Die Welt mußten wir uns heute erst verdienen, denn es waren noch einige Meilen bis Atlanta zu fahren. Gleich an dieser Stelle HERZLICHEN DANK an M..A, die uns die World of Coca Cola geschenkt hat.
Daher ging es gleich in der Früh los. Die schon in der Früh sehr warme Sonne hat uns beim Aufstehen ‘geholfen’. Kaum auf der Interstate ist es passiert: Astrid sieht eine Werbung von einem Pferdegeschäft. Laut den verschiedensten Werbungen das größte der USA. Nach häufigerem Nachlesen kam dann heraus, es hat die größte Reiterstiefelauswahl der USA. 30000+ Paar Stiefel lagernd. Das war jetzt nicht so ganz das was Astrid wollte, aber wir haben trotzdem hingeschaut. So viel Zeit muß immer sein.
Das Gute an dem Geschäft ist, es hat nicht nur Modeartikel für die Reiterin (und den seltenen Reiter), sondern auch ein wenig was für das Pferd. Z.B. jede Menge Sättel, Stricke, Steigbügel, … Aber kein normales Zeug, eher das teure Tournierzeug.

Trotzdem war Astrid nur schwer von dem Geschäft zu trennen. So viel Pferdezeugs…

Wir mußten aber weiter, Atlanta war noch ein wenig entfernt. Wie für eine Großstadt üblich, wird der Verkehr entsprechend stark. Leider zogen sich um die Mittagszeit auch die Wolken zusammen und es sah so aus, als könnte sich ein kleines Sommergewitter bilden.

Die Parkplatzsuche war nicht so ganz simpel, aber mit einer Extrarunde durch die Einbahnen konnten wir eine Parkgarage entern. Vor dem Eingang zu the World of Coca Cola hat es dann schon ziemlich rumgewolkt. Zeit ins Innere zu kommen.

Innen haben sie wieder viel umgebaut, seit dem ich zuletzt dort war. Die neueste Attraktion ist der Tresor, in dem angeblich das urgeheime Rezept aufbewahrt ist. Den haben wir uns gleich mal gespart.

Die Darstellung der Abfüllanlagen wurde vereinfacht, der nette in den Glaswänden hüpfende Erzähler ist leider weg.

Es gibt dafür einige Fotomöglichkeiten, die wir natürlich ausführlich genutzt haben. Beim Polarbear war eine professionelle Fotographin, wo man auch die Fotos nachher kaufen konnte. Sie durfte aber auch, Fotos mit einem Handy machen (nicht mit einer Kamera). Bei meinem Z5 war sie sehr erstaunt, weil sie dort mit Absicht (unterstelle ich mal) viel Gegenlicht genommen haben, wo die meisten Handies aussteigen. Unser Foto wurde ziemlich perfekt und wir hatten danach noch eine Unterhaltung mit der Fotographin, was das denn für ein Handy sei, das da so gute Fotos macht…

Weiter ging es im Erdgeschoß durch die verschiedensten Ausstellungsstücke, wie Coca Cola zu einer so großen Marke werden konnte. Man sieht Coca Cola Bars…

… Werbungen, Kühlschränke und sonstige Utensilien, die es in der Geschichte von Coca Cola gab.

Aus Südamerika haben sie einen historischen Lieferwagen hergekarrt. Mit wirklich hohem Aufwand.

Besonders wichtig ist ihnen, in wie vielen Ländern sie erfolgreich sind. Deutsch scheint beliebt zu sein…

Eines der wichtigsten Markenzeichen ist die Flasche und ihre Form. Das wird zentral dargestellt.

Im oberen Stockwerk gibt es Räume für die Kunst. Wie sehen oder sahen Künstler Coca Cola und wie haben sie das künstlerisch umgesetzt.

Auch die Reaktivierung des Weihnachtsmannes darf nicht übersehen werden.

Das bekannteste Highlight von World of Coca Cola ist der Tastingroom. Mehr als 150 verschiedene Produkte sind hier ertrinkbar. Wobei nicht zu vergessen, mehr als 100 sind in allen Multigetränkespendern enthalten, die es in den USA auch in jedem besseren McDonalds gibt. Also sind es nur 48 Spezialitäten, die man direkt verkosten kann.

Weiters gibt es ein 4D Kino mit einem derzeit eher schwachen Film, ein Kino mit allen Coca Cola Werbespots (nonstop) und den großen Shop am Ende der Tour, wo man so ziemlich alles mit CocaCola Aufdruck erwerben kann. Und wir haben natürlich Sachen dort erworben.
Wie wir wieder rauskamen, verzogen sich gerade die Wolken und wir spazierten über den Platz rüber zum nebengelegenen Aquarium. Dabei ‘tranken’ wir ein Cola mit dem Erfinder Pemberton.

Das Aquarium ist frech, denn sie verlangen 39,9$ (ohne Steuer pro Person) für den Eintritt. Das war es uns echt nicht wert, vorallem weil wir am kommenden Tag ins Tennessee Aquarium gehen wollten. Nett ist die Idee, einen Pinguin aus Müll zu bauen.

Wir spazierten daher durch den Centennial Olympic Park zurück zur Parkgarage.

Die Fahrt weiter in den Norden verlief mit einigen Stopps ganz gut. Bei der Ausfahrt auf die Interstate gab es zunächst noch Stau.

Die weitere Fahrt war wieder sehr sonnig und warm, wie schön das wir das kleine Gewitter nur während der Besichtigung hatten. Vor Chattanooga meinte dann der TomTom, wir sollten von der Interstate runter. Ich glaubte da noch an eine Abkürzung, die uns an der Stadt vorbeiführen sollte. Aber leider geirrt, mein lieber TomTom wollte nur zu einem falschen KOA, bei dem ich vor vielen Jahren schon einmal war, der aber schon lange kein KOA mehr ist. Also ab durch die Stadt und zu einem Walmart zum Essen kaufen. Überraschenderweise ist direkt am Parkplatz ein Twice the Ice, sodaß wir auch das dauernde Eisproblem (bei der Wärme nicht verwunderlich) lösen konnten.
Die Auffahrt zum Campingplatz war wie immer idyllisch, nur die plötzlich am Berg auftauchenden dunklen Wolken waren einmal mehr nicht so toll. Wir fragten noch beim Einchecken wie denn das Wetter so werden soll und da ging es schon los: orkanartiger Sturm und volles Regenprogramm. Wir konnten noch das schlimmste im Haus abwarten, haben dann unser Zelt schnell aufgebaut und sind unter den gemeinschaftlichen Pavillon geflüchtet, wo wir den Abend verbracht haben. Auf das Gewitter hätten wir gerne verzichtet.