigentlich wollten wir ja was selbst machen (im Motel nicht ganz einfach, aber es ging theoretisch). Da aber im gleichen Block ein taco bell war, wollten wir uns einfach da was holen. Aber natürlich sperrt der Eingang um 9 Uhr, wir waren kurz danach da. Also ab in den drive-through. Nur da standen sicher schon 10 Autos. Nach 10 Minuten warten standen wir gerade 2 Auto weiter. Da haben wir aufgegeben und sind zum nächsten 6mi weiter gefahren. Dort war die Schlange genau so lange, ABER man durfte noch rein. Dort die Bestellung am Tablet aufgegeben (wie modern!) und dann ewig auf die Auslieferung gewartet. Und weil zwischendurch Afroamerikanerinnen zu streiten anfingen, haben wir das Zeug gepackt und sind wieder im Auto Richtung Motel geflüchtet. Nur auf der Interstate auf der Brücke war ein Unfall und wir mußten uns durch den Stau warten. Irgendwann kamen wir im Motel an und konnten sogar essen. Alles ganz easy…