Ja, ich war erst letztes Jahr in den Höhlen, aber wenn die Reise quasi daran vorbeiführt und der Eintritt gratis ist, dann muß man da doch reingehen.
Die Nacht im Statepark war wirklich ruhig; das hatten wir schon lange nicht. Ein wenig seltsam waren die Leute, die scheinbar dort wohnen, weil sie wohl sonst nichts mehr zum Wohnen haben. Aber da die Plätze im Statepark sehr weit auseinanderliegen, konnte mir das egal sein. Das Frühstück ging schnell über die Bühne, denn der Weg des Tages war echt lang. Zunächst ging es, wie in der Gegend üblich, über lange gerade Straßen zur I20.

Die I20 sind wir nicht wirklich gefahren, denn die 500m I20 Business zählen wohl nicht. Es ging weiter über kleine Highways nach Carlsbad. Dort entschieden wir, daß sich die Höhlen ausgehen. Überrascht waren wir nur, daß der Umweg doch ganz schön bemerkenswert ist. Aber für hübsche Höhlen kann man das wohl in Kauf nehmen. Endlich an der kleinen Stichstraße kurvten wir auf den Berg.

Obwohl nicht viele Leute in die Höhle wollten, mußten wir überraschend lange warten. Es gibt da scheinbar so viele Fragen welche Führung man wie und wo machen kann (obwohl an dem Tag eh keine mehr frei war), daß ein einfacher Kauf eines Tickets Jahre dauern kann. Trotzdem haben wir es dann doch runter in die Höhlen geschafft.
Fotos habe ich dort schon mit der aktuellen Kamera gemacht, also was kann man als fotographische Herausforderung nehmen? Richtig, HDR Fotos!

Die Motive an sich habe ich in den verschiedensten Varianten probiert, aber HDR mit mehreren Fotos macht es bei den Belichtungsverhältnissen noch einmal so spannend. Die Farben und Strukturen kommen aber sehr gut heraus.

Den unendlichen Kuss habe ich nur mit einem normalen Foto erwischt. Auch nicht schlecht:

HDR Fotos machen Arbeit, sind ohne Stativ nicht ganz simpel aber ich sage mal, sie sind es wert.

In dem Fall war die Nachbearbeitung der Fotos (um die HDR Fotos zusammenzusetzen) länger als die Zeit der Aufnahme.

Astrid meint, die Höhlen sind schön. Ich meine, dort könnte ich einen ganzen Tag verbringen. So kann man Dinge verschieden sehen.
Eben ein ‘normaler Mensch’ und ein ‘Fotofreak’.

Aber ganz ehrlich, wie soll man als Fotoliebhaber solche Möglichkeiten nicht lieben?

Noch ein paar Fotos zum Abschied, bevor wir wieder los mußten. Ein neuer KOA Campingplatz mußte gefunden werden und Alamogordo war noch ein schönes Stück entfernt.

Die Strecke ist nicht ganz neu, nur die Endanfahrt zum neuen KOA ist spannend. Ohne Navi glaube ich an wenig Erfolg. Die Eigentümerin ist selbst in der Anmeldestelle, ist ur nett und die Stellplätze für Zelte sind sehr billig und gut. Was will man mehr? Natürlich, ein paar Züge weniger.