Eine Frau mit pinkem Leibchen und blauer kurzer Hose steht mit ausgebreiteten Armen breitbeinig auf einer hölzernen Stiege inmitten einer weiten, von Schilf geprägten Sumpflandschaft unter einem dramatischen Wolkenhimmel

Everglades NP und Keys Part 1

Für die Everglades war leider nur ein halber Tag mehr übrig, wir mußten zeitgerecht zwischen 15 und 17 Uhr im SP einchecken.

In der Früh zeigte sich sogar hie und da die Sonne, man wird ja bescheiden, wenn ein tropischer Sturm in der Gegend ist und jede Menge feuchte Luft hinter sich läßt. Es war jetzt nicht so sonnig wie am Vortag bei den Delphinen, aber das war ok. Wir packten also unsere Sachen, schauten noch nach dem Wetterbericht und ab ging es in die Everglades. Die Fahrt in den NP ist recht kurz, der Campingplatz in Miami (eigentlich südlich von Miami, die Gegend heißt Homestead) liegt zu fast allen Sehenswürdigkeiten sehr gut.

Da es doch rumgewolkt hat und es den Anschein hatte, es könnte tendentiell schlechter werden, haben wir gleich beim Anhingatrail begonnen, quasi mit dem besten Teil zuerst.

Ein breiter, dunkel schimmernder Flusslauf im Everglades National Park, flankiert von saftig grünem Ufergestrüpp und einer einzelnen Palme im fernen Hintergrund unter wolkigem Himmel

Da es um die Mittagszeit war, waren Tiersichtungen natürlich selten. Wolken heißt ja nicht, daß es kalt war. Ganz im Gegenteil, die 32 Grad hatte es schon in der Früh. Also freuten wir uns über Blumen und jede Menge Heuschrecken.

Eine kugelförmige, weiße Knopfbuchblüte mit feinen, sternförmig abstehenden Staubblättern ragt hervor, umgeben von kleineren, grünlichen Knospen und saftigen, glänzenden Blättern im Hintergrund Eine leuchtend orange und schwarz gemusterte Heuschrecke sitzt an einem Baumstamm mit grauer Rinde, der von Flechten bewachsen ist Eine leuchtend gelb-schwarze Heuschrecke mit orangefarbenen Beinen und roten Flankendetails sitzt auf einem vertrockneten, grau-weiß gemusterten Palmblatt vor einem unscharfen Grün im Hintergrund

Schon am Parkplatz sind mir die vielen Stapel an Holz aufgefallen. Klug wie ich war, meinte ich noch, da reparieren sie wohl einiges. Kaum haben wir den langen Boardwalk betreten, schon hatten wir den Ort der Bauarbeiten gefunden. Sie haben praktisch nahezu den ganzen Boardwalk abgetragen und bauen ihn neu. Das war eine nicht so gute Überraschung, denn gerade der Boardwalk ist das Schöne am Anhingatrail. Die Aligatoren verstecken sich eigentlich immer im hinteren Teil des Walks; der jetzt nicht erreichbar war.

Verwitterte Holzsteher ragen in einem von dichten Schilfgürteln gesäumten Gewässer auf, während im Hintergrund eine hölzerne Aussichtsplattform unter wolkigem Himmel liegt

Somit sind wir ohne eine einzige Tiersichtung (kein Anhinga, kein Aligator) vom Trail verschwunden. Sehr traurig.

Weitläufiger Sumpf im Everglades National Park mit dunklem Wasser, dichtem Teppich aus grünen Seerosenblättern und von Sträuchern bewachsenen Ufern unter wolkigem Himmel

Vom nächsten Boardwalk hatte man wie immer eine gute Aussicht auf die Graslandschaft. Leider wieder sehr tierarm.

Der Everglades-Nationalpark erstreckt sich als schier endloses Sumpf- und Feuchtgebiet unter einem weiten Wolkenhimmel, eingefasst von sattgrünen Baumkronen und Schilf

Am langen Boardwalk mit Aussicht auf einen Hamock kam überraschend voll die Sonne durch. Da strahlt alles gleich ganz anders.

Ein hölzerner Steg führt durch das weitläufige, grüne Sumpfland der Everglades unter einem leuchtend blauen Himmel mit markanten weißen Wolken Weitläufige, von hohem Riedgras bewachsene Sumpflandschaft unter einem weiten, wolkenverhangenen Himmel, eingerahmt von einem Ast mit feinen grünen Nadeln am rechten Bildrand

Auch die Besucher!

Eine Frau mit pinkem Leibchen und blauer kurzer Hose steht mit ausgebreiteten Armen breitbeinig auf einer hölzernen Stiege inmitten einer weiten, von Schilf geprägten Sumpflandschaft unter einem dramatischen Wolkenhimmel Ein lächelnder Mann mit Sonnenbrille und gelbem Leibchen steht auf einem hölzernen Steg und weist mit den Händen auf das weite, grasbewachsene Sumpfland im Hintergrund unter einem wolkenverhangenen Himmel

Wobei, wenn die Sonne rauskommt, knallt sie unbarmherzig runter. Also 34 Grad, südliche Sonne und um die 90% Feuchtigkeit. Da bleibt kein Leiberl trocken.

Wir sind nicht ganz runter bis nach Flamingo gekommen, denn einerseits sah es in der Richtung ziemlich duster aus und andererseits wollen wir rechtzeitig im SP sein; Einkaufen mußten wir auch noch am Weg.

Der Weg wurde dann wieder von unserem Auto spannender gestaltet, denn der Reifendruck rechts hinten löste wieder einen Alarm aus. Also eine Tankstelle mit Luft gesucht (das ist in den USA absolut nicht üblich) und den Reifen wieder hochgepumpt. Mal sehen wann wir wieder zu einer Hertzstelle pilgern müssen, um die nächste Reparatur zu bekommen.

Vor der 7 Miles Bridge haben wir einen kurzen Stopp eingelegt. Im Hintergrund sieht man Pigeon Key, wo sie die Rampe nun ganz gesperrt haben. Man bekommt auch einen Eindruck, wie das Wetter im tropischen Paradies so war. Tropisch.

Das historische Old Seven Mile Bridge in den Florida Keys führt als schmale Betonbrücke mit bräunlichen Metallgeländern über das türkisfarbene Meer, während Personen auf dem Gehsteig spazieren und eine dichte Wolkendecke den Himmel verdunkelt

Das Einchecken ging wie immer leicht vonstatten, in der Marina hatten wir bereits für den nächsten Tag eine Schnorcheltour gebucht und das Zelt stand auch schnell. Und dann legte der Regen los. Echt heftiger tropischer Regen.

Nach einer guten Stunde beruhigte es sich, die Wettervorhersage war sich aber nicht sicher, ob da nicht noch etwas nachkommt. Daher haben wir unser geplantes Grillen verschoben und haben das Geschenk von Maria Groiß eingelöst (DANKE!!!) und sind zum Essen mit Minigolf gefahren. Am Weg dorthin hatten wir das absolute Glück: Eines der ur seltenen Key-Deer stand neben der Straße und mampfte in Ruhe.

Ein rehbraunes Reh blickt aus dem dichten Unterholz mit satten grünen Sträuchern und herbstlichen Blättern neugierig um den Busch nach hinten zur Kamera

Wir waren vom Andrang beim Grill extrem überrascht. Kaum ein Parkplatz war zu bekommen und die Leute standen Schlange. Wir wollten schon wieder gehen, aber haben uns dann doch mal erkundigt, wie lange man dort so steht. Da wir NICHT an der Trivia-Nacht teilnehmen wollten, bekamen wir sofort einen Tisch. Wir lehnten die frischen Fische des Tages ab und versuchten uns an neuen Burgern: Astrid mit Double Bacon Cheesburger mit sweet onions, ich mit double meatloaf burger. Dazu ein Ale!

Ein saftiger Burger im hellen Weckerl mit knusprigen Erdäpfelpommes und einer Essiggurke auf einem Teller, daneben ein volles Krügerl Bier und eine Schüssel mit Erdäpfelchips auf dunklem Tisch Eine lächelnde Frau mit Brille sitzt an einem dunklen Wirtshaustisch und präsentiert stolz einen grossen Burger mit reichlich Erdäpfelchips auf einem weissen Teller Ein lächelnder Brillenträger in einem leuchtend pinken Leiberl sitzt an einem dunklen Steintisch in einem rustikalen Lokal mit Holzpölzern und Strohdach. Vor ihm stehen ein Glas mit dunklem Bier und ein Teller mit einem kräftigen Burger und Pommes frites

Das Essen nimmt man im Tiki Hut ein, dazu gibt es Livemusik. Echt cool dort, da wollen wir noch einmal hin.

Überdachte Bar mit Strohdach und dunklen Holzstehern, ein Musiker am Keyboard auf einer kleinen Bühne vor einer Videowand, im abgedunkelten Gastraum stehen Tische und Sessel auf Pflaster

Das Geschenk hieß romantisches Dinner mit Minigolf. Also auf zum Minigolfpart. Der Platz hat zwar nur eine Runde, die ist aber sehr nett hergerichtet und abendlich beleuchtet.

Beleuchtete Adventure-Golf-Anlage im Dunkeln mit künstlichen Felsen, einer rosarot angestrahlten Wasserfontäne und prallen Palmen im Hintergrund unter nächtlichem Himmel Eine Frau in pinkfarbenen Hosen spielt nachts auf einer Minigolfbahn mit grünem Filz und Ziegel-Einfassung, umgeben von Palmen und beleuchtetem Blattwerk Grüne Minigolfbahn im Freien mit rotem Ball, künstlichen Felsen, Wasserläufen, eingefasst von Ziegeln und umgeben von üppiger tropischer Vegetation und Bäumen im Hintergrund

Und damit konnte das Zittern um das Wetter und die Schnorcheltouren beginnen.

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