Auch hierfür gilt: Ja ich war erst letztes Jahr dort, aber wenn man daran vorbeifährt, muß man einfach hineinfahren.
Warum man hineinfahren muß? Ich könnte dort Tage verbringen und Fotos und noch mehr Fotos machen. Einmal dort auf dem primitive Campground übernachten (mit Sonnenuntergang) steht noch auf meiner ToDo Liste. Ich versuche einmal mit ein paar Bildern meine Begeisterung zu erklären, aber ich fürchte, man muß dort gewesen sein, um das zu verstehen.
Das NM haben sie ein wenig geändert, böse Zungen könnten sagen zusammengespart. Der lange Weg hinein ist ist jetzt ein Safety Corridor und man darf nicht einmal mehr stoppen. Der erste Parkplatz ist auch gesperrt. D.h. die Besichtigung beginnt erst beim Boardwalk. Die Pflanzen sind derzeit auch sehr am Vormarsch, sodaß einige Dünen schon gar arg gefressen werden.

Der Regen vor kurzem scheint auch einiges bewirkt zu haben. Der Sand scheint kompakter und es blühen sogar Blumen (aber nicht so viele wie zuletzt im Frühjahr).

Gräser bauen in dem Sand die ersten festen Stöcke, wo später die anderen Pflanzen folgen. Sieht immer gut aus, wenn aus dem Nichts was rauswächst.

Für den Fotographen ist nicht nur der Kontrast von Leben und totem Sand spannend, sondern auch die Muster im Sand; egal ob die reinen Windmuster, oder ob Tiere drübergelaufen sind.

Muster und Pflanzen lassen sich natürlich verbinden. Schatten bringen auch noch einen Aspekt.

Oder Muster und Berge am Horizont. Um solche Fotos machen zu können, reicht btw der Boardwalk nicht aus. Da muß man schon ein wenig in die Dünen reinhatschen. Sonst hat man überall Fußabdrücke drinnen.

So wie meine. ![]()

Die Belichtung in White Sands ist ohnehin eine völlig eigene Geschichte. Wenn es so strahlend sonnig ist wie dieses Jahr, wird es echt schwer. Probieren, raten, betrügen … alles ist erlaubt.

Die große Runde fährt man wie immer nur auf einer gebaggerten Straße, kein Asphalt. Zahlt sich nicht aus. ![]()

Nach dem Vergnügen kam die Arbeit, wir hatten an dem Tag noch einige Meilen zu bezwingen. Vorhergesagt war am Ziel das gleiche Wetter wie in White Sands: 32 Grad und Sonne. Auf der ersten Raststätte konnte ich das bestätigen. Wenn man das mit einer Raststätte aus Florida vergleicht kann man schnell erkennen: Hier ist es trockener. ![]()

Bald wurde jedoch mein Glaube an die Wettervorhersager auf eine Probe gestellt. Wolken kamen am Horizont in Sicht. Aber irgendwie keine netten Schäfchenwolken.

Und schwups, schon war die Sonne weg. Ich gebe zu, ich habe nur für das Ziel gefragt und nicht für die Strecke dazwischen, aber komm, ich kann nicht alles erfraqen.

Kurz hat es sogar getröpfelt. Sollte es doch nix mit Schönwetter werden??? Und siehe da, es wurde heller.

Vor dem Ziel (der seltsame Felsen mit den Eselsohren ist der namensgebende Picacho Peak) war es wieder schön warm und die Wolken nur mehr Dekoration. Da hatten die Wetterfrösche also recht: Am Ziel war es sonnig; dazwischen habe ich nicht gefragt. ![]()

Da Arizona keine Sommerzeit hat, geht die Sonne schon um 17:49 unter. Da wird es schwierig, noch am Abend vor Sonnenuntergang in den Pool zu kommen. Wir haben es aber zum Glück gerade noch geschafft. Was für ein Ausblick.
