Es blieb uns also nur mehr die Fahrt nach Österreich. Wir haben die klassische Route über Venedig und Klagenfurt ignoriert und sind die für uns neue Route über Innsbruck und Salzburg gefahren, denn damit konnten wir uns die Durchfahrt durch Wien ersparen und es waren weniger Mautkilometer in Italien.
Der Tag begann wieder strahlend sonnig. Das macht die Heimfahrt jetzt nicht besser, wie wir schon in Barcelona festgestellt haben. Trotzdem waren wir schon sehr geübt alles zu verstauen und schon waren wir auf der Schnellstraße in den Norden. Die Autobahn war auch schnell erreicht und es schmerzte bei so einem Himmel heimzufahren.

Es fehlten aber ohnehin ein Frühstück und ein voller Tank für den Camper, denn die Diesel-Preise in Deutschland und Österreich lassen einen schaudern. Wir sind daher schon bald wieder von der Autobahn abgefahren und haben in Roverto getankt und den örtlichen Lidl leergekauft; im Kühlschrank war nun viel Platz. Die Autobahn blieb auch weiterhin recht gut zu fahren und der Himmel blieb mehr als nur freundlich.

Erst Richtung Brenner zogen sehr graue Wolken auf und oben hatte es nur mehr 4°C. Wir hatten natürlich keine Winterreifen am Camper.

Wir mußten uns durch Baustellen durchwarten und ich will mir nicht vorstellen, was sich da in der Sommerhauptreisezeit abspielen muß. Kaum jedoch wieder in der Anfahrt auf Innsbruck (wo ich eine Mautangestellte offensichtlich rüde beim Zeitunglesen gestört habe, indem ich mit Karte und nicht in bar zahlen wollte), kam die Sonne wieder raus. Der Schnee auf den Bergen war aber gefährlich nah.

In Bayern haben wir kurz gerastet. Und weil das Klo Geld kostet, das man im Restaurant zurückbekommt, haben wir uns beide je 1x Pommes genommen. Warum pro Person? Man kann natürlich pro Person nur einen Gutschein einlösen. Und verliert automatisch den ADAC Nachlaß (der Klo-Gutschein wird als Nachlaß gewertet). Super System. Dafür sind die Leute aber schon heimisch unfreundlich. Und nicht zu vergessen, beide Varianten der Pommes sind ungenießbar. Die mit Frühlings-Zwiebel werden in Curry-Soße ertränkt und die mit Pulled Chicken unter Krautsalat vergraben. Daher lernt man: Pinkle in Deutschland lieber in die Wiese, wie es auch andere tun, denn auf normale Rastplätze kommst nicht mal drauf, weil LKWs einfach überall stehen.

Österreich war auch bald erreicht und die Sonne hielt bis nach St. Pölten, wo die Wolken uns verschluckt haben.

Wir sind an unserem Haus vorbeigefahren. Nicht weil ich nicht mehr heim gefunden habe, aber weil wir gleich nach Laa fahren wollten, um den nun schon sehr leeren Tank günstig aufzufüllen. Erst nach dem der Camper gefüttert war, durften wir nach Hause.
Dort konnten wir uns aber nicht ausruhen, denn der Camper wollte einmal komplett ausgeräumt werden (und das beinhaltete auch alle Einkäufe) und dann durften wir das Ding auch noch besenrein reinigen, denn die Innenreinigung haben wir uns lieber gespart.
Die letzte Nacht haben wir aber doch lieber in unserem Bett geschlafen, so bequem waren die durchgelegenen Matratzen des Campers nun auch wieder nicht.