Canal du Midi Teil 4 oder Toulouse – Tag 16

Heute blieb der Camper wieder stehen und wir sind alles mit dem Roller gefahren. Um die 40km.

Da der versprochene Sonnenschein ein wenig verspätet war, haben wir einmal wieder ein Frühstück zuhause genossen. Ninja macht auch gute Focaccia. Dann aber auf die Roller und ca. 15km entlang des Canal du Midis gefahren. Die Schleuse hatte heute das deutlich bessere Licht. Das Haus wird aber von einem kleinen Bistro genutzt, die Schleuse ist auf Vollautomatik umgestellt.

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Der Canal du Midi geht vom Mittelmeer (Sete) bis nach Toulouse. Dort endet er in einem Hafenbecken, wo der Rhone-Kanal zum Atlantik losgeht. Wir haben also nahezu den ganzen Canal dieses Jahr gesehen.

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Ich war schon in Houston in Cape Canaveral, jetzt fehlte mir nur noch das Zentrum der esa. Und das ist die Cite de l’espace in Toulouse. Wir waren uns schon bewußt, daß sie sich schwer tun mit Houston mitzuhalten (das Startzentrum der Europäer ist ja in Kourou), aber gleich vorweg: Man schämt sich Europäer zu sein.

Der Parkplatz in Toulouse ist gratis, aber wir haben eh keinen gebraucht, weil wir mit den Rollern da waren. Es gibt dafür eigene Rollerparkplätze, nur paßt da unser in Frankreich gekauftes Schloß nicht. Also die Roller an einer Stange gesichert. Man muß durch eine Security durch, die trotz meinem Handy und den Ladegeräten im Rucksack nicht angeschlagen hat. Bei Astrid haben sie dann den metallischen Zip-Verschluß als Gefahr eingestuft. Bravo, tolle Sicherheit. Man zahlt 29€ für den ganzen Tag und da ist das Planetarium und das IMAX Kino enthalten. Leider. Wir haben mit dem Außenbereich angefangen, weil es gar so schön sonnig war. Das Prunkstück ist ein 1:1 Modell der Ariane 5. Eh lieb mit guten 50m (die Saturn V hat 110m).

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Cool ist das Modell der Planeten, wo man erst sieht wie klein die Erde doch ist. Ich hätte auch fragen können, welche Planeten haben weniger Monde als die Erde, aber das ist wohl zu einfach, oder? Die Erde ist bei dem Modell der blaue Tennisball bei der Plattform

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Dann haben wir angefangen zu bemerken, daß sie da offenbar auch nicht so besonders bemüht sind. Jede Menge Ausstellungen waren einfach zu, andere waren für Reinigungsarbeiten geschlossen (da hat jemand den ganzen Tag das Eingangsschild gewischt) und wieder andere haben 1x am Tag irgendwann mal eine kurze Öffnungszeit (der Mars-Robot z.B. ein mal um 16:30). Hier das geschlossene Ariane 5 Modell.

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Hier das Modell der M.I.R., das sie den ganzen Tag reinigen mußten. Zur Sicherheit war auch der zweite Eingang zu. Und der Platz darunter. Müssen gefährliche Reinigungsarbeiten gewesen sein.

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Ein NASA Fahrzeug steht unauffällig rum.

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Die in Einzelteile zerlegte Ariane 1 hat einen Weg bekommen. Wo das Raketentriebwerk abgeblieben ist, weiß ich halt leider auch nicht.

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Ein paar weitere Modell schauen aus, als wären sie von einem Kindergarten gespendet worden.

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Die Innenausstellung ist noch trostloser. Eine billige Ansicht der Mondlandesystems ist dabei noch das Highlight.

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Die NASA war so lieb und hat ihnen Essensvorräte, die auf einer Apollo-Mission waren aber nicht genutzt wurden, zur Leihgabe überlassen. Mmmmmh.

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Ich bin dann zum Mond-Lande-Simulator gegangen. Dabei wird – so sagen sie – der Start und die Landung am Mond simuliert. Man wird 20 Minuten zugequatscht, dann sitzt man in 2er Plastiksitzen, die angeblich der kommenden Orion nachempfunden sind (wer’s glaubt). Und wartet dort mit ein paar Lautsprecherdurchsagen, damit es echter wirkt. Damit einem nicht fad wird leuchten Tasten auf, die man drücken soll. Man ist dort angeschnallt, sie warnen mehrmals wie wichtig das ist, dann kommt jemand um die Gurte zu prüfen und meint, es kann schon passieren, daß die Gurte einfach so aufgehen, aber da soll man sich nicht schrecken. Und dann geht der Countdown los. Man sieht am Monitor wie man startet und tatsächlich wird man in den Sitz gepreßt. Erst denke ich noch sie kippen das DIng (der Trick der Simulatoren), aber sie gehen bis 2G. Dann hat man den Orbit erreicht und kurz darauf landet man am Mond, wo sie wieder bis 1.4G gehen. Und das war es dann. Beim Rausgehen sieht man, daß das ganze offenbar eine Zentrifuge ist.

Nach der Stunde (Warten + Quatschen + 5 Minuten Flug + Quatschen) ging es wieder in die Ausstellung wo es immer trauriger wurde. Große leere Räume mit Plakaten oder Monitoren und ‘Experimente’ die maximal einen Volksschüler begeistern.

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Und damit waren wir dann durch, weil der IMAX Film Deep Sky zeigt nur Bilder aus dem neuen Teleskop und ein Planetarium auf französisch only brauchen ich auch nicht. Vorallem, man muß lange auf die wenigen Termine warten. Nett ist das Modell des Mars Rovers und die zugehörigen Fakten. 50m am Tag Fahrdistanz, nach 20km ist das Ding kaputt. Gewicht 900kg, Kosten 2.5 Milliarden €. Da haben die aktuellen Autobauer noch ein bißl Raum zu Preisanpassungen.

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Wir haben dann zur Sicherheit die Roller in den kostenlosen Handy-Ladestationen ein bißl nachgeladen. Weil mir fad war, habe ich die Ladestation in Google eingetragen (wozu ist man Level 8 Editor) und eine gute Stunde später war sie freigeschaltet. Dann ging es wieder über die Radwege zum Canal du Midi, wo noch einige schöne Fotos mit Sonne gelungen sind. Man sieht die geparkten großen Käne, den Hafen mit Reparaturmöglichkeiten und die Strecke, wo sie die Bäume nachgepflanzt haben.

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Mit den Rollern ist man flott. Daher war die Schleuse bald erreicht und die Brücke ist der Weg zum Campingplatz, den wir um 17 Uhr erreicht haben. Einmal Abendessen mit Sonne war der Luxus.

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Für den nächsten Tag hatten wir ein geplantes Stell-Dich-Ein mit dem heiligen Geist.