Toledo oder der südlichste Punkt – Tag 24

Irgendwann müssen wir wohl wieder in Richtung Heimat fahren, aber wenn das Wetter so perfekt ist, muß sich noch ein Tag in der Gegend ausgehen. Also ging es ein klitzekleinwenig nach Süden: nach Toledo.

Toledo soll das Caracassone der Spanier sein, also eine mittelalterliche Stadt mit Stadtmauer. Nur zusätzlich haben sich die Römer verewigt und noch Sachen hinterlassen. Das klingt doch spannend? Also die Sachen gepackt und über gefühlte 1000 Autobahnen Madrid verlassen. Einen kleinen Umweg haben wir uns erlaubt, da wir wieder einen E.Leclerc besuchen wollten. Alles verlief gut, bis wir den Supermarkt gefunden haben, aber keine Parkplätze. Auch wenn es auf den Google-Fotos anders aussieht, in Voldemort – ah Voldemoro ist es mal wieder eine Garage mit Höhenlimit. Zum Glück konnten wir auf der Straße parken und sind halt durch die Garage gehatscht. Der Leclerc hatte ein großes Kino dabei, dafür hatte er keine Tankstelle und nur einen kleinen Supermarkt. Wir haben das Nötigste bekommen, aber es war halt bei weitem nicht das, was wir uns für den Umweg erwartet hätten. Die restliche Strecke bis Toledo war aber auch schnell geschafft (waren ja insgesamt nur um die 100km), der Campingplatz hatte noch Plätze frei und schon war alles aufgebaut und wir konnten die Roller auspacken. Und ab ging es in die Stadt. Leider nur über die Landstraße, Radwege sind hier unbekannt. Um aber nicht alles auf der Landstraße fahren zu müssen, sind wir zum nächst gelegenen Brückeneingang gefahren. Brücke? Ja Toledo Zentrum wird vom Tejo umflossen und war daher leicht zu verteidigen.

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Wir sind mit den Rollern über die Brücke ins Zentrum gerollert.

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Wer den Kick braucht kann den Fluß mit der Zip-Line überqueren. Nennt sich hier Fly Toledo. Von da an ging es steil bergauf. Und die Straßen sind ‘original’ mit kleinen abgetretenen Steinen gepflastert: Es rüttelt wie sau und ist rutschig.

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Vor dem Monasterio de San Juan de los Reyes (in Kurz große Kirche) fand gerade eine Hochzeit mit Fotos statt, da konnten wir nur weiterfahren. Reingehen, geht aber ohnehin nur gegen Geld, das ist ein Museum. In Toledo scheinen eigentlich alle Kirchen Museen zu sein, weil alle verlangen Eintrittsgeld.

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Das schöne an Toledo sind die Aussichtspunkte. Das sind i.A. kleine Parks mit Restaurants und Spielplätzen.

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Wieder steil bergab geht es zu Ausgrabungen aus der Islamischen Zeit. Es ist ein arabisches Bad, damit man sich vor dem Gebet entsprechend reinigen kann. Was halt noch davon übrig ist.

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Weiter am Rand (dem Fluß) entlang.

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Teile der Stauschwellen haben schon die Römer gebaut, bei Wasserdingen waren sie echt gut.

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Dann wieder steil bergauf ins Stadtzentrum. Die Kirche ist btw auch ein Museum. Das Zentrum selbst ist nicht wirklich alt, nicht wirklich schön aber sehr voll mit Touristen und Astrid fand das nicht so toll. Daher sind wir nach einem Starbucks (bei 27°C braucht man Abkühlung) zu den ruhigeren Zonen aufgebrochen.

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Das zentrale Hauptgebäude der Alcázar war zu Römerzeiten eine Festung, wurde Zig mal umgebaut und niedergebrannt, bis Karl der V 1535 ein Renaissance Schloss bauen lies, das aber beim spanischen Bürgerkrieg auch ziemlich kaputt ging und wiederaufgebaut wurde. In der Neuzeit war es dann auch so ziemlich alles von Gefängnis über Hilfstätigkeitszentrale oder Militärakademie.

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Wir haben uns wieder durch ein Seitentor hinausgeschummelt und haben einen der am anderen Ufer liegenden Aussichtspunkte genutzt.

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Die vollständige Umrundung führte uns am Haupttor vorbei zurück zum Campingplatz.

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Dort stellte ich fest, daß uns das Getränk ausgeht. Also noch einmal den Roller bemüht um zum 3.5km entfernten Lidl zu fahren. Nur Google sieht einmal mehr Straßen wo keine sind. Zunächst war die Sgtraße neben dem Campingplatz einfach mit einem Tor versperrt, dann zeigte sich eine Straße ‘noch nicht ganz fertig’.

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Also auf eine Sandstraße ausgewichen und über sehr seltsame große leere Parkplätze in den modernen Stadtteil gerollert. Auf dem Weg findet man noch römische Aquäduktreste. Die sind ihnen scheinbar nicht so wertvoll.

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In der Stadt habe ich bemerkt, 3.5km Entfernung sagt nicht wie hoch das raufgeht. Der Roller hat es aber trotzdem geschafft und so habe ich den bisher modernsten und besten Lidl Spaniens gefunden. Auch da bekommt man Garnelen per Schaufel.

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