Die imposante Fassade der Sagrada Família in Barcelona aus hellem Sandstein mit detailreichen Skulpturen und filigranen Türmen ragt unter einem kräftig blauen Himmel mit leichten Wolken auf, während davor zahlreiche Besucher den Eingangsbereich säumen

Barcelona Teil 1 oder the full tourist way – Tag 26

Heute sind wir ganz Astrid’s Motto gefolgt und haben Barcelona mit dem Touristenbus (hop on hop off) besucht.

Zunächst einmal ausschlafen, denn für die Morgenstunden waren noch Wolken oder sogar ein kurzer Regenschauer angesagt. Dann haben wir uns auf den Weg zum Bus gemacht, der aus unerklärlichen Gründen immer noch die Hauptsaisionzeitpläne fährt, obwohl online ab Mitte September eigentlich Nebensaision ist. Aber wer wird sich beschweren, wenn ein Bus häufiger fährt? Die Busfahrerin hat übrigens einen spannenden und sehr selbstsicheren Fahrstil: Sie brettert auch durch enge Lücken mit Vollgas und statt der Bremse nutze man die Hupe. Da sie einen Dieselhybrid-Bus hat, beschleunigt das Ding auch entsprechend gierig. So waren wir von dem Vorort schnell im Zentrum am Placa de Catalunya (wie sonst soll der zentrale Platz heißen?). Zwei Springbrunnen verzieren den Platz.

Prächtiger Springbrunnen mit kunstvoll aufsteigenden Wasserfontänen in einer historischen Altstadt, umgeben von geschichtsträchtigen Gebäuden wie dem markanten Turm mit BBVA-Logo unter wolkigem Himmel Großer Zierbrunnen mit herabfließendem Wasser auf einem belebten Platz in Barcelona, eingerahmt von historischen beige-weißen Gebäuden mit blauen Fenstern und einem leuchtend blauen Wolkenhimmel im Hintergrund

Und ein Monument, wo ich auch ein Quiz hätte machen können. Weil wer kann mir sagen, was das Ding bedeuten soll?

Monumentales Denkmal aus sandfarbenem Sichtbeton mit markanter Treppenstruktur auf einem dunklen Kopfsteinpflasterplatz in Barcelona, umgeben von klassischen Stadtgebäuden und Bäumen unter einem weiten, wolkenverhangenen Himmel

Das Monument wurde zu Ehren von Francesc Macià i Llussà, dem ersten Präsidenten der republikanischen Generalitat aufgestellt. Es besteht aus einer monumentalen Treppe in umgekehrter Position, die eine katalanische Zukunftsperspektive symbolisieren soll, und einer Büste von Macià auf einem Sockel. Klar, Treppe ist eine Zukunftsperspektive. Vorallem wenn sie verkehrt ist. Warum ist mir das nicht sofort aufgefallen. Da es schon Mittag war, haben wir das große Angebot an Essen an dem Platz genutzt um uns zu stärken. Die haben an einem Platz wohl mehr Fast Food als sonst wo. Gesehen haben wir (ohne lange zu suchen): McDonalds, Burger King, 5 guys, KFC, Taco Bell, Starbucks und eine nicht mehr abzählbare Menge an spanischen Snack-Ständen.

An dem Platz fährt auch die grüne Linie des Besichtigungsbusses. Also haben wir Tickets gekauft und haben uns auf die grüne Tour gemacht. Bald ist man am Triumpfbogen, wobei man schnell bemerkt, bald ist eine sehr relative Zeitbeschreibung. Der hop on / hop off hat alle Zeit dieser Welt. Wo man in anderen Städten mit einer Runde in einer guten Stunde durch ist, sind es hier sicher über 3 Stunden. Und nein, die Runden sind nicht so groß, er steht nur so viel rum. Wir haben am Abend einen der Tourbusse zu Fuß überholt!

Ach ja, falls sich wer fragt warum das Triumpfbogen heißt. Also wo ist der Triumpf? Da gab es keinen, es war nur das Wahrzeichen der Weltausstellung in Barcelona. Kein besonderer Anlaß.

Der historische Triumphbogen in Barcelona aus roten Ziegelsteinen steht zentral am Passeig de Lluís Companys, umgeben von geschäftigen Fußgängern, Laternen und grünen Bäumen unter einem leicht bewölkten Himmel Der aus rotem Backstein im neomudejarstil erbaute Arc de Triomf in Barcelona erhebt sich unter einem wolkenverhangenen Himmel über dem belebten Passeig de Lluís Companys mit Menschen, Laternenmasten und einer Leihfahrradstation

Weiter vorbei am obersten Gerichtshof (mit schönem Park davor).

Blick über eine steinerne Balustrade auf den Passeig de Lluís Companys in Barcelona mit dem markanten Justizpalast aus Sandstein im Hintergrund, umrahmt von herbstlichen Platanen, Palmen und kunstvollen Straßenlaternen unter wolkenverhangenem Himmel

Vorbei am Castell der drei Drachen.

Das Castillo de los Tres Dragones im Parc de la Ciutadella in Barcelona präsentiert sich als markanter Backsteinbau im modernistischen Stil mit Zinnen, Ecktürmen und Palmen im Vordergrund unter einem bewölkten Himmel Das historische Castell dels Tres Dragons in Barcelona aus rötlichem Ziegelmauerwerk mit Zinnenkranz und Türmen, umgeben von grünen Palmen, einer Bushaltestelle und einer davor vorbeifahrenden schwarz-gelben Taxe bei bewölktem Himmel

Straßenbahnen haben sie btw auch in Barcelona.

Eine grüne Strassenbahn befährt ein Gleisbett auf einer Rasenfläche. Im städtischen Hintergrund erstrecken sich begrünte Alleen, geparkte Motorroller, traditionelle Ziegelbauten sowie moderne Hochhäuser unter bedecktem Himmel

Am Meer haben sie jede Menge moderner Gebäude.

Moderne Torre Telefónica mit weißer Rautenstruktur und blaues Naturwissenschaftsmuseum im Forum Barcelona unter dramatischem Wolkenhimmel, davor gelb-schwarze Taxis auf asphaltierter Straße

Eines davon ist der ‘Gupf’ (Torre Agbar), wo man gegen Geld oben eine Aussicht haben kann. Da haben sie Werbung dafür gemacht.

Blick auf die Avinguda Diagonal in Barcelona mit der markanten, gläsernen Torre Glòries im Hintergrund, eingerahmt von herbstlichen Platanen und einer modernen Straßenbahnhaltestelle am Nachmittag Torre Glòries in Barcelona mit seiner markanten, patenförmigen Glasfassade in Blau- und Rottönen, umgeben von herbstlichen Alleebäumen entlang einer breiten Promenade unter bewölktem Himmel

Eines der schönsten Gebäude war zuerst ein Wohlfahrtshaus und wurde zu einem Spitalkomplex. Hospital Sant Pau.

Das modernistische Spitalsgelände des Hospital de Sant Pau in Barcelona mit rotem Ziegelsteinmauerwerk, verzierten Steinsäulen, kunstvollen schmiedeeisernen Toren und zwei Palmen im Innenhof unter einem wolkigen Himmel

Die nächste Station sind wir dann ausgestiegen, weil wir wollten in den Park Güell. Gleich bei der Station findet man das hübsche Haus.

Jugendstil-Fassade mit blassgelbem Putz, geschwungenen grünen Zierelementen und lachsfarbenen Stuckrahmen, hervorgehoben durch die Jahreszahl 1920 im Giebel, flankiert von Nachbargebäuden und Verkehrsschildern im Vordergrund

Da haben wir dann den nächsten Nachteil bemerkt. Die Öffis fahren bis zum Eingang, der Hop-Bus bleibt unten am Hügel stehen. Das heißt man rennt flott 15 Minuten steil den Berg rauf (und sieht dort die Öffis). Und was man noch sieht? Nicht nur viele Leute die rein wollen, sondern einen Tisch mit dem Hinweis ‘sold out’. Man muß also nicht nur Eintritt bezahlen, die Tickets sind auch begrenzt. Zum Glück waren die Tickets für den kommenden Tag noch verfügbar. Also sind wir komplett sinnlos den Berg raufgehatscht. Daher wieder runter und zu Fuß (weil das ist schneller als der Bus) zur Sagrada Familia (in voll Basílica i Temple Expiatori de la Sagrada Família). Da haben sie durch Spenden 1882 begonnen eine große Kirche nach italienischem Vorbild zu bauen. Da gab es Streitereien und es wurde dann eine schlichte Kirche geplant und tatsächlich begonnen. Aber auch dann gab es bald Streitereien und es kam zum Baustopp. Zufällig war Gaudi dort als Student und er übernahm den Bau. Zunächst hat er sich an die Originalpläne gehalten aber je mehr Spendengelder eintrudelten, desto aufwändiger wurden die Pläne aufgemotzt. Insgesamt hat Gaudi 43 Jahre an der Kirche gearbeitet, bis er bei einem Straßenbahnunfall verstarb. Bald kam der spanische Bürgerkrieg und einiges wurde zerstört, auch die Modelle und Pläne zu großen Teilen. Aus den Resten wurde seitdem weitergebaut. Sie wollten 2026 zum runden Todestag von Gaudi fertig werden. Aber dann kam COVID, die Leute und die Spenden blieben aus. Aktuell gehen sie von einer Fertigstellung 2033 aus. Geweiht ist sie schon vom Papst und seit ein paar Tagen ist es der höchste Kirchenturm der Welt.

Wir kamen btw nicht rein, weil der nächste verfügbare Tag wäre der 3. November gewesen. Aber ja, auch von außen ok, wenn man es nicht so zurammeln würde. Da tue ich mir schon schwer die Kirche nicht als teures Touristenzentrum zu sehen. Da gab es auch genau deswegen schon Proteste bekannter Barceloner, die das nur mehr als Gaudi-Disneypark sehen. Und ganz unrecht haben sie nicht.

Die imposante Sagrada Família in Barcelona ragt mit ihren sandfarbenen, spitzen Türmen und filigranen Ornamenten vor einem leuchtend blauen Himmel mit feinen weißen Wolken auf Die imposante Fassade der Sagrada Família in Barcelona aus hellem Sandstein mit detailreichen Skulpturen und filigranen Türmen ragt unter einem kräftig blauen Himmel mit leichten Wolken auf, während davor zahlreiche Besucher den Eingangsbereich säumen Die monumentalen, ockerfarbenen Sandsteintürme der Sagrada Família in Barcelona erheben sich detailreich unter einem dynamischen, wolkenverhangenen blauen Himmel, während im geschäftigen Vorbereich Absperrgitter und zahlreiche Besucher zu sehen sind

Wir haben uns dann, weil schon bezahlt, auf die orange Buslinie geworfen. Aber das war auch nicht der Renner, weil auch da sieht man die Lebensenergie aus sich herausfließen, weil echt nix weitergeht. Es geht wieder in Richtung Meer. Auf dem Weg sieht man ein paar Gebäude und Monumente. Alles sehr schräg.

Das historische Post- und Telegraphenamt in Barcelona mit seinem markanten Turm dominiert eine breite, von klassischen gelb-schwarzen Taxis und Fußgängern belebte Straßenschlucht unter einem dynamischen, wolkenverhangenen Himmel Roy Lichtensteins farbenfrohe Skulptur "El Cap de Barcelona" mit roten und blauen Mustern auf einem hohen Sockel, umgeben von geschäftigem Treiben auf einem städtischen Platz unter einem wolkigen Himmel mit Palmen im Hintergrund Blick vom Oberdeck eines roten Hop-on-Hop-off-Busses auf die geschäftige Plaça del Portal de la Pau in Barcelona, dominiert von der imposanten, bronzenen Kolumbus-Säule unter einem wolkenverhangenen Abendhimmel mit Palmen und belebtem Stadtverkehr im Hintergrund Blick auf die geschwungene Stahlskulptur "L'Estel Ferit" in Barcelona vor einer grauen Steinmauer, flankiert von Palmen, vorbeifahrenden Autos auf der Straße und dem markanten Aussichtsturm unter einem wolkigen Himmel

Barcelona hat auch einen großen Kreuzschiffhafen und man hört auch viele Touristen, die von den Booten kommen. Daher muß es dort auch Hop-Bus-Stationen geben.

Blick auf den Hafen von Barcelona vom Moll de la Fusta mit grünen Dattelpalmen im Vordergrund, der modernen Fußgängerbrücke Rambla de Mar, ankernden Booten im blauen Wasser und einem wolkigen Abendhimmel Die Skulptur „L’Estel Ferit“ aus silbernen, geschwungenen Stahlbögen dominiert den hellen gepflasterten Platz am Hafen von Barcelona, im Hintergrund säumen grüne Palmen, historische Gebäude und ein bewölkter blauer Himmel die Straße

Von dort geht es steil den Berg rauf. Oben sind Museen und Aussichtspunkte zu finden, man kann auch mit einer Seilbahn fahren, was wir uns für den nächsten Tag vorgenommen haben.

Mehrere grüne Kanarische Dattelpalmen mit braunen, trockenen Wedeln im Vordergrund, während im Hintergrund ein blauer Ozean mit Schiffen und ein heller Himmel mit lockeren Wolken zu sehen sind Blick von einer grünen Anhöhe mit schlanken Palmen auf den belebten Hafen von Barcelona, in dem grosse Kreuzfahrtschiffe und weisse Fähren der Reederei Grimaldi vor dem blauen Mittelmeer und einem wolkenverhangenen Himmel vor Anker liegen Palau Nacional in Barcelona mit ockerfarbenen Kuppeln und Türmen, davor eine breite asphaltierte Strasse mit Zebrastreifen und grünen Bäumen unter einem blau-weissen Wolkenhimmel

Den Bahnhof haben sie mit so allem was sie hübsch fanden umzingelt.

Der venezianische Turm am Plaça d'Espanya in Barcelona ragt mit rötlichem Ziegelmauerwerk und heller Basis vor einem hellen Gebäude und einem bewölkten Abendhimmel empor, während unten eine Bushaltestelle liegt Plaça d'Espanya in Barcelona mit der prunkvollen Font Monumental und den zwei rotbraunen venezianischen Türmen im Hintergrund, umgeben von einem großen, gepflasterten Platz mit Baustellenbereichen und einem leuchtend blauen Container unter leicht bewölktem Himmel Eine Reihe futuristischer, beigefarbener Lichtkamine mit rot-gelben Akzenten und kugelförmigen Aufsätzen säumt die breite Promenade im Park de Joan Miró, während im Hintergrund Zypressen und der späte Nachmittagshimmel zu sehen sind Im Parc de Joan Miró in Barcelona ragen die markanten, gelb-beigen Ventilatortürme von Antoni Bartolí unter tiefblauen, abendlichen Wolken empor, während schlanke Zypressen und Spaziergänger den gepflasterten Platz beleben

Da wir wieder zu unserem Platz zurückwollten (damit wir mit dem Bus zum Campingplatz kommen konnten, gingen wir die Haupteinkaufsstraße zu Fuß, weil man auch da wieder schneller als der Bus ist. Dabei haben wir zufällig die beiden berühmten Häuser gefunden.

Die Casa Milà in Barcelona in der Abenddämmerung mit ihrer wellenförmigen, sandfarbenen Steinfassade und den charakteristischen schmiedeeisernen Balkongittern, umgeben von belebten Straßen mit Laternen, Bäumen und Passanten Die von Antoni Gaudí entworfene Casa Batlló in Barcelona zeigt sich in der Dämmerung mit ihrer markanten, wellenförmigen Sandsteinfassade, bunt schimmernden Mosaiken und knochenartigen Balkonen, während die großen Fenster warm erleuchtet sind und davor wartende Besucher stehen

Am Hauptplatz war es schon dunkel, sodaß wir die Springbrunnen beleuchtet sehen konnten. Als Abendessen hat sich Astrid Taco Bell gewünscht, der direkt an der Bushaltestelle liegt.

Beleuchteter Springbrunnen auf der Plaça de Catalunya in Barcelona bei Nacht, umgeben von historisch bemalten Fassaden mit warmem Licht und flanierenden Passanten auf dem nassen Steinpflaster

Und schon haben wir uns durch einen Tag mit dem Bus gewartet. Selbst Astrid hat da die Geduld verloren und sich daran erinnert, wie gut das in Chicago und Berlin geklappt hat. Am Abend haben wir uns die Eintrittskarten für den Park Güell gesichert und fanden raus, viele Webseiten verkaufen da Karten, aber sie werden zum Teil überraschend teurer. Man sollte daher aufpassen, daß man die Karten wirklich beim Park kauft und nicht bei einem Zwischenhändler.