In einem hellen Raum stehen gefüllte Kasten voller Bücher und irdene Gefäße, während gemusterte Decken auf Sitzmöbeln liegen und gerahmte Bilder die weiße Wand zieren

Hubbell Trading Post NHS

Da ich es am Vortag nicht mehr nach Holbrook geschafft hatte, mußte ich an diesem Tag ein wenig weiter fahren als geplant. Trotzdem konnte ich am Abend wieder zum alten Zeitplan aufschließen, Silver City war erreicht (das Loch in der Route ist btw nicht durch beamen entstanden, sondern durch den vergesslichen Christian, der nach dem Einkaufen vergessen hatte seinen GPS-Logger zu starten):


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Auch die Hubbell Trading Post liegt auf Indianergebiet. Das wäre eigentlich egal, aber es ist wegen der Öffnungszeiten doch wichtig. Arizona ist der einzige Bundesstaat, der keine Sommerzeit hat. Zu dieser Ausnahme kommt noch die Ausnahme hinzu, daß alle Indianergebiete doch Sommerzeit verwenden. Man ist also in Arizona nie sicher wie spät es im Sommer ist, denn das hängt davon ab, ob man in einem Indianergebiet ist oder nicht. Und so ist es doch wichtig, daß diese Trading Post noch zu den Navajos gehört.

Von außen ist das Gebäude sehr unspektakulär:

Ein langes, eingeschossiges Gebäude aus rötlichen Bruchsteinen mit weißen Sprossenfenstern steht an einem Schotterplatz unter strahlend blauem Himmel. Vor der Fassade parken Autos und ein kleiner Laster, während mehrere Personen nahe dem Eingang plaudern

Kaum hat man jedoch sein Auto geparkt und die Türe zur Trading Post geöffnet, schon ist man in eine andere Zeit versetzt:

Rustikaler Krämerladen mit massiver Holzbalkendecke, an der Riemen hängen, und einem zentralen Kamin im Gang zwischen vollen Holzregalen

Die Verkäufer sind auch Navajos; so könnte es damals wirklich ausgesehen haben (und hat es wohl auch):

Im Inneren einer historischen Gemischtwarenhandlung hängen schwere Kumtsträge aus Leder an der holzgetäfelten Decke, während Regale voll mit Waren und Getränkekisten den Ladenraum prägen

In weiteren Räumen kann man typische Indianergegenstände kaufen. Töpfereien:

Ein rustikaler Raum mit rötlichen Lehmwänden, an denen ein präparierter Hirschkopf mit großem Geweih, historische Bilder in Holzrahmen und Regale mit Tongefäßen hängen. An der dunklen Decke mit massiven Holzbalken sind zahlreiche geflochtene Teller befestigt

Teppiche und Körbe (die Flinten sind wohl eher von der ‘anderen Seite’):

Das historische Innere der Hubbell Trading Post in Ganado zeigt weiß getünchte Wände, rustikale Holzpfosten mit Geweihen und an der Decke hängende Helme, gefolgt von traditionellen Teppichen und Stoffen auf den Tischen sowie dem Holzfußboden

Die Teppiche sind wirklich schön und fein gemacht. Aber die Preise sind ein Wahnsinn: Für ein 30x30cm Stück über $100, die größeren sprengen locker die $1000 Grenze:

In einem hellen Raum stehen gefüllte Kasten voller Bücher und irdene Gefäße, während gemusterte Decken auf Sitzmöbeln liegen und gerahmte Bilder die weiße Wand zieren

Weil Raum kostbar ist, muß er auch ausgenutzt werden. Daher sind alle Decken ebenfalls zugehängt mit allerlei Zeugs:

Ein historischer Raum mit weiß getünchten Wänden und massiven Holzbalken an der Decke, von der zahlreiche Ledertaschen und Gefässe herabhängen. Entlang der Wand stehen Truhen mit traditionellen Decken, flankiert von gerahmten Porträts, einem Wandteppich und hölzernen Hirschgeweihen

Typisch sind auch die mit buntem Sand ‘gemalten’ Bilder. Es sind auch wirklich schöne dabei, aber der Preis ist wiederum ‘crazy’:

Ein in einem dunklen Holzrahmen gefasstes, vertikales Kunstwerk mit Erdtönen zeigt ein traditionelles Motiv mit einer strahlenden Sonne, Vögeln und geometrischen Mustern, befestigt an einer holzverkleideten Wand in einem Raum

Mit Führungen kann man sich das Haus der damaligen ‘Weißen’ ansehen. Draußen vor den Häusern kann man sich allerlei Farmgerätschaften ansehen. Also z.B. Kutschen:

Ein alter hölzerner Leiterwagen mit vier Speichenrädern steht in kargem Gelände vor einer braunen Hügelkette unter blauem Himmel, umgeben von spärlichem Buschwerk

Oder Erntegeräte (z.T. made by John Deer, siehe voriges Jahr):

Ein rostanfälliges, historisches Mähwerk aus Eisen steht auf einer trockenen Erde, umgeben von kargem Buschwerk vor einer sanften Hügelkette im Hintergrund

Die Farm wird von Pferden und sehr seltsamen 4-hörnigen Schafen ergänzt:

Ein weißer Widder mit mächtigen, weit ausladenden Hörnern steht auf trockener Erde, im Hintergrund spärliches Gras

Wer’s ganz urig mag, nimmt den Einzelpflug für einen Ochsen:

Rostige landwirtschaftliche Gerätschaften aus Eisen liegen auf trockenem Schotterboden im Schatten einer hölzernen Scheune mit massiven Stehern. Im Vordergrund ruht ein Pflug mit geschwungenem Rahmen und Schar, während im Hintergrund eine zylindrische Walze und weitere Geräte auf dem staubigen Boden stehen

Zum Abschluß noch einmal einige Kutschen:

Zwei historische Holzfuhrwerke mit speichenreichen Rädern stehen auf einem staubigen Erdplatz vor historischen Stein- und Holzgebäuden mit grünen Dächern, umgeben von schattigen Laubbäumen

Im Visitor Center zeigt eine Navajo wie man die Teppiche herstellt. Man darf (im Bild auf der Rückseite des Demoteppichs) auch selbst Hand anlegen und einen Teil des Besucherteppichs weiterweben:

Eine dunkelhaarige Weberin sitzt auf einem Fell vor einem großen hölzernen Webstuhl in einem hellen Raum mit grauem Spannteppich und webt am Muster, während im Hintergrund Personen und eine US-amerikanische Fahne zu sehen sind

Nach dem Besuch ging es wieder über ‘7 Berge’ zu meinem Ziel, Silver City. Kaum hat man New Mexico erreicht, schon ist es so ganz anders als ich bisher gesehen habe: Sehr bergig und bewaldet. Davon erzähle ich aber mehr im nächsten Post, wenn es über einen herrlichen Scenic Byway zu den Gila Cliff Dwellings geht.

Am Abend in Silver City (übrigens ein absolut hervorragender Campingplatz, sehr zu empfehlen) wurden wir von diesem Monsterkäfer besucht:

Ein glänzender, dunkelbrauner Dungkäfer sitzt auf einer strukturierten, hellen Unterlage und bewegt seine feingliedrigen Beine

Der nächste Tag zeigte uns dann, daß diese Gegend von New Mexico noch mehr zu bieten hat und ich wohl wieder einmal dorthin zurückkehren sollte.

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