Nach dem gestrigen Astrid’s way Barcelona Tag sind wir heute zu einem klassischen Besuchstag aufgebrochen. Die restlichen Wolken des Vortages haben sich auch verzogen, sodaß wir bei strahlend blauen Himmel losgestartet sind. Ich habe einmal am Rausweg unseren Strand dokumentiert. Tausend mal besser als der in der französischen Campingstadt.

Den Weg zum Bus konnten wir schon, der Bus kam auch schnell und schon waren wir wieder im Zentrum, wo alle Busse und Metros fahren. Nach einem Auffrischen bei Starbucks ging es in die Metro-Station um ein tagesticket der Öfios zu kaufen. Knappe 12€ sind auch kein Geschenk, die Karten gehen aber automatisch 24 Stunden, wir könnten also bis am nächsten Tag damit fahren. Auf in die Linie 24, die bis zum Eingang des Parks Güelle führt (und nicht wie der Hop on Bus 15 Minuten steilen Berghatschen beinhaltet).

Ein paar Minuten haben wir noch gewartet und schon waren wir mit den nun im Vorfeld online gekauften Tickets im Park. Der Park heißt nach seinem Geldgeber Güelle. Der wollte nach britischem Vorbild einen Park für die Reichen bauen, wo sie mit schöner Aussicht über die Stadt ihre Häuser bauen konnten. Damit das cool aussieht wurde Gaudi als Künstler gewonnen. Von 1912 bis 1914 haben sie den Zentralbereich gebaut. Und dann ging das ganze Projekt den Bach runter. Insgesamt haben sie zwei Häuser gebaut, eines für den Anwalt des Geldgebers und eines zum Herzeigen. Bald viel das ganze an die Stadt, die das als Park der Öffentlichkeit zur Verfügung stellte, in den 80er Jahren wurde es Weltkulturerbe und nun verlangen sie g’scheit Eintritt weil berühmter Gaudi.
Am Anfang kommt man zu den Viadukten.

Von da oben hat man schon eine coole Aussicht und ich kann mir vorstellen, daß es nett gewesen wäre dort einen Landsitz zu haben.

Wie gesagt, nur der Anwalt des Geldgebers hatte ein haus und das ist noch erhalten. Besichtigen aber nur mit Sonderführung.

Als katholischer Staat braucht so eine Kommune auch eine Kirche. Die war geplant, wurde dann zu einer Kapelle umgeplant und gebaut haben sie einen Steinhaufen mit 3 Kreuzen. Und der ist im Bürgerkrieg kaputt gegangen und wurde neu aufgebaut.

Früher einmal war der Park gratis und nur der gebaute Zentrumsbereich war zu bezahlen. Damit die Leute aber mehr zu tun haben und sich über ein größeres Gebiet verteilen, kostet jetzt alles was. Trotzdem ist der zentrale Bereich der, wo man Gaudi sehen kann. Die große Terrasse mit Kachelsitzbank, die von einer Säulenhalle getragen wird.

Von da sieht man auch gleich den Eingangsbereich. Die Häuser sind auch extra zu bezahlen.

Auch im zentralen Bereich waren viele Häuser geplant. Kamen nur nicht. Also haben sie ein paar Pflanzen aus Österreich geholt und seit dem gibt es dort den Austria Garden. Ich wußte nicht, was da angeblich alles in Österreich wachsen soll.

Also gleich in die Säulenhalle.

Wirkliche Skulpturen von Gaudi sind in dem Park selten, also eigentlich nur bei den Stiegen.

Da stauen sich auch die Touristen. Und wenn es Asiaten sind, ist es Zeit zum Gehen.

Während Astrid Souvenirs geshopped hat, noch ein schnelles Abschiedsfoto.

Runter zur Metro sind wir zu Fuß gegangen. Überall wachsen hier Palmen wie Unkraut, selbst als Trenner bei den Straßen.

Da es mühsam ist zur Seilbahn über den Hafen zu kommen haben wir den Plan verworfen und sind zur Kathedrale von Barcelona gefahren. Das ist dann echte Innenstadt, die garnicht so schlecht aussieht. Natürlich haben alle Kirchen hier Eintritt. Die Kathedrale will z.B. 16€ und das ist damit mehr als der Prado.

Weiter durch die wirklich engen Gassen zur Markthalle.

Auch der Markt hat nur mehr wenig mit einer Markthalle zu tun und hat mehr Essensstandeln als sonst was, aber wenigstens nicht so überfüllt wie in Madrid.

Zu Fuß zum Bus und von dort zum Triumpfbogen.

Der Anschließende Park, wo auch der winzige Zoo enthalten ist, schaut mit Skulpturen auch cool aus.

Zurück zum Triumpfbogen haben sie den Stadtplan am Boden aufgezeichnet. Nette Idee.

Damit blieb nur mehr die Busfahrt zurück zum Campingplatz, wo wir den Sonnenuntergang gerade versäumt haben.
