Die Strecke war einmal nicht so lange, aber wir hatten zwei Zwischenstopps und eine große Stadt.
Nach einem spannenden Einkauf beim lokalen Lidl (der Parkplatz war wieder interessant) ging es über Autobahnen durch Aix und dann auf kleinen Landstraßen weiter. Wie immer, sehr kleinen Landstraßen.

Wasser ist hier im Süden eher Mangelware. Daher sind manche Bäche trocken, viele Flüsse sehr klein und wir haben einen Bewässerungskanal gefunden (wie im Süden Kaliforniens).

Unser erstes Ziel war Lourmarin. Keine Ahnung ob das wer kennt, es ist aber in den engen Kreis der schönsten Dörfer Frankreichs gewählt worden. Also wollten wir sehen, was so toll ist. Der Weg dorthin ist einmal mehr schmal.

Im Dorf angekommen gibt es einen Gratisparkplatz, wo wir nicht mehr drauf gepaßt haben, aber auch entlang der Straße gibt es genug Parkmöglichkeiten. Das Schloß aus dem 15. Jhdt sieht man gleich.

Wir sind entlang der Straße zum Schloß flaniert.

Das Schloß sieht nett aus, sie wollen aber 8.50€ pro Nase Eintritt. So schön kam es uns nun auch wieder nicht vor. Also haben wir Fotos von außen gemacht.

Man hat auch gute Ausblicke vom Schloß.

Zurück sind wir über den Wiesenweg gegangen, wo Astrid die Makrofunktionen ihres neuen Spielzeugs ausprobiert hat. Nicht so übel!

In dem Dorf gibt es jede Menge Wein zum Verkosten und Kaufen, hier eines der bekannten Châteaus.

Der Weg zu unserem nächsten Stopp erwies sich als absoluter Glückstreffer. Die Straße ist so hübsch, wie man sie sonst nur aus den USA NPs kennt.

Wenn dann noch wie bei uns die Sonne voll durchkommt, kann man sich vor Fotooptionen nicht mehr retten. Da es eine sehr kurvige Straße ist, mußte hier Astrid mit ihrem neuen Handy die ganze Arbeit alleine verrichten.

Die wirklich außergewöhnlichen Wolken machten es den Kameras nicht einfach, tragen aber sicher zum Charme der Fotos bei.

Astrid hat es sich auch nicht nehmen lassen die nette Straße besser zu dokumentieren. Von oben. Und ja, das graue Ding in der Mitte sind wir.

Heute waren die Wolken selbst ein Foto wert.

Zwischendurch kommt man in ein weiteres Dorf, das scheinbar auch bekannt ist. Zumindest macht man Radausflüge dorthin und wir waren sehr froh, daß alle im Gasthaus saßen und nicht auf den Rädern rumgegurkt sind.

Während ich zu Fuß durch das Dorf gegangen bin, hat es sich Astrid leichter gemacht.

Zum Abschluß des Dorfes noch der wirklich nette Ausblick.

Weiter auf dem Weg zu unserem zweiten Stopp wurden die Straßen schmal und schmäler.

Beim Abbiegen auf die steile Straße zu Gordes, ebenfalls eines der schönsten Dörfer Frankreichs, sah ich Anhängerverbot und Busverbot und habe das Wohnmobilverbot einfach mal übersehen. Oben angekommen geht es direkt durch den historischen Stadtkern, man scheucht also Touristen dahin. Am Hauptplatz gibt es einen Parkplatz gegen Geld, aber es war weder Platz noch konnte ich das große Wohnmobilverbot übersehen. Also sind wir wieder aus dem Stadtzentrum raus (wieder das Verbot für RVs übersehend) und wir fanden einen Kilometer weg einen breiten Streifen neben einer Hecke. Also dort gratis geparkt, die Roller ausgepackt und die armen Dinger den Berg hochgejagt.

Groß ist das Dorf nicht und daher waren wir mit den Rollern schnell durch. Und runter ging es zum Camper, alles wieder verladen und wir waren wieder am Weg nach Avignon.

In Avignon haben wir einen Platz direkt an der Rhone bekommen. Der Campingplattz ist riesig, hat auch 4 Sterne wie der letzte ist aber mehr ok als super. Dafür ist man mit den Rollern in 5 Minuten im Zentrum.

Bei unserem letzten Besuch hatten wir nach einem langen Fahrtag nur mehr Zeit für den Papstpalast. Mit den Rollern konnten wir wesentlich mehr sehen.

Aber natürlich ist der Papstpalast das bedeutenste Ding in Avignon.

Nach der Innenstadt mit den vielen Menschen brauchte Astrid mehr Weite. Also sind wir dem Radweg rund um den Stadtkern (der Mauer entlang) gefolgt. Jetzt kennen wir auch andere Stadttore und die Straßenbahn.

Von dem ganzen Rollerausflug gibt es auch einen Zeitrafferfilm. Den kann ich aber erst wieder raufladen, wenn ich sinnvolles Internet habe. Nach der Runde sind wir zum Campingplatz zurück und wir haben wieder unsere Ninja für das Abendessen nutzen können.
Für den nächsten Tag war es wieder schwer etwas für den Camper zu finden, denn Nimes ist super schön, aber es gibt wieder nix zum Parken für so ein hohes Gefährt. Große Campingplätze sind in Nimes auch keine. Zum Glück habe ich einen sehr kleinen privaten Platz auf Google Maps gefunden. Da soll die Anfahrt wieder spannend sein, der Platz wurde aber gelobt. Mal sehen, was da auf uns zukommt.