The Tennessee Aquarium & Rock City

Der Tag begann strahlend sonnig als hätte es gestern kein Gewitter gegeben. Also nichts wie zum Aquarium!

Bevor wir jedoch einfach loslegen konnten, sahen wir das Ergebnis des Gewitters: Unsere Hauptstange des Zeltes oben am Gibel war gebrochen. Das erklärte, warum das Zelt nur noch traurig dahing. Zum Glück hatten wir ein Stangenflickzeug mit.

Also haben wir das Ding vorsichtig abgebaut und als nasses Etwas rauf in die Sonne gebracht. So naß wie es war, konnten wir es NICHT ins Auto laden. Was für ein Transport.

Das Zelt wurde in der Sonne getrocknet, die Stange mit dem Flickset notdürftig repariert und schon ging es nach dem Frühstück rein zum Aquarium. Doch oh welch Überraschung, so einfach war auch das nicht. In der Stadt war großes open air Konzert. Um 16 Uhr sollte die ganze Innenstadt gesperrt werden. Na mal sehen…

Wir waren jedenfalls früh und motiviert dort, sodaß der Parkplatz direkt vor dem Aquarium noch Plätze (natürlich zum Zahlen) frei hatte. Also nix wie rein!

Wir haben mit dem Süßwasserteil angefangen und dort geht es in den Keller für die Seepferdchen.

Danach fährt man mit der langen Rolltreppe bis ganz rauf unter das Glasdach, wo man eine nette Aussicht auf das Konzertgelände hat.

Im hellen Bereich sind in den Felsen Terrarien versteckt. Eine Schlange hat uns sehr neugierig angesehen. Oder hatte sie uns zum Fressen gern? Winking smile

Paul hat zuletzt im Aquarium in LA festgestellt, daß flotte Fische im Dunkeln schwer zu fotographieren sind. Also wurde es jetzt für die neue Kamera spannend. Wie würde sie sich da halten? Der Aufbau des Aquariums macht es jedenfalls spannend. Oben ist es sehr hübsch hell, dann geht man in Serpentinen immer tiefer hinunter. Es wird also kontinuierlich dunkler. Der Anfang war sowohl im Aquariums- als auch Terrariumbereich noch recht locker.

Astrid hat wieder Fische gestreichelt.

Die sonnendurchfluteten Terrarien der Alligatoren waren dann wieder fast leicht zu fotographieren. Sie haben nur leider alles mit Glas verrammelt, damit die Alligatoren nichts abbeißen.

Die nächsten Terrarien sind schon völlig kunstbeleuchtet und es ging trotzdem alles bestens mit der Kamera. Ich hatte daher schnell Hoffnung, daß es auch in den tieferen, dunkleren Bereichen etwas werden könnte.

In den Tiefen des Süßwassers sind dann auch die Fische super geworden!

Nächste Schwierigkeitsstufe, bunte Meerwasserfische. Zunächst wieder mit Sonnenlicht ganz oben. Astrid streichelt wieder.

Der ganze obere Bereich ist tropisch angehaucht. Orchideen und Schmetterlinge sind allgegenwärtig.

Der zappelige Südseefisch ging schon mal gut. Das konnte meine HS50 nur mehr mit Mühe.

Astrid und die Tefseespinnen waren überraschend easy.

Sehr gut gingen auch die Quallen. Die bewegen sich natürlich i.A. langsam, aber ich habe auch die schnellen Sorten gut erwischt.

Im Shop kann man Quallenhüte kaufen. Aber echt, wer würde sich sowas aufsetzen? Nur weil es die auch in rosa gibt?

Zusammenfassend kann man also sagen, die Kamera hält sich im Dunkeln genial. ISO 6400 geht super, ISO 12800 ist auch noch für solche Webbilder ok. So einen Umfang hatte ich echt noch nie. DANKE für die Kamera, Astrid!

Da es inzwischen draußen ziemlich warm war, sind wir rauf auf den Lookout Mountain gefahren. See Rock City war schon vor vielen Jahren in und ist es immer noch. Begonnen hat es mal wieder mit einer reichen Frau, die sich eingebildet hat auf den ungewöhnlichen Steinformationen einen botanischen Garten zu errichten. Das tat sie so erfolgreich, daß sie in die Organisation der botanischen Gärten aufgenommen wurde. Erst danach wurde der Garten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Um ihn zu bewerben wurden Barns rot mit schwarzem Dach bemalt und am Dach stand in weißen Buchstaben See Rock City. So wie dieser, der immer noch am Fuße des Berges steht. In den besten Zeiten (und vor einer Gesetzesänderung) waren es knapp 1000 Barns in dem Design.

Wir haben den Rundpfad im Schatten sehr genossen.

Manche Stellen sind sehr eng und haben auch so aufbauende Namen wie Fat Man Squeeze.

Nach den ‘tiefen’ Runden kommt man in die nächste Ebene und man darf auf kleinen Brücken oben rum laufen. Auch die Gnome.

Ein weiteres Highlight ist die Hängebrücke, die zum großen Aussichtspunkt führt.

Es gibt auch wieder einen Felsen, von wo sich ein Indianer Romeo und Julia abgespielt haben soll. Zwei Liebende in verschiedenen Stämmen. Er wurde zur Strafe über die Klippe geschubbst, sie ist ihm freiwillig gefolgt.

Vom Aussichtspunkt soll man angeblich 7 Bundesstaaten sehen. Ich hatte noch nie ein so klares Wetter, aber man glaubt an die wahrheitsliebenden Menschen. Also wird man es schon irgendwo irgendwie sehen.

Nach einer Stärkung mit vor Ort verfügbarem Eis, ging es wieder auf den Pfad durch die Felsformationen. Das macht wirklich Spaß!

Wenn es schon einen Felsen der Liebenden gibt, dann mußten wir dort ein Foto von uns haben. Wir werden uns deswegen aber nicht in die Tiefe stürzen.

Das Felsenlabyrinth verläßt man durch ein Märchenland in den Höhlen, wo es von Wichteln und Gnomen nur so wimmelt. Da hatte ich noch nie Erfolg mit Bildern. Bis zu diesem Tag (das Rad ist mit Absicht verschwommen, die Kamera bekommt es auch scharf hin).

Damit blieb uns nur mehr der Weg nach Bowling Green, wo wir einen angeblich netten KOA Campingplatz hätten haben sollen. Aber wie immer, es kam anders als man glaubte…

Kommentar hinterlassen