Um Dorian zu entkommen haben wir einen heftigen Haken geschlagen und verziehen uns in den Süd-Westen.
Um aber nicht einen bösen zu vermeidenden Fahrtag zu haben, sind wir zuerst in das Virginia Museum of Transport gegangen. Das Problem war nicht es zu finden, daß Problem hieß Frühstück. Das Motelzimmer war ja ganz ok, aber so dunkel wie die Mammoth Cave. Da wollte ich nicht frühstücken. Also sind wir zum nahen community park und haben dort gefrühstückt. Die hätten sogar Griller gehabt, aber das war dann doch übertrieben. Beim Auspacken aus dem Auto mußte Astrid feststellen, daß lucky charms nur so heißen, aber nicht automatisch Glück bringen. Schon die zweite Packung fiel aus dem Auto und verteilte sich zu einem Großteil unter dem Auto…

Der Eßplatz war überdacht und eigentlich war es fast wie Frühstück am Campingplatz.

Nur das Abwaschen der Schüssel am Trinkbrunnen war neu. ![]()

Beim Museum fanden wir ein Wort, das auch meine Nativespeakering zum Grübeln brachte: Parking for museum patrons only!!! Zum Glück gab es vereinzelt auch Hinweise mit parking for visitors only. Also haben wir uns getraut dort gratis stehen zu bleiben.
Das Museum selbst ist nicht groß, aber sehr nett gemacht. Gleich am Eingang eine Modelleisenbahn, wo auch ganz sicher die erwachsenen Erbauer ihren Spaß hatten.

Weiter ging es in die Halle der historischen Autos.

Interessant ist das erste Elektroauto. Bereits 1913 wurde es gekauft und hatte den stolzen Preis von $3000. Dafür ging es bis zu 25mi/h schnell und hatte eine Reichweite von 75mi.

Auch spannend der sehr fließende Übergang von Kutsche zu Auto. Alle diese Modelle sind Autos mit Benzinmotor, auch wenn man das nicht gleich so sieht. Das rechte hat immerhin schon 4PS.

In der Freilufthalle stehen Züge und dazwischen diverse Großautos. Da habe ich bemerkt, daß meine neue Sony RX10 mir alle Freiheiten läßt. Auch seltsame. In einer kleinen Ecke steht (in der Sonne kaum zu lesen) no card. Das heißt, man kann natürlich ohne Probleme Fotos in allen Modis schießen, sie speichert halt nur nicht. Ok, also schnell die Speicherkarte aus dem Auto aus dem Notebook geholt und alle Fotos wiederholt.
Jedenfalls, auch die Kamera sieht, daß Astrid hot ist. ![]()

Die Züge sind wie immer riesig im Vergleich zu Europa, egal ob Dampf- oder Dieselbetrieben. Strom ist ja sehr selten.

Die Flugzeugabteilung ist noch kleiner und eigentlich hängt da nur eine Minimaschine an der Decke. Nett ist aber auf jeden Fall die Demonstration des Auftriebes mit einem Blaserohr und diversen Bällen. Sieht man, daß Astrid Experimente mit Kindern macht?!?

Die Rakete steht nur vor dem Museum und ist gut von der Straße zu sehen, hin kommt man nicht. Dafür sieht man die Modelleisenbahn gut von oben!

Downtown Roanoke ist eh lieb, Schulen, ein Convention Center und ein Berg, der ganz der Kirche gehört. Da ist auch die Kirche selbst überraschend imposant.

Danach ging es auf die Interstate und ab in den Süd-Westen. Da wir wegen Labour-Day 3 Nächte in Motels ausweichen mußten, war das Problem, was wir mit unserem Grillfleisch machen sollten. Im Motel gab es keine Griller. Daher haben wir einfach am Nachmittag auf einer Rest Area den Griller ausgepackt und dort das rohe Fleisch gegart. Sehr lecker!!!

Astrid genießt es btw am Abend in einem klimatisierten Raum zu sein, denn seit wir vom Berg herunten sind, haben wir unter Tags zwischen 32 und 35°C.
