Bereits letztes Jahr war ich bei der Fabrik von Tabasco auf Avery Island und an den allgemeinen Informationen von damals hat sich wenig geändert. Daher sollte man dort einmal nachlesen, wenn man es nicht mehr in Erinnerung hat. Dieses Jahr war aber doch einiges anders: Erst vor kurzem ist dort ein Hurricane vorbeigeschrammt und hat einmal mehr alles überflutet. Im folgenden Bild sieht man das Zahlhäuschen des Jungle Gardens. Das Wasser stand 14″ über dem Terassenboden (und hat somit das ganze Haus geflutet). Derzeit renovieren sie fleissig:

Auch in den Gärten ist es immer noch viel nässer als letztes Jahr. Trotzdem sind noch mehr Alligatoren als letztes Jahr zu sehen. Das mit dem Betteln haben sie gut raus: Kaum bleibt ein Auto stehen, schon schwimmen sie von überall her und kommen z.T. auch auf’s Land:

Der hat es so eilig, daß er eine Bugwelle produziert:

Auffälliger kann man nicht mehr betteln:

Unser Rekord beim Stehenbleiben waren 9 Alligatoren. Hier liegt die Zahl noch etwas drunter:

Und da soll man nichts spenden, wenn man so lieb angesehen wird?

Na gut, es gibt auch anders im Garten zu sehen. Z.B. diesen Reiher, der günstig vor einem Entwässerungsrohr auf Beute wartet:

Links sieht man den Sumpf, rechts ist der Bayou. Und dazwischen fährt man unter herrlichen Bäumen entlang:

Überall Spanish Moss. Die Luft muß dort wirklich sauber sein:

Und noch ein Reiher, der auf Fische lauert. Zugegeben, man sieht auch viele und z.T. springen sie in die Luft:

Im Hintergrund der Bayou mit Seitenarm, im Vordergrund der Sumpf:

Der Fahrweg ist z.T. sehr überwachsen; man fährt durch richtig lebendige Tunnel:

Auch ein chinesischer Pavillion darf nicht fehlen:

Bird City ist im Frühjahr mit Vögeln voll. Jetzt im Herbst ist es wie letztes Jahr leer und ruhig. Dafür fühlen sich die Wasserlinsen sichtlich wohl:

Nach einer Runde ging es zur Fabriksführung und dann in den Country-Store. Und da bin ich nun am Meckern: Viele Dinge im Store sind ganz offensichtlich überteuert. Wenn man z.B. eine Flasche Tabasco Jelly kauft kostet das ca. $5. Wenn man zwei Gläser Jelly in einem hübschen Papiertascherl zum Verschenken kaufen will, kostet es gleich $15. Und so geht das mit fast allem. Am Abend war ich dann noch im Walmart beim Campingplatz einkaufen. Und siehe da, ALLE Produkte von Tabasco waren bei Walmart zu haben und ALLE waren erheblich billiger als bei Tabasco selbst. Die Flasche Tabasco z.B. um $2.60 statt $4. Das ist dann aber kein Firmendirektverkauf, das ist Touristennnepp! Ich empfehle daher allen lieber die Produkte beim Walmart zu kaufen als im Country-Store (außer man will T-Shirts oder sauteure Küchenartikel mit Tabasco-Stanzerei).

Die Führung hat sich seit letztem mal nicht geändert, nur das Service war mieser. Angeblich findet eine Führung alle 15 Minuten statt. Vor uns haben schon Leute gewartet und da wurde uns mitgeteilt, daß die nächste Führung in einer guten halben Stunde stattfinden wird. Die Dame kam dann, hat Ihren Spruch runtergerasselt, hat jedem seine Samples in die Hand gedrückt und meinte lakonisch, man könne sich den Videofilm ansehen aber jederzeit wieder gehen. Den 15% Gutschein für den Store von letztem Jahr gab es nicht, es gab genau keinen Gutschein. Also 40 Minuten warten für ein Video und 3 Minisamples? Scheinbar haben sie es aber nicht nötig, denn angeblich produzieren sie 440000 Flaschen pro Schicht und über 700000 Flaschen pro Tag:

Nach dem Shoppingerlebnis (wenn man dort etwas kaufen will, sollte man sich zumindest die 10% von einem Gutscheinheft holen) ging es nochmal in den Garten. Und wieder waren die Alligatoren da:

Der Bayou beim Garten heißt (wie man am folgenden Schild erkennen kann) Bayou Petit Anse. Der Erfinder von Tabasco wollte auch seine Soße so nennen. War aber kein so großer Renner. Und da die Samen für die Pflanzen angeblich aus Mexiko stammen, hat er einfach eine mexikanische Karte genommen und einen fetzigen Namen gesucht. Raus kam Tabasco. Inzwischen pflanzen sie btw die Tabasco-Pflanzen kaum mehr auf der Insel an. Nur mehr eine winzige Fläche (weniger als ein 20stel von früher) für die Samengewinnung, der Rest kommt aus den verschiedenen Orten aus Südamerika. Billiger eben.

Dieser Reiher hatte kurz nach dem Foto einen zappelnden Fisch im Schnabel. Hilft also doch etwas so stocksteif rumzustehen:

Eine der größten Eichen im Garten:

Der Weg zurück zum Campingplatz verlief trocken, obwohl es sehr nach gewitter ausgesehen hat. Der oben erwähnte Walmart-Einkauf mit dem überraschenden Preisunterschied folgte noch.
Am Campingplatz hatten wir an beiden Abenden Besuch. 2 grau/weiße Katzen und zwei schwarze Katzen. Auch die waren beim Betteln könglich. Erst als sie mit den Bändern meines Zeltes spielen wollten, mußte ich eingreifen. Hübsch sind sie aber schon:

Der nächste Tag versprach wieder ein Fahrtag zu werden; der Höhepunkt sollte ein Bieber werden.