Die Nacht am Curry Hammock SP war wieder super, völlig still in der Natur. Natürlich war da auch noch die Klimaanlage…
Nach dem Ausschlafen ging es die paar Meilen in den Süden, zu dem nun schon bekannten Horseshoe Beach, der immer noch nicht angeschrieben ist und wo man gratis mit allem parken kann. Wir hatten auch Glück, das Seegras von letztem mal war weg und wir hatten wieder den super Platz zum Baden und Schnorcheln (as advertised).

Das Wasser war auch so klar wie schon lange nicht, sodaß ich beim Schnorcheln meine Freude hatte. Die kleinen Zebrafische waren schon vom Festland aus zu sehen, im Wasser waren sie überall.

Auch zum Teil riesige Papageienfische kamen in ganzen Schwärmen vor.

Aufgrund der guten Sicht waren auch die sonst schwer sichtbaren sandgebundenen Fische gut zu sehen.

Selbst der sonst recht intensive Gelbstich des Wassers, aufgrund der Mangroven, war heute harmlos.

Ich bin an dem Tag so weit wie schon lange nicht an den Steinen entlang rausgeschwommen. Beobachtet haben mich nur Pelikane, die auf den aus dem Wasser stehenden Steinen gemütlich saßen.

Astrid hat inzwischen gemütlich im Wasser geplanscht und konnte die 32°C sogar kurz vergessen. Das Wasser hat laut Wetterbericht btw. 31°C.

Irgendwann mußten wir aber doch Abschied nehmen. Es ging noch einmal über die 7-Mile Bridge in den Norden.

Mit Einkaufsstopps und Hühnchen vom Publix zum späten Mittagessen kamen wir eh erst nach 17 Uhr auf unserem Campingplatz für die nächsten 4 Nächte an: John Pennekamp SP.

Und damit wir auch an dem Tag etwas lernen, warum ist der SP so besonders?
John Pennekamp Coral Reef State Park ist im Grunde Floridas Versuch, ein Unterwasser-Nationalpark zu sein. Als in den 1950er-Jahren immer mehr Menschen Korallen als Souvenir aus dem Meer rissen und die Riffe rund um Key Largo langsam ruinierten, setzte sich der Journalist und Naturschützer John Pennekamp für ihren Schutz ein. 1963 entstand daraus der erste Unterwasser-State-Park der USA.
Das Problem: Die eigentliche Hauptattraktion liegt nicht an Land, sondern draußen im Atlantik. Wer nur durch den Park fährt, sieht ein paar Mangroven, einen Strand und denkt sich vielleicht: „War’s das schon?“ Die wahre Show beginnt erst mit dem Boot. Dort liegen die Korallenriffe, tropische Fische, Schiffswracks und die berühmte Unterwasserstatue „Christ of the Abyss“, die wie eine versunkene Ausgabe der Christusstatue von Rio wirkt.
Historisch gesehen war die Gegend lange Arbeitsgebiet von Fischern, Schwammtauchern und Wrackplünderern. Als der Tourismus nach dem Bau des Overseas Highway explodierte, wurde klar, dass die Riffe ohne Schutz nicht lange überleben würden. Der Park war einer der ersten großen Schritte des US-Bundesstaats Florida in Richtung Meeresschutz und wurde später Teil des noch größeren Florida Keys National Marine Sanctuary.
Daher auch Schnorcheln für die kommenden Tage als Programm. Böse Leute würden sagen: Pennekamp ohne Schnorcheln oder Tauchen ist wie zum Aquarium fahren und nur den Parkplatz besichtigen.