Entlang der Küste nach Süden und dann Querfeldein and Ende von Oregon.
In der Früh haben wir den Nebel des Grauens gefunden; quasi vor der Haustüre. Das Zelt war gerade noch außerhalb, aber die Brücke hat es voll erwischt.

Wie immer beim Nebel des Grauens ist der Ort extrem wichtig. Über der Küste Nebel, ein paar Meter im Landesinneren und es ist strahlend sonnig. Blöd nur, daß man hier das Meer und die Küste fotographieren will und nicht das Landesinnere.

Trotzdem ist die Gegend extrem schön. Die berühmte Höhle der Seelöwen haben wir ausgelassen (knappe 20$ für einen Blick in die Höhle ist nun doch frech), dafür war der Nebel beim berühmten Leuchtturm gnädig.

Wir mußten uns von der Küste trennen, obwohl die 101 bis Los Angeles geht. Die Zeit drängt dieses Jahr besonders, da wir nur 4 Wochen on the road sind. Also dem Umpqua (kein Tippfehler, ihr solltet den TomTom das aussprechen hören) gefolgt. Der Fluß ist echt hübsch.

Als Mittagspause (es gab mal wieder kein Frühstück) sind wir bei einem der wenigen in-n-out von Oregon stehengeblieben. Immer noch hervorragende (nicht zu übertreffende) Burger.

Nach den wenigen Meilen Interstate, gleich wieder auf den Scenic Byway, dem Umpqua entlang.

Bald schon war der Crater Lake NP erreicht (nicht weil man in Oregon nur 55mi/h auf Landstraßen fahren darf, sondern weil man dort mit 65mi/h ein Verkehrshindernis ist und von LKWs überholt wird). Am Eingang gab es Stau, weil das bezahlen von $30 per Karte (und sie nehmen derzeit kein Bargeld) scheinbar sehr schwer ist. Wir wurden mit dem Jahrespaß ohne Kontrolle gleich durchgewunken.
Was ist der Crater Lake? Da stand vor sehr langer Zeit ein Berg und ein Vulkan hat den weggesprengt. In das entstandene Loch kam Wasser und wenn das nur lange genug nicht raus kann, entsteht ein See. In dem Fall ein See mit knapp 600m tiefe (Durchschnittstiefe 300m), was ihn zu einen der tiefsten Seen der Erde macht. Zudem ist es der sauberste See der Erde, weil es absolut keinen Zulauf gibt. Sie sind daher extrem heikel, was man da ins Wasser bringen darf.
Knappe 10mi geht es vom Nordeingang den Berg hinauf und schon ist man bei 40°F (gute 4°C) und kräftigem Wind auf einem Aussichtspunkt. Was ca. 2000 Höhenmeter nicht ausmachen.

Im Prinzip geht eine Straße rund um den Kratersee. Im Prinzip, weil auf der Ostseite wieder Bauarbeiten waren, wo am Eingang mitgeteilt wurde, da dürfen nur Autos fahren. Wir haben uns durch die Gegenverkehrsampeln gewartet, um dann zu sehen, daß die Straße aktuell komplett gesperrt ist. Das steht genau und nur an der Straßensperre. Dort ist ein großer Aussichtspunkt und man kann zu einer Anlegestelle der Fähre wandern. Viel spaß da runter. Das Chipmunk bettelte jedenfalls heftig.

Also wieder zurück durch die Baustelle und über die Westseite gefahren. Dort sieht man Den Vulkan im Vulkan, der noch als Insel aus dem Wasser ragt.

Man kann dann von der anderen Seite auf die Oststrecke wechseln. Die zieht sich vorwiegend an der Außenseite entlang und gibt Aussichten auf die Umgebung preis.

Kurz vor der Straßensperre kommt man noch zu einem Ausguck, wo man eine noch schrofferere Seite des Sees sieht.

Am Weg zum Südausgang sieht man noch den Wasserfall. Naja, irgendwie fällt da schon Wasser runter…

Da in der Gegend Frost in der Nacht angesagt ist, sind wir bis Klamath Falls gefahren und haben ein überraschend günstiges Motel genommen. Am nächsten Tag ging die Flucht vor der Kälte weiter in den Süden: Ab nach Reno.