Roadtrip Tag 2 – bis zum Gardasee

Der Tag begann mit einem super Frühstück am Bauernhof mit selbstgemachtem Hollunderblütensaft. Das Frühstück kann echt was. Nur dann ging es ans Lenkradkurbeln und zu dem Zeitpunkt wußte ich noch nicht, was alles auf mich zu kam. Wir sind im nahen M-Preis ein wenig Einkaufen gegangen, man braucht ja Proviant. Dort haben wir die ideale Männerhandtasche gefunden.

In Oberdrauburg sehen wir noch eine irre Straße den Berg rauf und dachten uns nur, wer da bloß blöd genug ist raufzufahren. Ich kann jetzt sagen: Wir kennen zwei, denn wer vom Drautal ins Lesachtal will, fährt da rauf!

Von der halben Höhe hat man noch einmal einen netten Blick ins Tal, wenn man nicht so wie Astrid eine DJI bemüht.

Nach ein paar Kilometern geht es ins Lesachtal und da wird die Straße sehr bald sehr schmal. LKW sind verboten, Busse haben eine drastische Längenbegrenzung. Bei den Straßen, sollten sie aber lieber eine Breitenbegrenzung haben.

Am Ende der schmalen Strecke kommt man zu einer alten Mühle, die noch in Betrieb ist. Ein netter kurzer Halt.

Von dort geht es fast gemütlich zurück ins Drautal, wo man seinen Augen nicht trauen will. Hunderte Fahrradfahrer düsen über den Drautalweg, bis nach Italien. Sie haben die Grenze für Autos einspurig gemacht, damit sie eine Spur nur für Fahrradfahrer reservieren können. Das ist der reine Wahnsinn!!!

Kaum in Italien wollten wir natürlich nicht direkt auf die Autobahn fahren, sondern wir haben noch einen Abstecher über Cortina gemacht. Auch auf der Strecke gibt es unendlich viele Radfahrer. Scheinbar hat man aktuell nix anderes zu tun als Rad zu fahren. Fahrradhersteller müßte man sein! Wohingegen so manches Hotel es sich überlegen sollte, seinen Namen zu ändern.

In der Gegend heißt natürlich alles mit Dolomiten. Überraschend war für uns die Anzahl an Autos und damit Menschen. Es gab echt keinen Parkplatz, der nicht völlig zugeparkt war. Die Berge waren aber trotzdem schön.

Wenn ich es einmal geschafft habe auch stehen zu bleiben, konnte ich auch meine echte Kamera auspacken. Alleine in dem Blogbeitrag sind 4 Kameras beteiligt! Und nur eine echte Kamera.

Zum Glück gewinnt meine RX10M4 immer noch locker, aber die Handies werden immer besser. Und bekommen jetzt auch noch mehrere Objektive. Das wird schon noch etwas…

Nach Araba geht es noch einmal echt zur Sache (mehr als 30 Kehren rauf) und man sieht es gut auf der Karte, wie es da rumkurvt. Da hat dann langsam Astrid’s motion-sickness wieder begonnen. Die Aussicht war aber trotzdem schön.

Das Stück Autobahn war dann fast schon Erholung vom Lenkraddrehen und quasi im Handumdrehen waren wir am Gardasee. Einen netten Stopp haben wir in Riva am Nordende gemacht.

Die Sonne stand schon flach über den Bergen und brachte ein warmes Licht. Nach den kühlen 18°C am Berg waren die 30°C am See echt angenehm.

Nach dem üblichen Stau in Riva ging es eigentlich flott entlang des Sees, sodaß wir fast überraschend früh bei unserem Stammlokal ankamen. Das alte Gebäude begrüßte uns freundlich.

Wie in den USA üblich, jage ich Eidechsen. Und siehe da, ich war auch am Gardasee erfolgreich.

Warum ist das unser Stammlokal? Man sitzt gemütlich am kleinen Hafen und hat neben einem extrem guten Essen auch eine ur hübsche Aussicht.

Dieses mal haben wir nicht gewartet bis es ganz dunkel war, auch diese Stimmung ist dort großartig, aber wir mußten uns in einem Hotel einchecken und das mußte in Affi erst einmal gesucht werden. Das geht bei zumindest Restlicht besser als im Dunklen. Also haben wir uns vom Gardasee kurz vor Sonnenuntergang verabschiedet. Aber wir kommen sicher wieder.

Die restliche halbe Stunde Fahrt war schnell geschafft, die letzten Meter Fahrt durch Affi wären ohne Navi wohl vollkommen unmöglich. Aber so hatten wir eine Punktlandung.

Am nächsten Tag sollten wir schon Frankreich erreichen.

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