Everglades NP und Keys Part 1

Für die Everglades war leider nur ein halber Tag mehr übrig, wir mußten zeitgerecht zwischen 15 und 17 Uhr im SP einchecken.

In der Früh zeigte sich sogar hie und da die Sonne, man wird ja bescheiden, wenn ein tropischer Sturm in der Gegend ist und jede Menge feuchte Luft hinter sich läßt. Es war jetzt nicht so sonnig wie am Vortag bei den Delphinen, aber das war ok. Wir packten also unsere Sachen, schauten noch nach dem Wetterbericht und ab ging es in die Everglades. Die Fahrt in den NP ist recht kurz, der Campingplatz in Miami (eigentlich südlich von Miami, die Gegend heißt Homestead) liegt zu fast allen Sehenswürdigkeiten sehr gut.

Da es doch rumgewolkt hat und es den Anschein hatte, es könnte tendentiell schlechter werden, haben wir gleich beim Anhingatrail begonnen, quasi mit dem besten Teil zuerst.

Da es um die Mittagszeit war, waren Tiersichtungen natürlich selten. Wolken heißt ja nicht, daß es kalt war. Ganz im Gegenteil, die 32 Grad hatte es schon in der Früh. Also freuten wir uns über Blumen und jede Menge Heuschrecken.

Schon am Parkplatz sind mir die vielen Stapel an Holz aufgefallen. Klug wie ich war, meinte ich noch, da reparieren sie wohl einiges. Kaum haben wir den langen Boardwalk betreten, schon hatten wir den Ort der Bauarbeiten gefunden. Sie haben praktisch nahezu den ganzen Boardwalk abgetragen und bauen ihn neu. Das war eine nicht so gute Überraschung, denn gerade der Boardwalk ist das Schöne am Anhingatrail. Die Aligatoren verstecken sich eigentlich immer im hinteren Teil des Walks; der jetzt nicht erreichbar war.

Somit sind wir ohne eine einzige Tiersichtung (kein Anhinga, kein Aligator) vom Trail verschwunden. Sehr traurig.

Vom nächsten Boardwalk hatte man wie immer eine gute Aussicht auf die Graslandschaft. Leider wieder sehr tierarm.

Am langen Boardwalk mit Aussicht auf einen Hamock kam überraschend voll die Sonne durch. Da strahlt alles gleich ganz anders.

Auch die Besucher!

Wobei, wenn die Sonne rauskommt, knallt sie unbarmherzig runter. Also 34 Grad, südliche Sonne und um die 90% Feuchtigkeit. Da bleibt kein Leiberl trocken.

Wir sind nicht ganz runter bis nach Flamingo gekommen, denn einerseits sah es in der Richtung ziemlich duster aus und andererseits wollen wir rechtzeitig im SP sein; Einkaufen mußten wir auch noch am Weg.

Der Weg wurde dann wieder von unserem Auto spannender gestaltet, denn der Reifendruck rechts hinten löste wieder einen Alarm aus. Also eine Tankstelle mit Luft gesucht (das ist in den USA absolut nicht üblich) und den Reifen wieder hochgepumpt. Mal sehen wann wir wieder zu einer Hertzstelle pilgern müssen, um die nächste Reparatur zu bekommen.

Vor der 7 Miles Bridge haben wir einen kurzen Stopp eingelegt. Im Hintergrund sieht man Pigeon Key, wo sie die Rampe nun ganz gesperrt haben. Man bekommt auch einen Eindruck, wie das Wetter im tropischen Paradies so war. Tropisch.

Das Einchecken ging wie immer leicht vonstatten, in der Marina hatten wir bereits für den nächsten Tag eine Schnorcheltour gebucht und das Zelt stand auch schnell. Und dann legte der Regen los. Echt heftiger tropischer Regen.

Nach einer guten Stunde beruhigte es sich, die Wettervorhersage war sich aber nicht sicher, ob da nicht noch etwas nachkommt. Daher haben wir unser geplantes Grillen verschoben und haben das Geschenk von Maria Groiß eingelöst (DANKE!!!) und sind zum Essen mit Minigolf gefahren. Am Weg dorthin hatten wir das absolute Glück: Eines der ur seltenen Key-Deer stand neben der Straße und mampfte in Ruhe.

Wir waren vom Andrang beim Grill extrem überrascht. Kaum ein Parkplatz war zu bekommen und die Leute standen Schlange. Wir wollten schon wieder gehen, aber haben uns dann doch mal erkundigt, wie lange man dort so steht. Da wir NICHT an der Trivia-Nacht teilnehmen wollten, bekamen wir sofort einen Tisch. Wir lehnten die frischen Fische des Tages ab und versuchten uns an neuen Burgern: Astrid mit Double Bacon Cheesburger mit sweet onions, ich mit double meatloaf burger. Dazu ein Ale!

Das Essen nimmt man im Tiki Hut ein, dazu gibt es Livemusik. Echt cool dort, da wollen wir noch einmal hin.

Das Geschenk hieß romantisches Dinner mit Minigolf. Also auf zum Minigolfpart. Der Platz hat zwar nur eine Runde, die ist aber sehr nett hergerichtet und abendlich beleuchtet.

Und damit konnte das Zittern um das Wetter und die Schnorcheltouren beginnen.

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