Theodore Roosevelt NP South

Heute wollten wir den Theodore Roosevelt NP machen. Guter Plan…

Es hat in der Früh noch rumgezogen, obwohl die Wettervorhersage von ziemlich sonnigem Wetter gesprochen hat. Also mal auf die Interstate in Richtung NP. Auf Schildern haben wir gelernt, daß die Nord- und Südunit fast 20mi bei den Ausfahrten auseinander liegen. Sollten wir wohl mit der näheren Einheit anfangen. Wie wir die Ausfahrt genommen haben lesen wir: “Nordeingang 52mi”. Nope, das war zu weit, also gleich zur Südunit.

Am Weg dorthin gibt es einen Scenic Overview, der auch Visitor Center ist. Es war zwar noch wolkig, aber der Überblick war schon mal nicht schlecht.

Also auf zum Südeingang. Auch der ‘kleine NP’ wäre bei $30, sodaß die Jahreskarte schon fast hereingekommen ist. Der Nationalpark war auch für mich ein 1st, sodaß ich sehr gespannt war. Es ist auch schon vom Namen her ein ungewöhnlicher NP, da dieser nach einem Präsidenten benannt wurde und nicht nach einer Gegend. Roosevelt hat in seiner Amtsperiode die meisten NPs und National Forrests gegründet und daher sollte eben auch seiner gedacht werden. Bekannt wurde Roosevelt aber auch als Jäger. Er kam 1902 in die Gegend um Bisons zu jagen. Auch die Geschichte, warum der teddy bear seinen Namen bekommen hat, ist eigentlich eine Jagdstory.

Was man nun als Tourist erwarten kann: Viel Grasland zwischen sehr hübschen Hügeln, bad lands zum Fluß hin, jede Menge freie Pferde, Bisons, Prarie Dogs und sonstiges Getier. Wir hatten Glück und die Pferde standen in der Nähe des Einganges rum.

Auf meiner kleinen Rundwanderung zum Fluß wurde es fast schon kitschig: Die Sonne brach durch die Wolken und spiegelte sch im Fluß, als drei wilde Mustangs zum Tränken gekommen sind.

Die Scenic Loop ist leider aktuell nur eine Stichstraße, denn ein Teil der Loop wird gerade grunderneuert. Wir sind auf die Sandstraße, die aus dem NP zu den privaten Ranches führt ein wenig gefahren, da die gelben Bäume dort besonders schön waren.

Wieder zurück im NP kamen wir in einen Bisonstau. Überall liefen Bisons rum und schon brach der Verkehr zusammen.

Die nächsten Stopps waren dann schon sehr sonnig und machten daher noch mehr Spaß zum Fotographieren. Interessanterweise ist die Gegend doch so trocken, daß Kakteen gut gedeihen. Daher sollte man mit Sandalen wie ich ein wenig aufmerksam sein, wohin man steigt.

Man sollte in dem NP tatsächlich alle kurzen Runden gehen, denn viele der wirklich guten Aussichten sieht man nur auf den zu Fuß erreichbaren Aussichtspunkten. Hier stehen z.B. die Autos genau auf der schönen Steilwand. Man sieht sie also nur, wenn man runtergeht.

Die nächste Runde war mir dann doch ein wenig zu lange. 22km dauern ein wenig.

Der NP ist so schön, daß wir unbedingt auch die Nordunit sehen wollten. Aber wir hatten schon einen Campingplatz reserviert, weil es jetzt am Wochenende rund um den Park unmöglich war, einen Platz zu finden. Wenn Astrid aber motiviert ist, ist sie nicht zu bremsen. Wir sind daher zum Visitor Center am Eingang gefahren. Sie hat unser letztes Motel verlängert und den Campingplatz davon überzeugt, daß wir erst einen Tag später kommen. Also hatten wir noch genug Zeit für eine zweite Runde in der Südunit, denn jetzt war es wirklich extrem sonnig. Und die Temperatur ist vom Tagesanfang mit Nieselregen und 59°F auf sonnige 74°F gestiegen.

Ach ja, während Astrid voll in Fahrt war, sind zwei Rehe quasi direkt bei uns vorbeigegangen. Ich wollte eigentlich nur die gelben Bäume fotographieren.

Also wieder in den Park und noch einmal die ersten Runden gegangen. Jetzt mit vollem Sonnenschein.

Es gab auch genug Zeit sich mit seinem neuen Handy als Kamera zu spielen. Denn, wie schon bei den vorherigen Berichten, alle Fotos stammen vom Handy. Von den im handy erzeugten Panoramafotos, zu den HDR Bildern bis zum Tiefenschärfenversuch am Ende.

Wie dann wieder eine Wolkenbank kam, ging es zurück zum Motel, woher wir in der Früh gekommen sind. Eine zweite Nacht war wegen des Wochenendes und der überfüllten Campingplätze notwendig. Und wir begannen mit dem Planen der nächsten Tage, was aber auch nicht einfach war, weil man offenbar eine Bank ausgeraubt haben muß, um sich eine Übernachtung in der Yellowstoneumgebung leisten zu können. Die nehmen $65 pro Zelt. Ohne jeglichen Anschluß. Die Hütten fangen bei $130 an. Irre…

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