Der größte Traum von Astrid, der teuerste Tag der Reise und das bei unsicherem Wetter. Ein spannender Tag.
Beim Aufstehen waren entgegen der Vorhersage blaue Flecken am Himmel zu sehen. Hoffnung für die Delphine? Wir haben uns in Herrgottsfrühe (also um 8) per Auto zur Islamorada aufgemacht, denn unser Delphinschwimmen sollte schon um 10 losgehen. Schon am Longkey kam die Sonne voll durch und es sah extrem überraschend ur sonnig aus. Beim Theater of the Sea waren ein paar Wolken zu sehen, aber die Hoffnung auf ein sonniges Schwimmen mit Delphinen stieg. Das hatten wir uns in den kühnsten Träumen nicht erhofft. Wir dachten eher positiv, daß es wenigstens nicht regnen oder gewittern sollte. So konnten wir hoffen, daß das Geschenk der Familie Tschirf (DANKE!) sogar bei Sonne über die Bühne gehen konnte.
Das Einchecken ging schnell, unsere Namen waren bekannt und bis zum Schwimmen waren es nur noch gute 20 Minuten. Die Sonne war weiterhin da.

Wir erhielten eine Sicherheitserklärung (man ist ja in den USA) durften Flossen und eine Tauchermaske gratis ausleihen (ich hatte alles mit, denn ohne meine optischen Brillen sehe ich nicht wirklich was) und schneller als wir denken konnten, waren wir im Wasser mit den Delphinen. Und eine kleine Wolke fing zu regnen an. Doch nur Sekunden später war die Sonne wieder da. Ein Schreckmoment.
Beim Theater of the Sea geht es familiär zu. Wir waren also mit einer Trainerin bei zwei Delphinen mit vier Besuchern. Das geht gut. Zunächst streichelt man die Tiere, um ein Gefühl für sie zu bekommen. Die Trainerin hat das Gefühl der Delphinhaut mit ‘naßem Hotdog’ verglichen. Nicht falsch!

Dann gleich die erste Übung: Kuß auf die Wange. Wir hatten eine Dephindame und ihre junge Tochter. Die Mama war routiniert, die Tochter noch am Lernen. Daher machte vieles die Mama alleine. Dank des Kaufes der Brillenhalterung in Disney, konnte ich auch alle Sachen ohne Taucherbrille mit meinen normalen Sonnenbrillen machen.

Sie haben uns bei der Einführung gesagt, man soll lieber auf die Schwimmwesten verzichten, denn die ist sehr hinderlich. Es sollen nur die Schwimmwesten nehmen, die es wirklich brauchen. Wir haben es sicher nicht gebraucht, man sollte aber schon ein ziemlich gutes Gefühl im Wasser haben, denn manche Übungen sind garnicht so leicht. Es folgte Delphinziehen. Man schwimmt in der Lagune möglichst weit weg, stellt sich senkrecht mit ausgebreiteten Armen ins Wasser (ja, jetzt sind die Flossen echt gut) und wartet auf die Delphine. Die tauchen ohne Vorwarnung neben einem auf und ziehen los. Man hat nur sehr wenig Zeit die beiden delphinflossen zu erwischen. Bei mir waren sie extrem motiviert, sodaß ich einen neuen Geschwindigkeitsrekord für die Strecke hingelegt habe.

Bellyrub ist dann wieder deutlich einfacher: Man wartet auf den Delphin, der dreht sich auf den Rücken und man reibt den Bauch. Das scheinen sie zu mögen. Lustig dabei ist, daß manche Delphine einen rosaroten Bauch haben.

Jetzt wieder ein wenig Gefühl für seine Flossen. Man steht senkrecht im Wasser und dreht sich selbst im Kreis. Der Delphin steht mehr oder minder daneben und macht das synchron. Astrid hatte die junge Tochter, die den Abstand sehr groß gemacht hat. Ich hatte die erfahrene Mama, die sich bei jeder Drehung mit der Flosse abgestützt hat.

Buddyswim war die nächste Übung. Man schwimmt einen großen Bogen und der Delphin folgt einem parallel. Damit es schwieriger wird, muß man die Arme am Körper haben. Man kann auch tauchen und der Delphin kommt mit. Das war schon ziemlich cool. Ich habe auch das mit dem Tauchen probiert. Sie blieb immer neben mir. Die Fotos davon kann man leider vergessen, denn meine Dephindame ließ nur ein paar Zentimeter Abstand zwischen uns.

Lustig aber auch körperlich nicht ganz simpel ist der Antrieb mit 2DS (Delphinstärken). Man legt sich ins Wasser, die Beine nach hinten (ohne Flossen) gestreckt und zwei Delphine schieben an der Fußsohle an. Zum Lenken hat man ein kleines Schaumstoff-Brett in den Händen. Ich habe eine schöne große Runde geschafft. Das Problem bei Delphinen ist, daß sie wie Pferde denken. Wenn sie vom Futter wegschwimmen sind sie langsam, retour gasen sie an. Ich hatte daher ein ziemliches Tempo am Weg zurück.

Ach ja Fotos. Sie erlauben einem schon, eine Kamera mitzunehmen, aber sie tun so ziemlich alles, damit man im Prinzip keine Chance hat, Fotos zu machen. Selbst wenn man mit einem Zuschauer kommt, wird der so weit vom Geschehen verbannt, daß kaum gute Fotos rauskommen. Aber es ist ein Fotograph und ein Videomann vor Ort und man darf diese Sachen dann kaufen. Zu einem sehr stolzen Preis. Aber wenigstens bekommt man dann die vollen source Dateien.
Als Abschluß hatten wir noch Delphinhalten, zu zweit.

Wie wir aus dem Wasser gestiegen sind, wurden noch ein paar Sprünge trainiert. Aber da waren wir weit weg.

Der ganze Garten ist mit Orchideen gepflastert. Da müssen sie schon einiges an Geld dafür investieren, obwohl man Orchideen hier im Süden Floridas um wenige Dollar nachgeworfen bekommt.

Man kann auch mit Rochen und Haien schwimmen. Das haben wir nicht gemacht (in der Hoffnung wir bekommen das in freier Wildbahn). Wir haben aber Papageienfsche von der Hand gefüttert. Da muß man nur das Futter für 25 Cent kaufen. Und Mut haben, denn so ein Papageienfisch hat ein beachtliches Gebiß. Laut Trainer produziert ein Papageienfisch pro Jahr 1 Tonne Sand!

Geich neben dem Strand kann man sich mit Papageien fotographieren lassen. Da sie hier keine Möglichkeit gefunden haben das Fotographieren unmöglich zu machen, haben sie es einfach verboten. Man kauft doch gerne die Fotos.

In den verschiedenen natürlichen Becken schwimmen Fische und viele Meeresschildkröten. Alle Schildkröten wurden gerettet und dürfen dort ihren Lebensabend verbringen, weil sie nicht mehr ausgewildert werden können. Dafür haben alle einen Namen und sie werden täglich per Hand gefüttert. Besser kann das Schildkrötenaltersheim nicht sein.

Iguanas sind dort wild und eher eine Plage. Der hier hat versucht den Inhalt eines Futterkühlers zu klauen.

Bei der Papageienshow werden die verschiedenen Papageien erklärt und jeder zeigt seine Kunststücke vor. Man wird aber sehr deutlich daran erinnert, daß man sich lieber keinen Papagei als Haustier nehmen soll, da das echte Nachteile hat (wie ein Dreijähriger mit einem Megaphon und scharfer Schere für die nächsten 60 Jahre).

Bei der Delphinshow sieht man viele der Kunststücke, die man in der Früh selbst machen durfte. Zusätzlich noch ein paar Powersprünge oder Sprünge mit der Trainerin.

Die Seelöwenshow bestreitet ein Seelöwe, der schon vor der Show wie wild im Becken rumhüpft. Er scheint ganz begeistert zu sein, gegen Fischbezahlung Sachen vorzuführen. Er kann Handgesten als auch Worte. Ziemlich cool. Er schreit auf Befehl und läßt sogar einen Fisch im Maul und gibt ihn auf Befehl zurück.

Besonders spannend ist Ringefangen und Ball balancieren. Mit welcher Leichtigkeit er das erledigt…

Zuletzt gab es noch Hochsprung aus dem Wasser. Laut Trainerin sind Seelöwen im Wasser schneller als Delphine. Da sind große Muskel im Spiel.

Zuletzt haben sie uns gesagt, daß vor ungefähr 7 Stunden ein Seelöwenbaby zur Welt gekommen ist. Das mußten wir unbedingt sehen…

Am Eingang zum Theater of the Sea wird darauf hingewiesen, daß es viele Katzen im Bereich gibt und das Katzenallergiker lieber draußen bleiben sollen. Bei der Kassa lag beim Einchecken schon die erste und hat mit mir geschmust. Beim Rausgehen sind wir noch in den Katzenbereich gegangen. Ca. 30 herrenlose Katzen haben dort ihr Zuhause gefunden. Und viele sind überraschend menschenfreundlich. Man muß sich nur hinsetzen und schon kommen ausreichend Katzen vorbei…

Zum Abschluß des Tages gab es noch Spießchen von Publix am Grill. Es war wettertechnisch und inhaltlich ein perfekter Tag!