Was macht man an einem sehr warmen und strahlend sonnigen Tag in St. Louis? Mangels eines Strandes nicht an einen solchen Fahren, ein spezielles Bad ist mir auch nicht bekannt, also gingen wir in den Zoo. Und das beste an dem Zoo: Er ist GRATIS!
Der Weg zum Zoo ist simpel und daher keiner Erwähnung wert. Spannend wurde es beim Zoo, denn Parken kostet hier $15 oder man parkt auf der Straße. So schlau sind die anderen auch, daher war trotzdem es unter der Woche war alles vollgeparkt. Nur eine Längsparkstelle war offen. Längsparken (parallel parking) kann in den USA kaum wer. Daher probieren es die meisten nicht einmal. Ich war motiviert. Nach ein paar mal hin- und her war es geschafft. Der blöde Passat hat ja weder Einparkpieper noch die hier seit Jahresbeginn vorgeschriebene Rückfahrkamera. Beim Aussteigen sehe ich: vorne und hinten 15cm. Das geht doch gut, für ein unbekanntes Auto!
Parken war somit gratis, der Zoo ist es AUCH! Hier ist der Zoo Eintritt gratis, man zahlt halt für Extras wie Bahnfahrt, Seelöwen-Show (nur Wochenenden), Kinder-Zoo Aktionen, Karussellfahren, …. oder alles zusammen 10$. Ich habe nur die Bahnfahrt zur Orientierung genommen. Gratis heißt aber bei weitem nicht einfach oder schlecht oder klein. Die Eingangshalle, halt ohne große Schalterreihen, ist hübsch. Alles hat halt ein Schild, wer es gespendet hat. Das ist ok. Das aber Monsanto hier eine Kinderlehrstätte hat, ist bedenklich.

Gleich nach dem Eingang wird man von einer Wasserfigur empfangen. Schaut cool aus, vorallem wenn es so warm ist wie an diesem Tag.

Zur Orientierung haben wir uns eine Runde mit dem Zug gegönnt. Leider sieht man nicht so viel wie wir erhofft hatten, aber lustig war es trotzdem. Man sollte nur nicht größer als ein Kleinkind sein, sonst wird es ziemlich eng.

Gleich beim Nordeingang ist die Pinguinwelt. Vor dem Eingang aalen sich einige in der warmen Sonne. So warm kann es also garnicht gewesen sein. ![]()

Das Neuartige an der Innenanlage ist, daß man nicht die Kälteliebhaber durch ein Glas beobachtet, sondern die ganze Halle ar***kalt ist und man den Tieren Aug in Aug gegenübersteht. Aktuell zwar eher düster, aber es wird erklärt, warum das so ist. Im Sommer ist es bei Ihnen zuhause dunkel. Damit sie brüten, muß es Sommer sein. Also brauchen sie es dunkel. Im Winter wird es bei den Pinguinen strahlend hell. Da sieht man sicher mehr, denn sie drehen dann auch in der Halle die Scheinwerfer voll auf.

Neben dem geldeinbringenden Karussell ist ein riesiger Teich mit Flamingos. Die haben sich um die Futterschüsseln gestritten und haben sich dabei rundherum gejagt. Muß schwer sein, sich bei vollen Schüsseln so zu streiten. Anderen war es aber voll egal.

Die Menschenaffenwelt ist sehr groß, mit Innen- und Außenbereichen und auch gut bevölkert.

Neben dem Vogelhaus ist eine Halle mit Kunstwerken zu finden. Das coole daran: Wer glaubt, daß die Bilder GEMAHLT sind???

Das Vogelhaus hat für jede Gattung einen Käfig, der aber nur mit hauchdünnen Stahlfäden vom Besucher getrennt ist. Es sieht so aus, als wäre man mitten drinnen.

Sehr beeindruckend ist das begehbare Vogelgehege, daß den Sumpf der Umgebung zeigt. Das war eines der Herzstücke der Weltausstellung 1904.

Rundherum gibt es jede Menge gehörntes Vieh. In großen Auslaufgehegen.

Das Problem war vorwiegend das schöne Wetter. Was machen Tiere bei schönem Wetter? Sie pennen. Und das haben wir in jeder Version gut beobachten können.

Nur hie und da hat uns einer fragend angeschaut. Mehr so wie: warum rennt ihr da draußen rum?

Bei einer Schattenpause wurde ich dafür fast von einer Heuschrecke gefressen. Immer diese Frauen.

Die kleinen Affen haben ein eigenes Haus. Da geht es zum Teil recht wild zu. Andere schauen nur in die Luft. Sehr menschlich.

Im Reptilienhaus ist es auch sehr nett. Da sind die Sachen aber zum Glück doch hinter Scheiben. Ein Chamäleon in einem Blätterwald zu finden, ist dabei echt nicht leicht.

Wieder von Monsantis gesponsert ist die Insektenwelt. Die ist nicht so spannend, aber das Schmetterlingshaus ist nett, wenn man noch kein größeres gesehen hat. Zumindest Bepflanzung und Schmetterlingsanzahl stimmen.

Am Riverexperiance sind alle üblichen Zootiere vereinigt. Vom Hippo (die vier sind die ganze Zeit im Wasser umhergetaucht) über den Elefanten bis zu den Hyänen ist alles vertreten.

Der Bär hat uns dann den Rest gegeben. Er pennt auch und wir sind nach guten 5 Stunden im Zoo wieder heimgefahren.

Der St. Louis Zoo wurde von einem berühmten Journal zum besten Zoo der USA gewählt. Ob er das ist, kann ich nicht sagen, aber es ist ein wirklich schöner Zoo, den sie immer noch ausbauen. Wo alles schön bepflanzt ist. Und wo fast alle Tiere genügend Platz haben, der auch entsprechend gestaltet ist. Ich mag den Zoo sehr. Und nicht nur, weil er gratis ist.
Viele waren schon vor uns gefahren, es waren viele Straßenparkplätze frei. Nur der vor und hinter mir nicht. Also wieder aus der Lücke rausquälen und zum Campingplatz düsen. Das St. Louis Arch habe ich dieses mal ausgelassen, es steht aber noch genauso glänzend wie immer da. Ich habe es von der verstauten Interstate gesehen.