Eine relativ lange Fahrt bei strahlendem Sonnenschein zu unserem ersten Verwandtenbesuch. Auch wenn es genau genommen kein Verwandter war, den wir da besucht haben.
Der Tag begann sonnig und die Gänsefamilie trottete vom Campingplatz.

Das kann ich ihnen auch nicht verübeln, denn das war mit Sicherheit der schlimmste KOA aller Zeiten. Jetzt nicht vom Platz her, der ist echt nett. Wiese, in der Nähe der Interstate aber recht ruhig, ein netter See, … da paßt alles. ABER es begann schon bei der Ankunft. Laut Aushang hätte das Office noch offen haben sollen, aber alles war verrimmelt und verrammelt. Eine Dame im Badeanzug suchte auch nach den Officeleuten, denn der Pool war zu und hätte noch den ganzen Abend offen haben sollen. Nur nirgends ein KOA Mensch in Sicht. Na gut, wir hatten ja vorreserviert, mal nach unseren Unterlagen suchen. Nur wo sind die??? Ein kleiner Zettel gibt den Tip: Sie haben es aufs Infobrett in der Wäscherei geklebt. Nur wo ist die Wäscherei??? Es gibt nirgends einen Plan des Campingplatzes. Normalerweise haben sie ganz vorne eine Night Registration Stelle. Hier nicht. Nach eingem Suchen finden wir die Wäscherei und auch den Zettel. Beim Suchen finden wir den versperrten Gameroom (der als Rumpelkammer verwendet wird) und das ziemlich ramponierte Clubhaus (auch versperrt). Na wenigstens wissen wir wo wir übernachten sollen. Wir fahren auf den Platz und stellen das Zelt auf. Wir bemerken, daß es kein WiFi gibt. Eine KOA Dame fährt in einem Kart vorbei. Wir fragen sie was mit dem WiFi ist und sie brüllt uns ohne stehenzubleiben 1620 zu. Nur da ist kein WiFi! Die immer noch wegen dem Pool suchende Dame meinte, das WiFi sei schon seit Tagen verschwunden. Also der erste KOA ohne Internet.
Auf geht es unter die Dusche. Und da wird es ganz interessant. Das Bad ist echt nicht gereinigt und die Dusche hat KEINE Armaturen. Sie hat eine Zeitschaltuhr. Wenn man die bis zu 5 Minuten aufdreht, geht das Wasser los. Mit der verfügbaren Temperatur. Ich hatte Glück, bei mir war es halbwegs ok, bei Astrid war es eiskalt. Duschen wie im Gefängnis oder wie jetzt???
Wir haben den ganzen Abend niemand mehr vom KOA gesehen, auch am nächsten Tag war da nix. Ich habe jedenfalls der KOA Zentrale empfohlen diesen KOA aus dem System zu verbannen. Und wir sind sicher nicht die einzigen, die der Meinung waren.
Wir sind zunächst über einen kleinen Highway gefahren, bis wir zu einem Highway kamen, der wie eine Interstate ausgebaut war.

Unser TomTom fand wieder spannende Wege durch eine Stadt. Nach einer Rechtskurve steht man überraschend auf einer Brücke über einen fetten Fluß.

Auf der anderen Seite des Flusses empfing uns Indiana.

Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Interstate ging es auf einen Highway, den wir praktisch bis zum Ende folgten. Das ging meistens gut, manchmal mußte man LKWs hinterhergurken.

Da wir unseren Eiskasten (im wahrsten Sinn des Wortes) drei Tage nicht nachfüllen wollten und wir zufällig mitten im Nichts an einem Twice the Ice vorbeikamen, haben wir zuerst einen 16lb Sack gekauft und wie der eher mikrig im Eiskasten aussah auch noch mal zum gleichen Preis 20lb frei in den Eiskasten nachgefüllt. Yup, 36lb Eis wieder ins Auto zu verfrachten ist heavy.
Wir kamen recht pünktlich bei Mike’s Freund an, der uns mit Freude empfing. Er hatte schon für das Dinner vorgesorgt und seit 11 Uhr Vormittag Ribbs langsam gesmoked. Um 19 Uhr gab es Dinner mit seinen Freunden und die Ribs waren unglaublich. Der Mann ist ein Meistergriller. Dazu Wein und Bier und …

Ein genialer Abend zum Ratschen im Freien. Und überall flogen Glühwürmchen rum. Das haben wir in Österreich nicht.