Der Ogden Botanical Garden und der Antelope Island SP

Ein strahlend blauer Himmel begrüßte uns in der Früh, aber es hatte nur 6°C. Das ist eine Abkühlung und für uns bisher Wärmeverwöhnte ein herber Schlag. Aber so lange die Sonne scheint, kann man gute Fotos machen. Also war ich happy und wir konnten die zwei geplanten Dinge in Angriff nehmen.

Meine tägliche Weckbrigade war pünktlich zur Stelle und hat mich fröhlich schnatternd begrüßt. Ich habe dann aber auch ganz brav ein Frühstück springen lassen. Das komische an den Gänsen ist, daß sie Futter nur von der Hand nehmen. Wenn man es ihnen hinwirft, sind sie weniger begeistert. Größere Stücke soll man natürlich auch halten, damit sie es in Ruhe abknabbern können.

Nach dem Frühstück ging es direkt zum Ogden Botanical Garden, wo man schon am Eingang von Blumen gefressen wird.

Der kleine Garten ist nicht ein herkömmlicher botanischer Garten wie man ihn kennt, er ist Teil eines Naherholungsgebietes und somit wie ein Park frei zugänglich. Viele Leute kamen auch mit dem Fahrrad, da entlang des Flüsschens (siehe später) ein Wander/Fahrradweg errichtet wurde und der auch durch den botanischen Garten geht. Der Rosengarten hatte auch jetzt im September noch einiges zu bieten.

Das Visitor Center war zu (langes Wochenende UND es hat Sonntags immer zu), aber das ist mehr ein Beratungszentrum, wie man seinen Garten gestalten soll. Wir sind entlang des Flüsschens spaziert.

Die ganze Gegend hat viele Sitzgelegenheiten und noch viel mehr Grillmöglichkeiten. Bei den Pavillons auch welche, wo man eine ganze Kuh drauf grillen kann. Mit hübschen Bäumen ist es sicher auch im Sommer dort sehr schattig und angenehm.

Wieder zurück beim Eingang (mehr als eine 3/4 Stunde braucht man dort sicher nicht) waren noch viele Blumen zu bestaunen. Der Garten ist nicht groß, aber sehr intensiv bepflanzt.

Nach dem Garten durchquerten wir die Stadt Ogden und sind in den Antelope Island SP gefahren. Der Spaß kostet 10$, inkl. der ewig langen Fahrt über einen Damm auf die Insel. Drüben angekommen kann man sich einen Überblick über den ersten Strand verschaffen, ladyfinger point.

Dort habe ich auch meine erste Eidechse des Jahres erwischt.

Das Visitor Center liegt noch ein wenig höher auf einem Hügel und ist einfach beschrieben: das hässlichste Betonbauwerk aller Zeiten. Die WCs waren btw genauso außer Betrieb wie der Wasserspender, der Getränkeautomat, … es ging jedenfalls nicht viel. Wenigstens die Aussicht paßte. Links im Bild sieht man den Damm, auf dem man die Insel erreicht.

Das namensgebende Tier ist auf der Insel eher selten, trotzdem habe ich durch intensive Suche zwei Exemplare gefunden. Bei allen Tierfotographieren mußte das Tele wieder voll ausgefahren werden. Nicht so einfach.

Interessanterweise ist die Insel aber vorwiegend für die Büffel bekannt. Das stark beworbene Grillrestaurant, das sich bei Betrachtung vorwiegend als Grillbude herausstellt, bietet dementsprechend auch Büffel an. Z.B. ein Büffelburger um schlappe 10.25$. Zunächst muß man die Büffel aber ziemlich suchen, da sie nur vereinzelt herumlaufen oder herumliegen.

Ein weiterer Aussichtspunkt ist mit einem Picknickplatz verbunden. Nette Terrasse, aber nur ein einziges Plumpsklo.

An dem Punkt kamen entgegen der Wettervorhersage ziemlich rasch ein paar hochliegende Wolken, die das Fotographieren noch ein wenig schwerer gemacht haben. Zum Glück wurden aber die Büffel häufiger und bald sah man ganze Herden. Man brauchte auch nicht so gar arg genau schauen, überall wo sich die Autos auf den Straßen stauen, sind Büffel zu sehen.

Am Ende der asphaltierten Straße liegt die historische Fielding Garr Ranch, die 1848 errichtet wurde und seitdem in verschiedenen Modernisierungsstufen erneuert wurde. Heute kann man sie einfach besichtigen, Ranch ist keine mehr da. Hier der Raum des Schmiedes.

Die ganze Insel war früher Privatbesitz und Teil der Ranch. Da wurde man früher auch darauf hingewiesen, nur waren scheinbar nicht alle Leser damit so ganz einverstanden.

Draußen sind noch ein paar Pferde die betteln (und gestreichelt werden können), ein alter Traktor und ein paar Gebäude.

Die Ranch ist jetzt nicht umwerfend, und wieviel davon historisch ist, kann ich nicht beurteilen. Manche Gebäude sind aber mit Betonziegeln gebaut.

Am Heimweg haben wir noch ein paar Büffel gesehen und mußten natürlich anhalten.

Und schon war ein weiterer Tag vorbei. Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen von Utah, die Fahrt nach Yellowstone stand an.

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